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Bürgerversammlung

11.04.2019

Der Bürgermeister übt sich als Hochzeitswerber

Gemeindechef Robert Wippel meldet viele Fortschritte. Was ihm fehlt: öfter eine Heirat

Durchweg gute Nachrichten konnte Scherstettens Bürgermeister Robert Wippel rund 50 Teilnehmern der diesjährigen Bürgerversammlung präsentieren. Für den einzigen „Makel“ in seiner Bilanz übernahm Wippel die volle Verantwortung. „Ich wollte wieder mehr Hochzeiten, aber das ist mir nicht gelungen“, gibt er zu. Nur drei Eheschließungen gab es 2018 in seinem Wirkungsbereich zu vermelden. Während Scherstettens Bürgermeister Wippel also noch an seinen Fähigkeiten als Hochzeitswerber arbeitet, darf er sich getrost auf sein Finanzgeschick – und das des Gemeinderats – verlassen. Obwohl die Gemeinde in den vergangenen Jahren viel in die Infrastruktur investiert hat, ist die Verschuldung rückläufig und die Schuldensumme überschaubar. Im Vergleich zum Jahr 2009 (588000 Euro) beträgt die Schuldenlast zehn Jahre später weniger als die Hälfte. Mit einer Pro-Kopf-Verschuldung von 185 Euro weist Scherstetten den zweitniedrigsten Wert aller VG-Gemeinden auf. Beim Thema VG hob Wippel vor allem den gemeinsamen Bauhof der Verwaltungsgemeinschaft hervor. Die Zusammenlegung der gemeindlichen Bauhöfe hat sich in den Augen des Bürgermeisters mehr als nur gelohnt. „Wir bekommen für das gleiche Geld ein deutlich besseres Gesamtpaket“, stellt Wippel klar. So steht den Gemeinden statt meist nur eines Mitarbeiters nun ein Neun-Mann-Team zur Verfügung, was sich vor allem bei größeren Arbeiten positiv auswirke.

Viel Arbeit hat die Planung zur Kindergartenerweiterung gemacht. Durch den Umbau im Gebäude, bei dem auch das Bürgermeisterbüro in den ersten Stock verlegt wurde, stehen nun 35 Betreuungsplätze zur Verfügung. Nun soll es mit dem Anbau an der Ostseite weitergehen. Eine halbe Million Euro werden Umbau und Erweiterung am Ende kosten.

Positives konnte Wippel auch in Sachen Baugrund mitteilen. Die Gewerbeflächen im Süden Scherstettens sind alle verkauft, wie auch die Bauplätze am Birstling. Dort soll nun gleich ein weiteres Baugebiet entstehen. In Konradshofen gibt es derzeit noch einen freien Bauplatz. Auch in Konradshofen soll ein neues Baugebiet kommen.

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Wippel lobte zudem die Vereine, die ein wesentlicher Faktor für das Gemeindeleben sind. Dabei verwies er auch auf die Vielzahl an Festen und anderen Aktivitäten, die ohne die Vereine nicht stattfinden würden. Ein Sonderlob gab es hierbei für die Feuerwehr und den Musikverein in Konradshofen, die in Eigenleistung die ehemalige Schule in ihrem Dorf sanieren. „Was da an Arbeit geleistet wurde, ist schon etwas Besonderes“, so Wippel.

Kein Wunder, dass sich die Klagen der Bürger in Grenzen hielten. Neben dem Dauerthema Friedhof kam auch die Nachfrage auf, was mit dem freien Gelände nördlich von Kirche und Friedhof geschehen soll. Scheinbar hat der Gemeinderat hier die Idee eines Dorfplatzes zum Teil verworfen. „Hier wäre durchaus eine kleine Wohnanlage, eventuell im sozialen Wohnungsbau, denkbar“, erklärte der Bürgermeister. (krup)

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