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Königsbrunn

14.01.2021

Demos gegen Corona-Maßnahmen in Königsbrunn gehen weiter

Seit Monaten finden jeden Mittwoch die Demonstrationen des Bürgerforums Schwaben in Königsbrunn statt.
Bild: Piet Bosse (Archivbild)

Plus Jeden Mittwoch demonstrieren auf dem Königsbrunner Marktplatz Menschen gegen die Corona-Maßnahmen. Die Demos sollen weiterhin stattfinden.

Das Bürgerforum Schwaben hat am Mittwochabend auf dem Königsbrunner Marktplatz wieder eine Demonstration veranstaltet. Diesmal ging es neben Corona auch um den Ausbau des 5G-Netzes und um Vitamin-D-Quellen im Alltag. Als der Name des Bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder fiel, buhten viele Teilnehmer laut. Der Platz war gut gefüllt. "Wir haben für die Demo 150 Personen angemeldet", sagte Organisatorin Michaela Königsberger. Die Angabe deckte sich mit der Zahl, die die anwesenden Polizeibeamten gezählt hatten, wie Polizeiinspektion Bobingen mitteilt. Das Landratsamt habe demnach vorab eine Versammlung von 200 Personen genehmigt. Welche Regeln gibt es für Versammlungen?

Königsbrunn: Nicht zu viele Menschen bei Corona-Demos

Auch wenn Königsberger sagte, dass immer mehr Menschen zu den Demonstrationen kämen, wurde die erlaubte Anzahl nicht überschritten. Auch an die Abstandsregelungen und die Ordneranzahl, hielten sich die Demonstranten. Die Ordner waren jeweils für einen Bereich von zehn Teilnehmern eingeteilt.

Die Demonstranten haben sich auch an die geltenden Regeln gehalten: "Zum ersten Mal haben wir keine Anzeigen geschrieben", sagt ein Polizist. Sonst passiere es auf jeder Demo, dass sich manche Besucher nicht an die Abstandsregeln halten und vor allem die Maskenpflicht missachten. "Manche haben Attests dabei, aber die sind meistens zu allgemein."

Königsbrunn: Demos sind triftiger Grund, das Haus zu verlassen

Die allwöchentlichen Versammlungen sollen auch in den kommenden Wochen stattfinden. "Wir machen weiter", sagt Königsberger. Rechtlich spricht nichts dagegen. Die aktuelle Variante der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung erlaubt auch weiterhin Demonstrationen. Sie gehören zu den triftigen Gründen, die Wohnung zu verlassen. Voraussetzung ist, dass die Abstandsregeln eingehalten werden und die "von der Versammlung ausgehenden Infektionsgefahren auch im Übrigen auf ein infektionsschutzrechtlich vertretbares Maß beschränkt bleiben", heißt es in der Verordnung. Das bedeutet, dass Veranstaltungen unter freiem Himmel nicht mehr als 200 Teilnehmer haben sollen und nur an einem festen Ort stattfinden. Zudem gilt für alle Teilnehmer eine Maskenpflicht.

Auch die aktuelle Überschreitung des Inzidenzwerts von 200 ändert daran grundsätzlich erst einmal nichts. Die Anreise von Demo-Teilnehmern aus dem Landkreis ist allerdings verboten, sofern diese mehr als 15 Kilometer von Königsbrunn entfernt wohnen. Ob auch die Einreise in den Landkreis verboten wird, sei noch nicht abschließend entschieden, teilte die Pressestelle des Landkreises auf Anfrage mit.

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15.01.2021

Was muß eigentlich noch passieren, damit manche Leute erkennen, dass jetzt nicht der Zeitpunkt ist für solche "Veranstaltungen".
Ignoranter und rücksichtsloser geht's ja wohl nicht mehr. Hauptsache Frau Königsdorfer hat wieder eine "Bühne".... mannomannomann.

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15.01.2021

Ich frage mich, ob die Teilnehmer dieser Treffen – als Demonstration möchte ich es nicht bezeichnen – noch wissen, wofür oder wogegen sie sein möchten? Trifft man sich nur noch zum gemeinsamen Buhen, weil ja jeder gegen irgend etwas oder für irgend etwas ist? Die im Moment wirklich notwendige Kontaktreduzierung sieht anders aus. Und wenn man tags darauf die Oma im Pflegeheim besucht und ihr das Virus mitbringt – ist das dann Schicksal?

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15.01.2021

Liebe Frau Reichenauer, Sie sprechen mir aus der Seele! Wenn nicht JEDER mal zurück steckt, ob ihm manche Auflagen und Gebote nun passen oder nicht, dann hat das Schlamassel noch ewig kein Ende.

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