Newsticker
Spahn: Schnell- und Selbsttests könnten helfen, Veranstaltungen zu ermöglichen
  1. Startseite
  2. Lokales (Schwabmünchen)
  3. Das Gymnasium in Schwabmünchen ist eine "Grüne Schule"

Schwabmünchen

22.02.2021

Das Gymnasium in Schwabmünchen ist eine "Grüne Schule"

Stolz sind Schüler und Lehrer des Leonhard-Wagner-Gymnasiums Schwabmünchen auf ihren erworbenen Umweltpreis. Ihre selbst kreierte Edelstahlflasche (vorne) soll helfen, auf Plastik zu verzichten.
Bild: Reinhold Radloff

Plus Das Leonhard-Wagner-Gymnasium Schwabmünchen wurde von der Organisation „Umweltschule in Europa“ ausgezeichnet. Diese Aktionen haben zum Erfolg geführt.

Der Einsatz hat sich gleich in mehrfacher Hinsicht gelohnt: Das Leonhard-Wagner-Gymnasium (LWG) in Schwabmünchen wurde für seine Bemühungen um die „Grüne Schule“ nicht nur von der Organisation „Umweltschule in Europa“ ausgezeichnet, sondern hatte auch viel Spaß bei der Durchführung der Aktionen. Auf unterschiedliche Art und Weise sollte so an der Schule ein nachhaltiger und bewussterer Umgang mit der Umwelt erreicht werden.

Stolz und traurig zugleich sind die Schüler und Lehrer des LWG über die Auszeichnung: Stolz, weil sie vom Landesbund für Vogelschutz und dem „Umweltschutz in Europa“ ausgezeichnet wurden - traurig, da die Würdigung ihrer Erfolge wegen Corona nicht in München durch Kultusminister Michael Piazolo ausgesprochen werden konnte. „So haben wir nur ein Päckchen mit einer Urkunde, einer Fahne und zusätzlich ein freundliches Video erhalten“, erklärte Sabine Weimann vom Schulentwicklungsteam, die zusammen mit Kollegen, der Schülermitverantwortung (SMV) und vielen Schülern das Projekt konzipierte und erfolgreich durchzog.

Am Schwabmünchner Gymnasium wurden zwei Themen aufgegriffen

Die Idee entstand eigentlich dadurch, dass die Schüler nicht begeistert davon waren, als ihnen die negativen Konsequenzen bei einer Teilnahme an den Fridays for Future-Demonstrationen von der Schulleitung dargelegt wurden. „Wir überlegten uns als SMV, dass unsere Schule selbst etwas unternehmen möchte, um umweltfreundlicher zu werden“, betonte der damalige Schülersprecher Sven Keller, der für die Idee „Grüne Schule“ mitverantwortlich zeichnete. Es wurden zwei Themen aufgegriffen. Zunächst wurde der „Wassertag“ in Angriff genommen. Im vergangenen Schuljahr wurden die Schüler gebeten, an jedem Donnerstag auf zuckerhaltige Getränke zu verzichten und nur Wasser zu trinken. Und zwar nicht aus Plastik-, sondern aus den eigens dafür dank Sponsoren entworfenen, entwickelten und individualisierbaren Edelstahlflaschen.

Aufgefüllt können sie an dem ersten Wasserspender des LWG, der auf Initiative der SMV für diese Aktion installiert wurde. Zusätzlich gab es auch einen „Veggie-Day“, an dem es in der Schulmensa statt Fleisch und Wurst einen „grünen Burger“ gab. Die Klassen, die sich am besten an die Regelungen hielten, gewannen einen Tag im Schwimmbad. „Die Schüler waren voll im Ökofieber. Sie lernten ganz nebenbei, auch bei einem Quiz, verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen“, sagen die Verbindungslehrer Barbara Ammer und Tobias Marienfeld. Gedreht wurde auch ein anschauliches Video.

Schüler nahmen in Königsbrunn an einem Umweltkongress teil

Das zweite große Handlungsfeld bezog sich auf das Projektthema Umwelttage und –kongress. Einerseits nahmen Schüler der 8. Klassen in Königsbrunn an einem Umweltkongress teil, bei dem sie sehr viel Neues erlernten, zum Beispiel in Sachen ökologischer Fußabdruck, Konsumverhalten und Tierhaltung. Andererseits gab es am LWG am Zwischenzeugnistag für Schüler der Unterstufe das Thema Plastik- und damit Müllvermeidung und die Auswirkungen auf die Umwelt.

„Wir, Schüler und Lehrer, haben im vergangenen Schuljahr durch das Schwerpunktthema „Grüne Schule“ viel erfahren und gelernt, gut zusammengearbeitet, vor allem auch mit der SMV, viele Einsparthemen in Sachen Strom, Wasser und Recycling angeregt, entwickelt und durchgezogen, die Verwendung von Bioprodukten gefördert und damit die Biodiversität“, sagt Sabine Weimann. Dazu beigetragen hätten auch die drei extrem produktiven Tage der SMV und der Klassensprecher im Schullandheim in Bliensbach.

Das „grüne Gedankengut“ an die Eltern weitergeben

Zusätzlich wählten die Klassen aus den eigenen Reihen Energiemanager, die sich um Energieeinsparungen an der Schule kümmern. Erfolgreich seien die Schüler laut Weimann auch darin gewesen, das „grüne Gedankengut“ an die Eltern weiterzugeben. „Das führte in vielen Fällen zu Hause zu einem Umdenken in so manchem Umweltbereich. Wir bleiben an dem Thema „Grüne Schule“ dran und haben uns auch schon für dieses Schuljahr wieder um die Teilnahme an dem Preis beworben."

PS: Das LWG empfiehlt zum Surfen im Internet die Suchmaschine Ecosia. Die Plattform sei seriös, umweltfreundlich und kostenlos. Aus den Einnahmen werden Bäume gepflanzt.

Lesen Sie dazu auch:

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren