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Langerringen

25.01.2021

Das Goldfieber packt Kim-Johann Tiefnig aus Langerringen immer noch

Kim-Johann Tiefnig ist Kranführer, Lastwagenfahrer und Zimmerer. 2019 suchte er Gold in Kanada und gewann bei einer Fernsehshow.
Foto: Nicolas Armer/DMAX (Archiv)

Plus Weil Kim-Johann Tiefnig bei einer TV-Show gewann, durfte er in Kanada nach Gold suchen. Welche neuen Pläne der Langerringer jetzt hat.

Kim-Johann Tiefnig aus Langerringen nahm 2018 an der Fernsehshow „Goldrausch“ teil und durfte als einer der Gewinner 2019 für ein halbes Jahr mit Claimbesitzer David Miller im Yukon in Kanada nach Gold suchen.

Vielleicht reist er im April wieder nach Kanada: "Die Saison fängt Ende April oder Anfang Mai an", sagt Tiefnig. Der Claimbesitzer David Miller hatte ihm bereits vergangenes Jahr angeboten, wieder bei ihm zu arbeiten. Wegen Corona sei das aber nicht möglich gewesen. Jetzt will Tiefnig die Corona-Entwicklung abwarten.

Warum sucht er nicht in der Heimat nach Gold? "Das passt geologisch nicht", sagt Tiefnig. An Wertach, Singold oder in den Stauden hat er noch nicht geschürft. Einen Tipp hat er aber: In einigen Flussbiegungen bei Füssen soll angeblich Gold zu finden sein. "Da will ich mal hingehen mit meiner Pfanne und ein bisschen stochern.“ Aktuell verdient Tiefnig sein Geld als Lastwagenfahrer, Kranführer und Zimmerer. Er ist häufig auf Montage.

Mann aus Langerringen: Niemals über Goldmengen sprechen

Immer auf Achse war Tiefnig auch während seiner kanadischen Erkundungsreise mit seinem Lastwagen. Den hatte er in Deutschland gekauft und ihn in acht Tagen umgebaut. Mitte April brachte er ihn auf die Fähre nach Halifax im Osten Kanadas und flog zwei Wochen später mit dem Flugzeug hinterher. Tiefnig fuhr mit seinem umgebauten Lastwagen von dort knapp 8000 Kilometer quer durch Kanada.

Kim-Johann Tiefnig aus Langerringen nahm an der Abenteuer-Show teil.
Foto: Nicolas Armer/DMAX (Archiv)

Fast 180 Tage verbrachte er anschließend im Yukon auf der Suche nach Gold. Wie ergiebig das war, verrät er nicht: "Wir haben Gold gefunden, aber über die Menge sprechen die Goldgräber nicht. Uns wurde eingetrichtert, dass wir erzählen können, dass wir etwas gefunden haben, aber nie, wie viel.“ Das ginge niemanden etwas an, sagt er und fügt an: "Man findet immer noch Gold. Der eine mehr, der andere weniger. Die Chancen stehen immer 50:50, dass man den großen Reibach macht.“

Langerringer auf der Suche nach Gold: Im Zickzack durch Kanada

Nach der Goldsuche fuhr er mit dem Lkw wieder zurück – im Zickzackkurs. Erst nach Alaska zum Lachseangeln, dann durch die Rocky Mountains bis nach Vancouver. Von Vancouver im Westen dann querfeldein wieder in den Osten nach Halifax. "Ende Oktober habe ich das Fahrzeug wieder auf die Fähre gestellt und drei Wochen später in Hamburg wieder abgeholt.“ Wieder in Deutschland, fuhr Tiefnig noch mal vier Wochen quer durch das Land, ehe er Ende November 2019 wieder regulär zu arbeiten anfing.

Die Zeit in Kanada habe er sehr genossen: "Ich habe richtig viel Spaß gehabt. Die Kanadier sind sehr offen und gutherzig.“ Claimbesitzer David Miller habe ihm seine Familie und seine engsten Freunde vorgestellt. "Ich habe viele neue Freunde kennengelernt und ich bin dort jederzeit willkommen.“ Besonders imponiert habe ihm, dass sich jeder gegenseitig hilft: "Geschäfte werden noch per Handschlag besiegelt und man hilft sich, wo man kann.“ Auch die kanadische Natur hat ihn nachhaltig beeindruckt: "Es ist gigantisch. Die Landschaft verändert sich im Wechsel der Jahreszeiten sehr schnell. Auch abseits der großen Straßen kann man überall hinfahren, zum Beispiel durch das Gebirge.“ Mit dem Auto quer durch Kanada zu fahren, das könne er jedem empfehlen. Auch ohne Goldrausch.

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