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Königsbrunn

25.06.2020

Der Gautschplatz ist bereit für das Autokino

In Gersthofen hatte das Autokino bereits Premiere. Ab 25. Juni kann man auch in Königsbrunn Filme aus dem Auto heraus anschauen.
Bild: Marcus Merk

Plus Ab Donnerstag werden auf dem Königsbrunner Festplatz elf Tage lang Filme gezeigt. Wie der Aufbau läuft und warum der finanzielle Aufwand für das Autokino hoch ist.

240 kleine quadratische Punkte hat Christian Kunert auf den Boden des Gautschplatzes in Königsbrunn gemalt. Es sind die Markierungen für die Parkplätze. 120 Autos werden hier stehen, wenn auf der Leinwand von Donnerstag an bis zum 5. Juli das Autokino läuft. Elf Tage lang können Besucher jeden Tag ab 21.15 Uhr einen anderen Film schauen. Die Stadt Königsbrunn hat die Veranstaltung gemeinsam mit der Kinogruppe Cineplex organisiert. Cineplex hat auch einen Standort in Königsbrunn.

Die Vorbereitungen dafür laufen auf Hochtouren. Christian Kunert vom Königsbrunner Betriebshof hat die Abstände der Autos genau abgemessen, anderthalb Meter Abstand brauchen die Parkplätze zueinander. Das Parksystem der Autos ist genau geplant, und auch sonst wird viel Aufwand betrieben, um das Autokino auf dem Gautschplatz zu organisieren. Danny Felmeden ist der technische Leiter bei Cineplex. Er baut gemeinsam mit einem Team die Leinwand auf. Sie besteht aus der Projektionsfläche und aus einem aufblasbaren Rahmen. „Wir fädeln die Leinwand erst in die Ösen im Rahmen ein, danach wird der Rahmen aufgeblasen.“

Die Leinwand besteht aus der Projektionsfläche und aus einem aufblasbaren Rahmen. Zuerst wird die Leinwand in die Ösen im Rahmen eingefädelt, danach wird der Rahmen aufgeblasen.
Bild: Piet Bosse

Gautschplatz Königsbrunn: So läuft der Aufbau für das Autokino

Die Konstruktion ist insgesamt ungefähr zwölf Meter hoch und 18 Meter breit, die Leinwand ist acht Meter hoch und 16 Meter breit. Die Projektionsfläche beginnt erst in drei Metern Höhe: „Wenn Autos vor dir stehen, sollst du ja nicht das Dach des Vordermannes im Bild haben“, erklärt Felmeden. Das Bild kommt von einem großen Projektor, der aus einem der Cineplex-Kinos stammt. „Der hat eine Lichtleistung von 6000 Watt.“ Der Projektor steht ungefähr 65 Meter von der Leinwand entfernt in einer Marktbude der Stadt Königsbrunn. Christian Kunert hat sie auf Holzpaletten gestellt, damit der Projektor auf der richtigen Höhe steht.

Nein, das wird keine Hüpfburg. Dieser 18 Meter breite und zwölf Meter hohe aufblasbare Rahmen ist Teil der Leinwand für das Autokino auf dem Gautschplatz in Königsbrunn, das am Donnerstag startet.
Bild: Piet Bosse

Für die Besucher gibt es klare Regeln: „Wenn man aussteigt, um auf Toilette zu gehen oder um sich einen Snack zu holen, herrscht Maskenpflicht“, sagt Rebecca Ribarek. Die Leiterin des Königsbrunner Kulturbüros hofft, dass die Besucher in ihren Autos bleiben und sich vor der Vorstellung Essen bestellen. „Dann kann man das einfach per Drive-in reingeben.“ Das Scannen der Kinotickets funktioniert kontaktlos. „Wer möchte, schafft es, hier reinzufahren ohne Kontakt zu Menschen außerhalb seines Hausstandes zu haben“, sagt Ribarek. Sind mehr als zwei Hausstände in einem Auto, müssen alle Insassen eine Maske tragen, die Fenster dürfen ein Stück weit geöffnet werden. „Die Infos werden auf Flyer gedruckt und auch auf der Leinwand eingeblendet“, sagt Ribarek.

Hoher finanzieller Aufwand für das Kino auf dem Festplatz

Damit die Regeln eingehalten werden, kontrollieren sechs Ordner und vier Mitarbeiter auf dem Gautschplatz, sie weisen die Autos auch auf die Parkplätze. „Es ist nicht so, dass derjenige, der vorne steht, zuerst kommt. Wir schauen, dass die kleinen Autos vorne stehen und die größeren hinten.“ Beim Eingang, bei den Toiletten und beim Snackstand werden Desinfektionsmittelspender aufgestellt. „Überall da, wo sich die Leute treffen könnten, stehen Spender“, sagt Rebecca Ribarek.

Der Projektor steht ungefähr 65 Meter von der Leinwand entfernt in einer Marktbude der Stadt Königsbrunn. Sie ist auf Holzpaletten gestellt, damit der Projektor auf der richtigen Höhe steht.
Bild: Piet Bosse

Der finanzielle Aufwand war höher als angenommen. Die Nutzung des Gautschplatzes ist mit bestimmten Auflagen verbunden, weil die Anwohner sehr dicht wohnen. „Wir brauchen mehr Ordner, als wir gedacht haben. Auf einem Parkplatz in der Industrielandschaft wäre es einfacher gewesen.“ Ribarek sagt, größere Flächen seien nicht verfügbar gewesen. Vor Ort auf dem Gautschplatz kann man keine Tickets mehr kaufen. Das geht nur im Internet. „Es muss kontaktlos gehen. Wer kommen möchte, muss vorher Karten kaufen“, sagt Ribarek. Tickets sind auf www.cineplex.de erhältlich. Auch für die Premiere gibt es noch Karten, wenn „Bad Boys for Life“ am Donnerstag über die Leinwand läuft. Ein Ticket kostet zehn Euro, pro Auto müssen mindestens zwei Karten gebucht werden.

Programm: Diese Filme laufen im Königsbrunner Autokino

  • Donnerstag, 25. Juni Bad Boys for Life
  • Freitag, 26. Juni Nightlife
  • Samstag, 27. Juni Oneward - Keine halben Sachen
  • Sonntag, 28. Juni Das perfekte Geheimnis
  • Montag, 29. Juni Joker
  • Dienstag, 30. Juni A Star is Born
  • Mittwoch, 1. Juli Knives Out - Mord ist Familiensache
  • Donnerstag, 2. Juli Leberkäsjunkie
  • Freitag, 3. Juli Besser Welt als nie
  • Samstag, 4. Juli Die Känguru Chroniken
  • Sonntag, 5. Juli Jumanji - The Next Level

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