Naturmuseum

23.07.2014

Der Lech hinter Glas

Günther Groß (Zweiter von links) erläutert bei der Präsentation das Zimmer „Der Lech und seine Heiden“ im Naturmuseum Königsbrunn.
Bild: Hermann Schmid

In Königsbrunn kann man ein Stück rare, oft schon verschwundene Natur der Region wiederentdecken

Großer ehrenamtlicher Einsatz, Fördergelder von Freistaat und EU sowie Unterstützung durch zahlreiche Sponsoren haben in der Brunnenstadt ein beeindruckendes Werk ermöglicht: die Neugestaltung des Naturmuseums. Am Montagabend wurde der letzte Abschnitt, die Präsentation „Der Lech und seine Heiden“, die das ganze Erdgeschoss des kleinen Hauses in der Stadtmitte füllt, der Öffentlichkeit vorgestellt.

„Wir zeigen hier den Lech, wie er früher einmal war – und wie wir ihn uns wieder vorstellen können“, erläuterte Günther Groß. Als Vorsitzender des Freundeskreises Dr.-Heinz-Fischer-Sammlungen ist er die treibende Kraft hinter der Neugestaltung. Die Stadt Königsbrunn hat sein Engagement bereits mit dem Kulturpreis 2012 gewürdigt.

Auf rund 65 Quadratmetern sind eine Vielzahl von Themen angeschnitten: Die Heiden mit ihrer besonderen Tier- und Pflanzenwelt, die Wanderschäferei, die diese Natur über Jahrhunderte geprägt hat – und die aktuellen Beweidungsprojekte mit Wildpferden und Rotwild, mit denen die lichten Kiefernwälder erhalten werden sollen.

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Diorama bietet Blick ins Wasser und ans Ufer

Kernstück der Schau ist das über neun Meter lange Lech-Diorama. Es zeigt die Tierwelt unter Wasser und am Ufer, im bewegten Fluss ebenso wie in den ruhigen Seitenarmen. Präparierte Vögel und nachgearbeitete Fische, Pflanzen und Steine bringen die (nachgestellte) Natur bis auf wenige Zentimeter heran. Auch Vögel der lechnahen Wälder sind in einer Vitrine zu sehen. Fotos aus den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts zeigen, wie der Lech seitdem durch Menschenhand verändert wurde.

Die Präsentation sei – wie das ganze, seit 2009 neu gestaltete Naturmuseum – ein Lernort, der verschiedene Generationen zum gemeinsamen Entdecken ermuntern will, erläutert Groß. Besonders ist er aber ausgelegt auf Kinder und Jugendliche und bietet deshalb immer wieder Mitmach-Module zum spielerischen Lernen. "Seite 3

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