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Bild: MG RTL D /Bernd-Michael Maurer
Bild: MG RTL D /Bernd-Michael Maurer

Die Königsbrunner Gründer (von links) Thomas Poddey, Philip McRae und Julian Bäßler bieten Möbelstücke mit Magnetverbindung an.

Höhle der Löwen
12.09.2018

Deal geplatzt: Thelen investiert doch nicht in Königsbrunner Firma

Von Anja Ringel

In der Show überzeugten sie ihn - danach ließ "Höhle der Löwen"-Juror Frank Thelen den Deal mit der Königsbrunner Firma Pazls platzen. Wie es jetzt weitergeht.

Möbel, die ohne Schrauben oder Nägel aufgebaut werden können: Mit dieser Geschäftsidee hat sich das Königsbrunner Unternehmen Pazls "Höhle der Löwen" 2018: Die Produkte und Kandidaten in Folge 2 Vox In der Gründershow präsentieren Firmen, die nach Investoren suchen, ihre Konzepte. Eine fünfköpfige Jury bewertet diese dann und investiert, wenn ihnen die Ideen gefallen.

Mit der Frage "Schraubst du noch oder pazelst du schon?" haben Thomas Poddey, Philip McRae und Julian Bäßler ihr Möbelkonzept Pazls vorgestellt. Die drei Schwaben lernten sich auf dem Königsbrunner Gymnasium kennen und halfen sich oft gegenseitig bei Umzügen. In der Sendung erklärten sie, dass sie dabei vom Auf- und Abbauen der Möbel genervt waren. "Irgendwann hatten wir keine Lust mehr auf stundenlanges Schrauben." Daraus sei dann die Idee für Pazls entstanden. 2015 gründeten sie ihre Firma, 2016 folgte der Umzug von Königsbrunn nach Berlin.

Akribische Vorbereitung auf die "Höhle der Löwen"-Sendung

Um die Möbel aufzubauen, wird kein Werkzeug benötigt: Wie junge Augsburger den Möbelbau revolutionieren wollen Augsburg sei der patentierte Möbelverbinder, erklärte Bäßler in der Sendung. Die Möbel lassen sich mittels Magneten miteinander verbinden. Kunden können ihr Möbelstück dabei im Onlineshop selbst gestalten und die Farben auswählen. Die Möbel können zudem im Nachhinein noch erweitert und einfach umgebaut werden. Um am Markt richtig durchstarten zu können, baten die Freunde um 400.000 Euro. Im Gegenzug boten sie 20 Prozent ihrer Firmenanteile an.

Die Jury bei Die Höhle der Löwen  

Das Fernsehpublikum sah eine souveräne Präsentation der drei Freunde. "Der Moment vor unserem Auftritt war schon sehr nervenaufreibend", verrät Thomas Poddey im Interview. Die Unternehmer bereiteten sich akribisch auf die Sendung vor: "Wir haben unseren Auftritt so oft geübt, bis er perfekt war", erklärt Poddey.

Der Perfektionismus zahlte sich aus: Mit ihrem Möbelkonzept konnten die drei Schwaben die Jury überzeugen. Jurorin Dagmar Wöhrl lobte vor allem die Verarbeitung. Sie bot dem Unternehmen genauso wie Frank Thelen einen Deal an: 400.000 Euro für 25 Prozent der Firmenanteile. Die drei Freunde entschieden sich für Thelen als Investor, weil sie davon überzeugt waren, dass er ihnen mit ihrem Onlinekonzept weiterhelfen kann.

Positives Feedback der "Höhle der Löwen"-Zuschauer

Nach der Sendung zog Thelen jedoch sein Angebot zurück. Gründer Poddey erzählt, dass Thelen das Konzept weiterhin sehr innovativ und hochwertig fand, weil es zwei Trends miteinander verbindet: Individualität und Flexibilität beim Möbelkauf. Dass der Deal geplatzt ist, lag laut Poddey an der Markt- und Wettbewerbssituation. Für Thelen gab es zu viele Mitbewerber. "Es war uns vor der Show bewusst, dass ein Deal hinterher doch nicht zustande kommen kann", sagt Poddey.

Er und seine zwei Mitgründer sind jedoch weiterhin von ihrer Idee überzeugt und wollen weitermachen. In Zukunft wollen sie auch ohne Thelens Hilfe ihre Umsätze steigern und Pazls als gefestigtes Unternehmen etablieren. Die Nachrichten der Zuschauer geben ihnen dabei Rückendeckung, sagt Poddey: "Wir haben viele Zuschriften und positives Feedback erhalten." Ihr Onlineshop sei in den Stunden nach der Sendung zudem extrem oft aufgerufen.

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