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Kleinaitingen

10.01.2020

Das Öl fließt jetzt in einen anderen Topf

Auf dem Lechfeld wird auch weiterhin Öl gefördert.
Foto: Pitt Schurian

Wintershall Dea trennt sich vom Ölförderbetrieb auf dem Lechfeld. Das hat einen besonderen Grund.

Seit 1979 gehört der Landkreis Augsburg zu den Erdöl fördernden Regionen. Weltwirtschaftlich betrachtet spielt die geförderte Menge freilich keine Rolle. Doch unbedeutend ist es auch nicht, was zwischen Bobingen und Schwabmünchen, zwischen Lech und Wertach gut einen Kilometer tief in einer Sandsteinschicht steckt. Die Konzession für den mit Abstand größten Ölförderbetrieb im Alpenvorland hatte bislang Wintershall Dea. Das Unternehmen trennt sich jetzt von seinen Standorten in Süddeutschland. Es will weiter wachsen und sich deshalb auf das Kerngeschäft in Norddeutschland konzentrieren.

Die Öl-Förderkonzessionen in Süddeutschland – darunter sind auch die Anteile in Schwabmünchen (100 Prozent), Lauben/Bedernau (50) sowie Hebertshausen (100) – gehen an die RDG GmbH & Co. KG in Hannover. Über den Verkaufspreis herrscht Stillschweigen.

Was der Wechsel für die Mitarbeiter auf dem Lechfeld bedeutet, erklärt der Leiter von Wintershall Dea Deutschland, Dirk Warzecha: Es sei geplant, dass alle süddeutschen Mitarbeiter von Wintershall Dea nach Abschluss der Veräußerung zu RDG wechseln. Er ist überzeugt, dass das Unternehmen die langjährige erfolgreiche Tätigkeit von Wintershall Dea fortsetzen wird. Neben den Förderbetrieben in Bayern werden auch Anlagen und Konzessionen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen sowie alle dort beschäftigten Mitarbeiter Teil der RDG.

Das Unternehmen ging 2018 als eigenständiges Unternehmen aus der deutschen Tochtergesellschaft des Öl- und Gasunternehmens RAG Austria AG hervor und ist bereits als Betriebsführer in Konzessionsgebieten in Niedersachsen und Bayern aktiv. „Als wachsendes Unternehmen sind wir auf die Weiterentwicklung und Optimierung der Förderung bestehender Öl- und Gasfelder spezialisiert“, sagt Felix Lerch, der Geschäftsführer der RDG.

Nach eigenen Angaben ist an dem Unternehmen unter anderem der Fachinvestor Petroleum Equity mit Sitz in London beteiligt.

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