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Klosterlechfeld

11.09.2018

Das Turmkreuz steht wieder

Reinhold Geiger fixiert an der Klosterlechfelder Wallfahrtskirche das Kreuz mit der Sockelkugel.
Bild: Hieronymus Schneider

Die vier neu vergoldeten Kugeln strahlen von der Wallfahrtskirche in Klosterlechfeld aus über das Lechfeld. Welche Zeitdokumente darin zu finden sind.

Fast neun Monate nach der Sturmnacht am 14. Dezember 2017 hat die Klosterlechfelder Wallfahrtskirche ihr Turmkreuz wieder mit neuem Glanz zurückerhalten. Es ist das höchste der vier Kreuze über der Rotunde und überragt die gleichgestalteten Kreuze der Seitenkapellen und auf dem Dach des Langhauses.

Am Dienstag, pünktlich um 8 Uhr morgens, wurde Metallbaumeister Reinhold Geiger aus Hiltenfingen zusammen mit dem Kreuz und den beiden Hälften der vergoldeten Kugel mit einer Hebebühne der Firma Roggenmaier auf seinen 35 Meter hohen Arbeitsplatz emporgehoben. Das Wetter konnte für seine Arbeit in luftiger Höhe nicht besser sein. Die Sonne strahlte und es gab nur leichten Föhnwind.

Eine Hülse mit Zeitdokumenten

Unter den aufmerksamen Blicken des Pfarrers Thomas Demel, des Kirchenpflegers Matthias Kronast, Peter Schweiger von der Kirchenverwaltung sowie des Bürgermeisters Rudolf Schneider entfernte Geiger zunächst die im Dezember montierte Kupferabdeckung. Danach musste die untere Hälfte der vergoldeten Metallkugel fixiert werden. Darin wurde eine Hülse mit Zeitdokumenten eingelegt – nämlich einer Festschrift und Gedenkmünzen zum 200-jährigen Gemeindejubiläum sowie einer aktuellen Zeitung der Schwabmünchner Allgemeinen.

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Dann konnte Geiger ohne Probleme das Kreuz in das neu ausgefräste und verlängerte Gewinde drehen und die obere Hälfte der Kugel befestigen. Nun musste nur noch der Blitzableiter angebracht werden. Nachdem die Schutzhüllen entfernt wurden, strahlten die frisch vergoldete Sockelkugel und die drei kleineren an den Enden des Kreuzes in der Sonne. Nach etwa eineinhalbstündiger Arbeit durfte sich Pfarrer Demel noch selbst in schwindelnder Höhe davon überzeugen, dass das Kreuz wieder fest über seiner Kirche steht. „Es gab keine Probleme und ich hoffe, dass es nun lange Zeit da oben bleibt“, waren sich Pfarrer und Handwerker einig. Die Aktion vom Abbau über Sandstrahlen des Kreuzes, das Vergolden der Kugeln bis zum Wiederaufbau kostet der Kirchenverwaltung Maria Hilf etwa 7000 Euro. „Die Sturmversicherung zahlt den Schaden nicht, weil sie einen Montagefehler als Ursache ansieht“, erklärte Kirchenpfleger Matthias Kronast.

Lesen Sie hier den Artikel über das umgeknickte Kreuz: Kreuz knickt um

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