1. Startseite
  2. Lokales (Schwabmünchen)
  3. Das gibt es im Sommer in der Stadt zu erleben

Bobingen

16.08.2019

Das gibt es im Sommer in der Stadt zu erleben

Copy%20of%20Hochstra%c3%9fe%2010%20heute.tif
4 Bilder
Der Stadtplatz an der Hochstraße ist ein beliebter Treffpunkt in Bobingen. Hier spielen Kinder und Erwachsene kehren im Bistro ein.

Wer zuhause bleibt, kann in Bobingen einiges erleben. Auch entlang der Hochstraße kommt Ferienfeeling auf.

Nicht nur im Singoldpark, auch entlang der Hochstraße gibt es für die zuhause Gebliebenen zahlreiche Möglichkeiten, den Urlaub richtig zu genießen. Unzweifelhaft gehört es zum Urlaubsfeeling in der Stadt, unter Bäumen oder Sonnenschirmen im Freien zu sitzen – in einem Café etwa – und dem Treiben auf den Boulevards und Promenaden zu zuschauen: In Bobingen wäre das die Hochstraße. Und entlang der Hochstraße und ihrer Verlängerung – der Lindauer Straße – kann man in Bobingens Innenstadt genau das tun.

Wie beispielsweise am Stadtplatz: Auf der Bank unter der riesigen Esche sitzen Passanten, die ein Eis schlecken. Davor die aus dem gepflasterten Platz aufsteigenden Wasserfontänen, die auf Kinder eine besondere Anziehung ausüben. Mit Spaß und Hingabe planschen sie, hüpfen und spritzen, bis sie patschnass sind. Ein Vergnügen, dessen Ergebnis ihre erwachsenen Begleiter wohl aus vorher gegangenen Besuchen kennen, denn meist haben sie trockene Sacken zum Wechseln dabei. Das ist ein Schauspiel, von dem sich auch die Gäste des angrenzenden Café Kanapé gerne unterhalten lassen, wie die drei Besucherinnen, die sich einen erfrischenden Aperol Spritz gönnen: „Wir kommen regelmäßig hierher. Man trifft immer Bekannte, hat Unterhaltung und es ist schön, den Kindern zuzuschauen“, sagt eine von ihnen.

Entspanntes Flanieren und kurze Wege

Das Besondere an Bobingen – man kann im Zentrum dank der entschleunigenden Straßenführung und der großzügigen Bürgersteige – sehr entspannt flanieren. Und im Grunde ist alles fußläufig zu erreichen.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Natürlich gehört es im Urlaub dazu, die Küche der Urlaubsländer auszuprobieren. Und diesbezüglich bietet die Singoldstadt einiges an Auswahl. In nur wenigen Schritten ist man vom Singoldpark, der viele unterschiedliche Freizeitmöglichkeiten bietet, auf der Hauptstraße und hat die Qual der Wahl: An der Kreuzung Lindauer Straße/ Bahnhofstraße hat man in Nummer 2 die Wahl zwischen Asien und Bella Italia. Denn dort bietet das „Kanton“ im ersten Stock chinesische Küche an, während das „Ai Porteghi“ unter den Arkaden zu einem lukullischen Kurzurlaub ans Mittelmeer einlädt. Oder Lust auf Döner & Co? Damit kann das „Meydan“ am Stadtplatz dienen. Ebenfalls mediterran, aber doch etwas anders ist die griechische Küche, die in Bobingen mit zwei Restaurants vertreten ist – einmal das „Zum Niko“ beim Rathaus und zum anderen das Restaurant im „Lindenhof“. Wer sich bis dahin noch nicht entscheiden konnte, geht ein Stückchen weiter und hat am nördlichen Ende der Hochstraße Gelegenheit beim Hotel Schempp, im „Mai Mai“ auf vietnamesische Gerichte oder im La Piazza italienisches Flair zu genießen. Und den Tag im „Oscar“ mit einem Cocktail ausklingen lassen?

Bobinger Familienschätze werden im Rathaus gezeigt

Auch kulturell Interessierte gehen in Bobingen nicht leer aus. So ist im Rathaus (während der Geschäftszeiten) unter dem Titel „Familienschätze“ gerade eine Ausstellung zu sehen. Sie zeigt bis 23. September Bilder des Lehrers und Malers Josef Dilger, der von 1027 bis 1972 im Stadtteil Reinhartshausen wirkte.

Gegenüber ist die alte Mädchenschule ein wichtiger Treffpunkt – unter anderem für die Leser der Stadtbücherei sowie für Besucher des Schulmuseums und der weiteren Sammlungen des Heimatvereins der „Hochsträßler“. Diese sind allerdings nur an ausgewählten Wochenenden offen.

Zwei Schlösschen und eine historische Mühle liegen an beziehungsweise nahe der Hauptstraße. Einmal das Cosimosinische Schlösschen in der Lindauer Straße – das älteste profane Gebäude der Stadt – und das Fuggerschlösschen an der Römerstraße im Norden.

Drei Bobinger Kirchen bieten nicht nur Stille und Abkühlung, sondern darüber hinaus kunstgeschichtlich Interessantes. Bei Sankt Wolfgang und Wendelin im Norden etwa das berühmte Glasfenster von Josef Oberberger und an der Liebfrauenkirche am südlichen Ortseingang sind die außergewöhnlichen herzförmigen Fenster ein absoluter Hingucker. Außerdem gestattet das Deckengemälde einen eindrucksvollen Blick in den Rokoko-Himmel. Die Liebfrauenkirche und die Stadtpfarrkirche St. Felizitas sind täglich von 8 bis 18 Uhr zugänglich.

Lukullische Oase neben der Liebfrauenkirche

Vertraute, heimelig-bayerische Geräusche treffen auf das Ohr beim Verlassen der Liebfrauenkirche: das Klingen von Bierkrügen und Gläsern. Biergartengeräusche? Richtig, denn über der Straße gibt es hinter dem Gasthof Sonne eine kleine lukullische Oase, wo sich der Besucher an bürgerlicher Küche laben kann.

Entlang der Straße laden mehrere Cafés zum Verweilen im Freien ein: Kästele in der Lindauer Straße, Balletshofer direkt bei St. Felizitas, das Eiscafé Lazzaris, das Kanapé und Wolf. Und wer nach all dem Lust auf Lektüre hat, der wird bei Marco Di Santo fündig. Die Buchhandlung bietet Daheimgebliebenen weidlich Stoff für ausgedehnte imaginäre Reisen und Erlebnisse. Er hat eigens einen Tisch mit den neuesten Sommerhits fürs Kopfkino eingerichtet. „Was gerade sehr viel gekauft wird, ist die leichte Sommer-Liebesgeschichte „Hummeln im Herzen“ von Petra Hülsmann“, sagt er und fügt hinzu „Einige ihrer Bücher standen auf der Spiegel Bestseller-Liste.

Auf einer Bank vor dem ehemaligen Kirchbräu-Gebäude treffen wir ein Seniorenpaar, Radfahrer, die sich mit einem Eis erfrischen. „Wir kommen aus Inningen, sind an der Wertach entlang gefahren und machen hier Pause“, berichten sie.

Fahren sie dieses Jahr nicht in Urlaub? „Ja, aber erst im Winter. Im Sommer ist es hier doch auch sehr schön.“

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren