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Königsbrunn

27.01.2019

Der Reiz am Secondhand-Flohmarkt

Professionell aufgebaut – die Kleidung ist nach Kinder, Damen und Herren an Ständern vorsortiert. Auf der Bühne im Hintergrund wurden Kinder geschminkt.
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Professionell aufgebaut – die Kleidung ist nach Kinder, Damen und Herren an Ständern vorsortiert. Auf der Bühne im Hintergrund wurden Kinder geschminkt.
Bild: Claudia Deeney

In Königsbrunn können Besucher unter 2000 Kleidungsstücken auswählen. Warum der Andrang immer größer wird und für welche Kostüme sich die Kunden entscheiden.

„Grünes Krümelmonster umarmt Marienkäfer?“ Tatsächlich geschehen ist das am Samstag auf dem mobilen Faschingsmarkt im Gemeindesaal Zur Göttlichen Vorsehung. Dort richtete die katholische Pfarreiengemeinschaft zusammen mit der Initiative „Hand in Hand“ und der Aktion Hoffnung zum vierten Mal diesen besonderen Secondhandmarkt aus und jede Menge Menschen kamen und kauften fleißig ein.

Der Sohn als Krümelmonster, die Mutter als Marienkäfer

So auch Kerstin Imhof, die für sich selbst ein Marienkäferkostüm fand, und ihr dreijähriger Sohn Lukas, der als grünes Krümelmonster dieses Jahr im Fasching sein Unwesen treiben wird und fürs Foto spontan seine Mama umarmte. Aber nicht nur als kleines Monster, sondern auch als Pirat wird er unterwegs sein und auch selbst eine Faschingsparty veranstalten, wie seine ebenfalls mit anwesende Oma Käthe Simon gegenüber unserer Zeitung verriet: „Am Faschingsdienstag feiert Lukas seinen vierten Geburtstag.“ Mutter und Tochter sind sich einig, dass der Markt eine ganz wunderbare Sache ist und Kerstin Imhof sagt: „Hier findet man auch vieles, was sonst nirgendwo zu haben ist. Wenn ich etwas bei den bekannten Faschingskatalogen bestelle, laufen meist noch ein paar Leute mit dem gleichen Kostüm herum.“ Zu den gefundenen Einzelstücken wird Kerstin Imhof einfach etwas dazu improvisieren. Ihre Mutter hat das früher immer so gemacht und auch für die daheimgebliebene kleine Schwester von Lukas haben die beiden Frauen jede Menge schöne Sachen gefunden. „Ich glaube wir haben gleich für die nächsten paar Jahre Kostüme“, sagen Imhof und Simon und lachen.

So wie sie machen es die meisten Anwesenden. Bei den günstigen Preisen brauchen Mama oder Papa nicht überlegen, da nimmt man gleich zwei oder drei verschiedene Modelle mit. Auch Annette Schuhwerk hat für ihre zwei Töchter Mina (vier Jahre) und Ella (ein Jahr) schon einiges gefunden. Mina präsentiert gleich zwei schöne rosa Kleider für sich selbst. „Im Kindergarten ist das Motto Feen und Elfen“, erklärt die Mutter dazu. Ella sitzt derweil bequem im Buggy und Mina sucht weiter, vielleicht ist ja noch ein drittes Kostüm für sie zu finden. „Der Markt ist richtig klasse, er bietet eine riesige Auswahl und obwohl die Sachen aussehen, wie höchstens einmal getragen, ist alles sehr günstig“, lobt Schuhwerk.

Kostüme: 70er-Jahre-Look oder ein Clown

Für Männer gibt es auch Kostüme und so mancher Mann findet sich im Look der 70er-Jahre wieder oder als Clown. Uli Schneider hat eine interessante weiße Kombination gefunden mit weißer Perücke und sagt: „Je nach Partymotto betitele ich mein Outfit.“ Die Atmosphäre ist gelöst, bei rund 2000 Kleidungsstücken ist genug für alle da. Musik stimmt die Erwachsenen auf den Fasching ein und Kinder können sich auf der Bühne schon mal bunt schminken lassen

Damit vor allem die Erwachsenen und die Teenager ihre Wunschgarderoben anprobieren können, gibt es Umkleidekabinen und aufgehängte Spiegel. „Die Aktion Hoffnung denkt an alles, die Kleider kommen aufgehängt sowie sortiert und sind auch mit Preisen versehen, die Umkleidekabinen und Spiegel sind dabei, sogar die Registrierkasse mit Wechselgeld wird uns zur Verfügung gestellt“, freut sich Birgit Siegmund von „Hand in Hand“. In diesem Jahr gibt es zusätzlich gelbe Beutel, weil erfahrungsgemäß die Leute viel kaufen und dann nicht genug Tragetaschen mit sich führen. Der Faschingsmarkt hat sich mittlerweile offensichtlich herumgesprochen und zieht die Menschen magisch an. Teilweise gibt es lange Schlangen vor den Kabinen und auch vor der Kasse muss geduldig gewartet werden.

Da türmen sich nämlich ganze Berge von Klamotten, Perücken, Hüten, Taschen, sogar Schuhe sind dabei, um endgültig den Besitzer zu wechseln. Das Team von „Hand in Hand“ freut das sehr, denn mit dem Reinerlös unterstützen sie die Arbeit von Pfarrer Don Bosco in Tamil Nadu in Südindien.

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