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Felsenstein-Haus

20.05.2015

Das Ziel: Selbstbestimmung

Stefan Kiefer (rechts), Dritter Bürgermeister und Sozialreferent von Augsburg, mit FFH-Vorstand Gregor Beck.
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Stefan Kiefer (rechts), Dritter Bürgermeister und Sozialreferent von Augsburg, mit FFH-Vorstand Gregor Beck.

Ein Fachtag beleuchtet das vielfältige Thema in Vorträgen und praktischen Demonstrationen

Rund 230 Menschen mit Behinderung sowie Angehörige, Fachkräfte und Multiplikatoren kamen zum Fachtag „Mittendrin – Selbstbestimmung verwirklichen“ ins Fritz-Felsenstein-Haus. Das private Kompetenzzentrum bot damit zum dritten Mal eine Plattform für Information und Austausch über die Möglichkeiten der Teilhabe von Menschen mit Handicap. Das vielseitige Programm bot Eindrücke aus Forschung und Praxis. Aus Augsburg war der Dritter Bürgermeister und Sozialreferent Stefan Kiefer gekommen.

Die Professoren Georg Theunissen aus Göttingen und Wolfgang Praschak aus Hamburg griffen das Thema unter unterschiedlichen Aspekten auf. Theunissen plädierte für die Befähigung von Menschen mit Behinderung, ihre Belange möglichst selbst zu gestalten. Großen Anklang fand auch das Plädoyer von Prof. Praschak, die Freiheit von Menschen mit schweren Behinderungen ernst zu nehmen, auch wenn sich daraus Widersprüche ergeben. Einem Tabubruch gleich kam der Beitrag von Nina de Vries, die über die „Selbstbestimmung in der Sexualität“ und über die Möglichkeiten aktiver Sexualassistenz sprach.

Offener Marktplatz und Workshops

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Im Anschluss an die Fachvorträge hatten die Besucher die Möglichkeit, sich auf dem Offenen Marktplatz über ein vielseitiges Angebot zu informieren: Neben Lieferanten von Hilfsmitteln und Kommunikationsgeräten waren auch Selbsthilfegruppen, Beratungsstellen und Sportvereine vertreten. Am Nachmittag konnten Interessierte an einem vielfältigen Workshop-Angebot teilnehmen. Das Thema des Fachtags wurde dabei für unterschiedliche Lebensbereiche diskutiert: Selbstbestimmung in der Kommunikation, Empowerment bei Kindern und Jugendlichen oder Selbstbestimmung und persönliche Assistenz.

Ziel des Kompetenzzentrums ist es, Menschen mit Behinderung mehr Autonomie zu verschaffen. Im Alltag gelingt dies am besten durch Training, Anregung, Kommunikation sowie durch Begleitung, Assistenz und Technik. „Wenn sich Menschen mit Behinderung ihre selbst gewählte Freiheit erschließen können“, so FFH-Vorstand Gregor Beck, „dann ist das für uns die größte berufliche Erfüllung“. (AZ)

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