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Graben

26.02.2018

Der Bus nach Bobingen ist nicht gewünscht

Nachdem der Rufbus nach Bobingen kein Erfolgsmodell war, sucht Graben eine Alternative, um das Gewerbegebiet an den öffentlichen Nahverkehr anzuschließen. Die verwaiste Bushaltestelle im Gewerbegebiet könnte schon bald zum Leben erweckt werden.
Bild: Uwe Bolten

Verkehrsflüsse und der öffentliche Nahverkehr beschäftigen die Gemeinderäte in Graben. Warum Pendler im Gewerbegebiet auf eine Busanbindung hoffen können.

Als Folge der interkommunalen Sitzung Anfang Februar beschäftigte sich der Gemeinderat auf einer Klausurtagung mit der Weiterführung des Rufbus-Projektes. „Der Rat kam zum Ergebnis, dass der Rufbus zu wenig genutzt wird, um das Projekt weiter in der bisherigen Form finanziell zu unterstützen“, gab Bürgermeister Andreas Scharf das Ergebnis der Tagung wieder. Favorisiert werde die Einbettung in eine feste Linie, allerdings nur unter der Voraussetzung, dass diese Linie nicht, wie die Linie 712, die Verbindung Richtung Bobingen stärke, sondern die Verbindung nach Schwabmünchen verbessere.

Dieses Ergebnis werde mit Vertretern der anderen beteiligten Kommunen Anfang März beim AVV erneut beraten, führte er aus. „Wir brauchen keinen Bus zum Bahnhof nach Bobingen, wir haben selber einen. Der Einkauf und der Arztbesuch in Schwabmünchen ist wichtiger“, stellt er knapp fest.

Treffsichere Prognosen über Verkehrsflüsse

Die Gestaltung des Kirchbergs und der Fuggerstraße könnten unter anderem Fragestellungen der Kommune zum Verkehrskonzept Lechfeld sein, das vom Büro Schlothauer & Wauer aus München auf der interkommunalen Sitzung vorgestellt wurde (wir berichteten). „Das Konzept bietet die Möglichkeit, aufgrund des aufwendig ermittelten Zahlenmaterials treffsichere Prognosen über Verkehrsflüsse zu machen, wenn in die bestehenden Verkehrsführungen eingegriffen wird“, lobt Scharf das Konzept.

Nun liege es an den Gemeinden, entsprechende Fragestellungen an das Büro zu konkretisieren. „Wichtig ist dabei, die anderen Gemeinden des Lechfeldes zu betrachten, da alle irgendwie in Wechselbeziehungen stehen“, ergänzte er zu der Aufgabe, die er den Gemeinderäten gab, um sie in einer der weiteren Sitzungen zu erörtern.

Weiterer Gesprächsbedarf bestehe zur Absicht der Bayerischen Regiobahn Augsburg, am Haltepunkt Lagerlechfeld und Gewerbepark einen zusätzlichen Fahrkartenautomaten betreiben zu wollen. Das Unternehmen werde ab Dezember 2018 die Strecke Augsburg – Landsberg bedienen und habe ein entsprechendes Ansinnen der Verwaltung mitgeteilt, trug Scharf vor. „Grundsätzlich begrüße ich jede Maßnahme, die einen Bahnhalt attraktiver macht“, bezog er Stellung. Es stelle sich nur die Frage, ob es Sinn mache und welcher Aufwand zu betreiben sei.

Querung der Gleisanlage kann vermieden werden

Auch Einschränkungen während der Bauphase seien aufgrund der bisherigen Erfahrungen zu betrachten, fügte er hinzu. Stephan Krohns vom Bündnis Lechfeld begrüßte den Plan, da je nach Standort eine Querung der Gleisanlage vermieden würde. Die Ratsmitglieder waren der Meinung, bei einem Ortstermin den Plan mit dem Betreiber weiter zu erörtern.

Im Zusammenhang mit weiteren Anpassungen der Straßengestaltung muss auch entschieden werden, was mit den Bushaltestellen geschehen soll. Aufgrund einer Forderung des AVV im Förderantrag für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) Amazon habe die Gemeinde Graben zwei Haltestellen in der Junkersstraße errichten müssen, die vom AVV bis heute nicht in den Fahrplan aufgenommen wurden, erläuterte der Bürgermeister die Situation. „Immerhin sind dort knapp 3000 Menschen beschäftigt, der Bedarf für den ÖPNV ist augenscheinlich da“, sagte er. In einer Befragung der Unternehmen werde nun durch den AVV der genaue Bedarf ermittelt. Der Verkehrsverbund hielte jedoch eine Haltestelle im Gewerbegebiet für ausreichend, berichtete Scharf.

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