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Eishockey

20.07.2020

Der EHC Königsbrunn muss sparen - auch bei den Spielern

Das neue Königsbrunner Führungstrio: (von links) Stefan Christ, Sven Sorkale und Tim Bertele.
Bild: Christian Kruppe

Plus Führungswechsel beim Königsbrunner Bayernligisten. Nicht nur wegen Corona wird der Kader umgekrempelt.

Mit der sechsten Jahreshauptversammlung des EHC Königsbrunn ist eine Ära zu Ende gegangen. Nach Jahrzehnten an vorderster Front im Königsbrunner Eishockey ist Willi Bertele in den „Funktionärs-Ruhestand“ gewechselt.

Ein Umstand, den kaum einer so richtig glauben möchte, denn Willi Bertele ist so eng mit dem Kufensport in der Brunnenstadt verbunden wie kein anderer. Ganz wird der „ewige Willi“ wohl sowieso nicht weg sein, was auch der Titel „Präsident“ verrät, den die Mitglieder ihm einstimmig verliehen.

Der Name Bertele bleibt beim EHC Königsbrunn erhalten

Sicher ist auch eines: Der Name Bertele bleibt dem Königsbrunner Eishockey erhalten, denn auch der neue Vereinsvorsitzende ist ein Bertele. Nach einigen Jahren der „Ausbildung“ steht nun Tim Bertele an der Spitze des EHC. Und der hat in den vergangenen Wochen noch intensiver als bisher erlebt, was es heißt, einen Eishockey-Bayernliga-Verein zu führen. Denn die Vorbereitungen auf die kommende Spielzeit laufen auf Hochtouren. Und in dieser Saison soll der Spagat zwischen sportlichem Erfolg und Reduzierung der Kosten gelingen.

Corona: Sponsoren zu finden ist aktuell schwierig

Schon dem Einschlag der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Schwierigkeiten bei der Sponsorensuche haben sich die EHC-Verantwortlichen entschlossen, die Kosten der Mannschaft deutlich zu senken. „Das Preis-Leistungs-Verhältnis hat bei einigen einfach nicht gestimmt“, erklärt Tim Bertele die Abgänge einiger großer Namen. Das Team wird komplett neu ausgerichtet und deutlich verjüngt. Mit jungen, hungrigen Spieler aus der Region wollen die Königsbrunner in der Bayernliga Erfolge feiern. Und dabei Kosten sparen, wie Bertele erklärt.

Denn eines ist nun auch klar: Die Einnahmen auf der Sponsorenseite sinken von 100000 auf 80000 Euro. Daher müssen die Kosten runter. „Ein Spielbetrieb, der 200000 Euro kostet, geht nicht mehr“, so Tim Bertele. Die vergangene Spielzeit schloss der EHC mit einem Minus von 5000 Euro ab. Laut Steuerberater Peter Schmalz „ist dies bei einem solchen Umsatz wie eine rote Null zu betrachten“. Da der EHC aber in der Vergangenheit einiges auf die Seite gebracht hat, ist das Minus zudem zu verschmerzen. „Einen wichtigen Beitrag zum Etat leisten unsere ehrenamtlichen Helfer. Ohne die und die Erlöse aus dem Verkauf im Stadion oder auf dem Nikolausmarkt könnten wir das nicht leisten“, bedankte sich Tim Bertele bei denen, die oft nur im Hintergrund wirken. Was aber auch ein weiteres Problem aufzeigt. Denn ob Veranstaltungen wie zum Beispiel ein Weihnachtsmarkt stattfinden, ist äußerst fraglich.

Die Zusammenarbeit mit den anderen Vereinen ist wichtig

Da ist es im sportlichen Bereich wichtig, dass der EHC wichtige Kooperationen geschlossen hat. Unabdingbar für die Bayernliga ist die Zusammenarbeit mit dem EV Königsbrunn in Sachen Nachwuchs. Beide Vereine werden auch wieder mit einer Spielgemeinschaft in der Senioren-Bezirksliga an den Start gehen. Eine weitere Kooperation ist der EHC mit dem AEV eingegangen. Dadurch können junge Spieler aus dem DNL-Team der Augsburger in Königsbrunn auflaufen.

Auch finanziell versucht der EHC Lücken auf eine besondere Art und Weise zu schließen: Um weitere Eiszeiten fürs Training zu bekommen, haben die Brunnenstädter eine Crowdfounding-Kampagne ins Leben gerufen. 6000 Euro sollen so zusammenkommen.

Wer teilnimmt, wird mit einem Geschenk belohnt. Da reicht das Portfolio vom EHC-Puck für fünf Euro über einen Platz auf dem Teamfoto (100 Euro) bis zu einem Spieltag ganz nah an der Mannschaft für 250 Euro.

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