1. Startseite
  2. Lokales (Schwabmünchen)
  3. Das Kunsthaus wird zum schöpferischen Zentrum

Theaterstück

10.12.2014

Das Kunsthaus wird zum schöpferischen Zentrum

Copy%20of%20Kunstverein_Schwabm%c3%bcnchen__(1).tif
3 Bilder
Der Teufel (Markus Friesenegger) lauert schon lange auf die Seele der Wirtin.

„Die Nacht bei den Hirten“ ist eine Premiere für den Kunstverein

Den Prolog zum Stück liefert der Teufel persönlich. Über einen direkten Draht zum Himmel ruft er Petrus an und will eine Audienz beim „Chef“ vereinbaren. „Es geht um das Theaterstück ‚Die Nacht bei den Hirten‘“, sagt er. Das Stück spielt sich im Stauden-Schwäbischen Land ab, die neu formierte Theatergruppe des Schwabmünchner Kunstvereins bringt die Geschichte gerade auf die Bühne im Kunsthaus in der Bahnhofstraße. Sowohl die Premiere am Donnerstag als auch die Vorstellung am Sonntag waren restlos ausverkauft. Für die letzte Aufführung am morgigen Donnerstag, 11. Dezember, um 19 Uhr gibt es nur noch einige wenige Restkarten.

Alfred Vogler, Träger des Kunst- und Kulturpreises der Stadt Schwabmünchen, Leiter des Grundkurses Dramatisches Gestalten am Leonhard-Wagner-Gymnasium und zuständig für unzählige Theater-, Musical- und sonstige schulische Großaufführungen, führt auch jetzt Regie. „Mein Schulleben geht im Sommer zu Ende“, erzählt er. „Deshalb habe ich mir ein neues Betätigungsfeld herausgesucht.“

Der neuen Theatergruppe gehören Voglers ehemalige Schüler und Mitglieder des Kunstvereins Schwabmünchen im Alter zwischen 18 und 60 Jahren an. „Es ist ein Novum, mal schauen, was sich daraus entwickeln kann.“ Im Sommer könnte es weitere Aufführungen geben – „wenn die Schauspieler noch Lust haben“, sagt Vogler mit einem Schmunzeln. „Das Kunsthaus hat sich zu einem schöpferischen Zentrum entwickelt“, freut sich Kersten Thieler-Küchle, Vorsitzende des Kunstvereins. Alfred Weitnauer, Schriftsteller, Heimatpfleger, Historiker und Volkskundler hat „Die Nacht bei den Hirten“ im Allgäuer Dialekt verfasst. „Wir haben die Sprache aber etwas ins Stauden-Schwäbische abgeändert“, sagt Vogler. Die Geschichte ist schnell erzählt: Drei Bauern (Conny Ammann, Heike Britzlmaier-Kranz und Silvia Brodesser) sitzen am Weihnachtsabend im Gasthaus „Rössle“ und spielen Schafkopf. Als Maria und Josef nach einem Quartier fragen, meinen die Wirtin (Margit Stapf) und ihr Mann (David Breuer), sie sollen doch beim Pfarrer nachfragen, der sei schließlich für Heilige zuständig.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Auch als die drei Könige (Jürgen Reichardt, Agnes Zimmermann und Otto Grothe) vorbeikommen, denkt die geschäftstüchtige Wirtin nur ans Geldverdienen: Obwohl die Könige reiche Gastgeschenke für das Wirtspaar mitgebracht haben, werden sie übel abgezockt. Am Ende ziehen Bauern und Wirt mit Geschenken zum neugeborenen Jesuskind, das mittlerweile in einem Stall auf die Welt kam. Die Wirtin sieht ihre Fehler aber erst ein, als der Evangelist Lukas (Sabine Heimerl) ihr die Leviten liest. Und entgeht somit zumindest vorläufig dem Teufel (Markus Friesenegger), der schon lange auf ihre Seele lauert…

Wichtige Personen hinter der Bühne sind Reinhard Rolle, Marco Zimmert und Lothar Zull (Ton/Licht/Einspielungen), Susanne Engel (Maske), Kersten Thieler-Küchle (Bühnenbild), Norbert Leudemann und Lothar Zull (Plakat).

Bei uns im Internet

Weitere Bilder unter

schwabmuenchner-allgemeine.de

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%20Tag_9_-25.tif
Kreis Augsburg

Plus Gold! Kranfahrer aus Langerringen gewinnt TV-Show

ad__web-mobil-starterpaket-099@940x235.jpg

Webseite und App freischalten!

Die schnellsten Lokalnachrichten - live,aktuell und multimedial.
Alle Online-Inhalte auf allen Endgeräten zu jeder Zeit, mtl. kündbar.
Damit sind Sie daheim und im Büro immer auf dem Laufenden.

Zum Web & Mobil Starterpaket