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Schwabmünchen

12.01.2020

Das Für und Wider der Gewohnheit

Mit guten Wünschen für das neue Jahr stiessen an (von links): Christoph Leutgäb, Martin Sailer, Michael Würstle, Lorenz Müller, Carolina Trautner und Martin Kögel.
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Mit guten Wünschen für das neue Jahr stiessen an (von links): Christoph Leutgäb, Martin Sailer, Michael Würstle, Lorenz Müller, Carolina Trautner und Martin Kögel.
Foto: Uwe Bolten

Beim Neujahrsempfang der katholischen Pfarreiengemeinschaft steht ein Thema im Mittelpunkt. Welche Ehrung der Stadt ins Haus steht und was mit der Christuskirche geplant ist.

Süßlicher Weihrauchgeruch umhüllte die Gäste des traditionellen Neujahrsempfangs im großen Saal des Pfarrzentrums am Schrannenplatz, zu dem Pastoralrats-Vorsitzender Michael Würstle die weit mehr als 100 Vertreter aus Vereinen, Verbänden, Organisationen und Parteien begrüßte. Ebenso fanden sich Staatssekretärin Carolina Trautner und Landrat Martin Sailer zur Veranstaltung ein. Der Tenor aller Reden ließ sich auf ein Kernthema reduzieren: der Dialog. „Der Weg zum Frieden führt über Gespräche. Nur wenn man miteinander redet, können Informationen ausgetauscht werden, es entsteht Verständnis und Vertrauen für einander“, sagte Michael Würstle zur Begrüßung. Dabei könne jeder seinen Standpunkt vertreten sowie Trennendes und Gemeinsames identifizieren.

Schwäbischer Museumspreis für Schwabmünchen

Bürgermeister Lorenz Müller nahm die Worte auf und informierte die Anwesenden über die in diesem Jahr geplanten Projekte. „Gewohnheiten sind gut, sie geben Stütze und Halt. Wir dürfen jedoch nicht in Gewohnheiten verharren“, stellte er fest. „Wir brauchen Orte der Begegnung“, begründete er die Arbeiten am Alten Rathaus, die er „als nicht so einfache Renovierung“ bezeichnete. „Immerhin müssen nach den vorbereitenden Innenmaßnahmen rund 50 Tonnen Stahl verbaut werden“, informierte er. Ein weiterer Ort der Begegnung und des Kulturlebens stelle das Museum der Stadt dar. „Es freut mich sehr, dass dieses Haus heuer mit dem schwäbischen Museumspreis geehrt wird“, berichtete er freudig. Sein besonderer Dank galt den Mitarbeitern der Wertachklinik. „Nicht nur das Material ist entscheidend. Unser Personal macht die Qualität aus“, richtete er seine Worte zusammenfassend an alle in sozialen Einrichtungen der Stadt tätigen Menschen.

Christuskirche wird heuer renoviert

Der evangelische Pfarrer Martin Kögel unterstrich in seinem Grußwort den Willen zur Gemeinsamkeit. „Gerade an der Basis ist das Vereinende deutlicher zu spüren als das Trennende“, sagte er mit leichter Kritik an den führenden Köpfen der Kirchen. „Unsere Christuskirche bröselt vor sich hin. Dies wird sich ändern“, leitete er die Übersicht zur geplanten Renovierung des Gotteshauses an der Holzheystraße ein. 2020 sollen die Außenarbeiten, die mit einem neuen Kupferdach für den Kirchturm enden, begonnen und abgeschlossen werden. „In 2021 wird der gesamte Innenraum saniert“, erläuterte er die Maßnahmen an der 1901 erbauten Kirche.

Musikalisch setzte die „Capella Sankt Michael“ wohltuende Akzente. Unter der Leitung von Chorregent Stefan Wagner präsentierten sich die mehr als 20 Instrumentalisten in Hochform. Während bei „Courage“ gegenläufige Melodien im weichen Klangmantel ertönen, lässt der Reel „Molly on the shore“ im Kopfkino die geschwungenen grünen Weiden Irlands erscheinen. Das nach Wagners Frage „Wie idyllisch ist Schwabmünchen“ gespielte „Bells across the meadows“ wäre jeder großen Szene in einem Rosamunde-Pilcher-Film als Hintergrundmusik gerecht geworden. Der Gesang des größten Chores der Stadt, alle Gästen des Neujahrsempfanges intonierten das Lied „Lobpreiset all zu dieser Zeit“, beendete die Veranstaltung.

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