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Klosterlechfeld

17.01.2019

Der Bürgersaal muss noch warten

Neben dem Sportheim in Klosterlechfeld soll der Bürgersaal entstehen – doch das wird noch einige Jahre dauern.
Bild: Hieronymus Schneider

Millionenschwerer Haushaltsentwurf in Klosterlechfeld. Es geht um den neuen Kindergarten, die Sanierung des Bahnhofs aber auch um die geplante Parkouranlage.

Der Entwurf für den diesjährigen Klosterlechfelder Haushalt steht. Und er wartet mit einer Überraschung auf. Aufgrund der hohen Investitionen für die Bauprojekte wurde der Bau der geplanten Bürgerhalle vom Haupt- und Finanzausschuss hintangestellt. Er soll erst in zwei oder drei Jahren angegangen werden, wenn belastbare Zahlen über die Abwicklung der im Haushalt 2019 eingesetzten Projekte vorliegen.

Mögliche zukünftige Einnahmen könnten sich durch die Erschließung eines Gewerbegebietes an der Südlagerstraße ergeben. Für die gemeinsame Entwicklung der Lechfeld-Gemeinden (GEL) denkt Bürgermeister Rudolf Schneider an die Anschaffung einer Drehleiter für die Feuerwehren und an die Gründung eines Verkehrszweckverbandes zur Umsetzung des erarbeiteten Verkehrskonzepts.

Vermögenshaushalt in Klosterlechfeld beträgt mehr als sechs Millionen Euro

Der Haushaltsentwurf 2019 sieht im Verwaltungsteil laufende Einnahmen und Ausgaben in Höhe von mehr als 4,77 Millionen Euro und im Investitionsteil, sprich dem Vermögenshaushalt, mehr als 6,13 Millionen Euro vor. Die Gesamtsumme im Verwaltungshaushalt erhöht sich um 258200 Euro und damit um fast sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Bei der Gewerbesteuer und dem Gemeindeanteil an der Einkommensteuer ist mit einer Steigerung zu rechnen. Außerdem wurde der vom Staat geleistete Förderbeitrag zur Kinderbetreuung um 40000 Euro höher angesetzt, aber der gleiche Betrag als Anstieg auf der Ausgabenseite berücksichtigt. Aufgrund der höheren Umlagekraft der Gemeinde ist eine Erhöhung bei der Kreisumlage zu verzeichnen. Hier wurde ein Betrag von 1,39 Millionen Euro eingeplant; dies entspricht einer Steigerung von 100000 Euro gegenüber dem Vorjahr.

8000 Euro für neue Spielgeräte am Spielplatz

Beim Feuerwehrhaus wurde für die geplante Außentreppe als zweiten Rettungsweg ein Betrag von 10000 Euro geschätzt. Für die Zuweisung an den Mittelschulverband ist ein Mehrbetrag von rund 26000 Euro veranschlagt, da seit dem 1. September 2018 die Mittagsbetreuung durch eigenes Personal erfolgt. Im Schuljahr 2018/2019 besuchen 42 Kinder aus Klosterlechfeld die Mittelschule in Untermeitingen. Für den Spielplatz an der Bahnhofstraße wurde die Anschaffung eines neuen Spielgerätes für 8000 Euro eingeplant und für den Straßenunterhalt 182000 Euro bereitgestellt. Dieser Betrag beinhaltet den Restbetrag aus Reparaturaufträgen von 2018, aus Aufträgen von 2019 sowie die Querungshilfe am Rathaus mit der Anschaffung von zwei Geschwindigkeitsmessgeräten. Aus dem Verwaltungshaushalt werden 555700 Euro an den Vermögenshaushalt zugeführt.

Kindergarten und sozialer Wohnungsbau sind die größten Posten

Im Vermögenshaushalt sind vor allem die geplanten Hochbaumaßnahmen berücksichtigt. Dies sind die Sanierung der Grundschule (400000 Euro), der Neubau des Kindergartens (zwei Millionen Euro), der soziale Wohnungsbau (1,1 Millionen Euro) und die Sanierung des Bahnhofs (900000 Euro).

Die Kosten für die Parkouranlage am Sportplatz wurden auf Intervention von Reinhard Hiller und Werner Karge (beide CSU) auf 120000 Euro und die umgebende Grünfläche mit Wegen auf 30000 Euro beschränkt. Für verschiedene Grunderwerbe wurde ein Betrag von 710000 Euro bereitgestellt und für den sozialen Wohnungsbau am Bahnhof eine Kreditaufnahme von etwas mehr als zwei Millionen Euro veranschlagt.

Um einen Haushaltsausgleich zu erreichen, ist eine Rücklagenentnahme in Höhe von 973300 Euro notwendig. Der Haushaltsplan wird nun dem Gemeinderat zum Beschluss der Satzung empfohlen.

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