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08.07.2010

Das historische Friedberg erwartet 100 000 Besucher

Friedberg Gekleidet in historisches Bürgersgewand überraschte gestern der Vorstandschef Rolf Settelmeier Friedberger Mitarbeiter der Stadtsparkasse. "Ob sie mich wohl erkennen?", hatte er sich vorab gefragt. Nicht nur der Vorstandsvorsitzende, sondern auch Bürgermeister Peter Bergmair und die städtischen Organisatoren fielen gestern noch auf in ihrem vorzeitig angelegten Friedberger Gewand. Doch morgen schlüpfen zum Auftakt des Altstadtfestes "Friedberger Zeit" Tausende hinein.

8500 Kleidungsstücke

Dafür liegt bei der achten Auflage jede Menge in den Kleiderschränken bereit - nämlich 8 500 Gewänder. Damit verwandeln sich viele Friedberger in Bürgersleut, Handwerker, Bauern, Mägde, Musiker usw.. Die Aktiven stecken viel ehrenamtliches Engagement in das Fest. Schützenhilfe bekommt die Stadt durch die Firma Segmüller, die Stadtsparkasse Augsburg und die Lechwerke AG als Sponsoren.

Die Stadt erwartet an den kommenden zehn Festtagen "vorsichtig geschätzt" 100 000 Besucher. Die Zöllner gewähren an den Schranken zur Festzone Einlass, wenn man Tonsiegel mit dem Stadtwappen kauft.

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Die neuen Siegel - angefertigt in den Aichacher Ulrichswerkstätten - sind diesmal oval statt rund. Denn die möglichen Farbvarianten hat man bei den bisherigen Festen ausgereizt. Auch das Programm ist seit dem ersten Mal 1989 Fest für Fest alle drei Jahre noch umfangreicher geworden. Gedruckte Tagesprogramme - zusammen 1,3 Tonnen schwer - sollen den Besucher einen Überblick verschaffen. Für Bürgermeister Bergmair ist es jetzt höchste Zeit, dass es morgen losgeht - nach all der Vorarbeit, die geleistet worden ist. "Bist Du noch nicht fertig?", hatte Sparkassenchef Settelmeier schon seine ebenfalls historisch eingekleidete Frau Ingrid gefragt, nachdem sie über zehn Stunden an der Haube gearbeitet hatte. Insgesamt wurden im Vorfeld Stoffe mit einer Gesamtlänge von sieben Kilometern vernäht. Die Friedberger nehmen das Fest schließlich ernst. So ernst, dass der Bürgermeister drei Paare historisch trauen wird.

Auch die Vertreter der drei großen Sponsoren bekannten sich vorab zum Altstadtfest. Der Gesamtvertriebsleiter der Firma Segmüller, Reinhold Gütebier, sicherte schon für die Zukunft die Unterstützung durch das "Traditions- und Familienunternehmen" zu. Wenn eine Stadt etwas so Außergewöhnliches feiere, dann sehe sich die Stadtsparkasse nicht nur in der Pflicht, sondern sei mit Enthusiasmus dabei, so Vorstandsvorsitzender Settelmeier.

Einschränkungen für Anwohner

Der Banker erntete wegen seines historischen Gewandes fast schon neidische Blicke von Eckart Wruck, dem Marketingleiter der Lechwerke. Diese steuern passend zu ihrer Jugendförderung auch neue Kleidung für den Dirigenten der Jugendkapelle bei. "Ohne sie ginge es nicht", bedankte sich Bürgermeister Bergmair bei den Sponsoren.

Sein Dank für das Verständnis galt den Bewohnern der Altstadt, die derzeit mit vielen Einschränkungen leben müssen. Ab morgen herrscht halt zehn Tage lang Ausnahmezustand. Dann grüßen sich die Friedberger mit: "Habe die Ehre!"

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