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Königsbrunn

22.01.2018

Der Groove springt schnell aufs Publikum über

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3 Bilder
Mit genialem Sound begeisterten die vier Musiker der Simon & Garfunkel Revival Band die Konzertbesucher im nahezu ausverkauften Gemeindezentrum St. Johannes in Königsbrunn.
Bild: Sabine Hämmer

Die Simon & Garfunkel Revival Band spielt die Welthits des genialen Musikerduos detailgetreu nach. Die Königsbrunner Zuhörer tragen mit Textsicherheit ihren Teil zur Stimmung bei

Die Hits des legendären Duos Simon & Garfunkel sind populär wie einst in den 60er- und 70er-Jahren. Diese Tatsache bewies jetzt die große Fangemeinde, die auf Einladung des Vereins Klik (Kultur lebt in Königsbrunn) trotz heftigen Schneefalls zum nahezu ausverkauften Konzert der Erfurter Simon & Garfunkel Revivalband in den Gemeindesaal St. Johannes in Königsbrunn gekommen war.

„Die große Begeisterung des Publikums beim Konzert 2012 und die stete Nachfrage nach der Band wurde von uns zum Anlass genommen, die junge Erfurter Band erneut für einen Auftritt in der Brunnenstadt zu engagieren“, sagte Christl Ostruschka von Klik. Diese Entscheidung erwies sich mal wieder als Volltreffer. Die sympatischen Musiker begeisterten die Gäste sowohl mit ihrer freundlichen Art als auch den unnachahmlichen, brillanten Interpretationen der Welthits ihrer Vorbilder. Ihr Motto – „Feeling groovy“, sich also so richtig pudelwohl zu fühlen –, konnten die Besucher rasch verinnerlichen.

Schon bei den Anfangsakkorden wippt das Publikum mit

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Groß anzukündigen brauchten die beiden Hauptakteure, Michael Frank und Guido Reuter, ihre vorgetragenen Lieder eigentlich nicht. Bereits bei den Anfangsakkorden des ersten Songs, „Homeward Bound“, den die beiden Jungs pur, ohne musikalische Unterstützung durch die Begleitband vortrugen, wippten die Gäste begeistert mit: „Da die Originale, Paul Simon und Art Garfunkel mittlerweile über 70 Jahr alt sind und auch nicht mehr auf Tournee gehen, haben wir diesen Part gerne übernommen,“ sagte Bandgründer Michael Frank.

Bald schon wurde zu Ohrwürmern wie „Scarborough Fair“ und „El Condor Pasa“ mitgesummt, mitgesungen. Viele der Gäste meist mittleren Alters kannten die Texte noch immer recht gut auswendig. Schließlich waren die Lieder schon vor mittlerweile über 45 Jahren Kult und durften auf keiner Party fehlen. „Wir haben nicht damit gerechnet, dass hier in Königsbrunn alle schon so früh ausflippen, jetzt müssen wir die Stimmung etwas herunterfahren“, sagte Michael Frank und warnte die Zuhörer auch stets vor einigen doch sehr emotionalen Texten.

Neue Mitglieder für KliK

Dazu gehörte nachfolgend auch „The Boxer“. Ein Song, der von einem unterdrückten Jungen erzählt, der lernen muss, sich im Leben durchzusetzen. „Das müssen wir Männer doch auch stets“, witzelte Frank mit einem Augenzwinkern und erntete dazu Applaus – wohl hauptsächlich von den Geschlechtsgenossen. „Wenn man die Augen schließt, hört man nahezu keinen Unterschied zum Original“, waren sich die beiden Zuhörer Günter Sonnwald und seine Partnerin Beate Funk einig. Begeistert vom vielseitigen Programm, das Klik ihrer Meinung nach immer wieder bietet, beschlossen beide an diesem Abend spontan, dort Mitglieder zu werden.

Um Beziehungen und ideale Taktiken, diese geschickt auch wieder zu lösen ging es im Anschluss in dem Song „50 Ways to Leave Your Lover“ – meisterhaft interpretiert von Michael Frank und Guido Reuter im homogenen Zusammenspiel mit ihren Bandkollegen Sebastian Fritzlar (Gitarre, Trommel, Bass, Keyboard) und Mirko Sturm (Percussion).

„In den 80er-Jahren ging Paul Simon, jetzt im Alleingang, neue musikalische Wege. 1986 entstand daraus ein neues Album. Es setzte sich aus Folk und Popmusik, kombiniert mit afrikanischen Elementen zusammen“, sagte Michael Frank. 1990 folgte „The Rhythm of the Saints“, mit rhythmusbetonten brasilianischen Klängen. Fetzige Kostproben aus beiden Alben, dynamisch untermalt von schwungvollen Schlagzeug- und Keyboard-Soli präsentierten die vier Musiker in einem spannungsgeladenen Schlussteil den begeisterten Gästen. Ganz sanft läuteten sie dann, nach diesem prickelnden Musikfeuerwerk, das Finale ein. „The Sound of Silence“, „Bye Bye Love“ und „Bridge Over Troubled Water“ begleitete die Gäste nach tosendem Schlussapplaus hinaus ins Schneetreiben. Traurig zu sein über das Ende brauchte keiner, denn im Foyer gab es die Musik der Revival Band, kompakt verpackt als CD für das Nachfühlen zu Hause zu kaufen.

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