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Filmdreh in Mittelneufnach

10.03.2013

Der "Xaver" und die alte Max

Vor 28 Jahren fuhr der Titelheld Xaver mit Benedikt Henkels NSU Max durch Mittelneufnach. Damals noch am Schutzblech: das alte SMÜ-Nummerschild.
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Vor 28 Jahren fuhr der Titelheld Xaver mit Benedikt Henkels NSU Max durch Mittelneufnach. Damals noch am Schutzblech: das alte SMÜ-Nummerschild.
Bild: Bastian Sünkel

Der Film „Xaver und sein außerirdischer Freund“: Vor 28 Jahren stellte Benedikt Henkel sein Gefährt dem Xaver-Filmteam zur Verfügung. Ihn besuchen Xaver-Freunde aus der ganzen Welt.

Damit hatte unsere Redaktion nicht gerechnet: Neulich berichteten wir über die SMÜ-Nummernschilder, die im Film „Xaver und sein außerirdischer Freund“ verwendet wurden, unter anderem an Xavers Motorrad. Prompt meldete sich Benedikt Henkel aus Mittelneufnach, der Besitzer der NSU Max aus dem Jahr 1955, die er vor 28 Jahren dem Filmteam um den Schwabmünchner Regisseur Werner Possardt für die Dreharbeiten zur Verfügung stellte. Seine Nachricht: Die Maschine funktioniert noch immer.

„Die Leute vom Film haben damals im Gasthaus Zott übernachtet und suchten nach einem Motorrad“, erzählt Henkel. Bis ein Mittelneufnacher auf ihn kam: „Der Henkel hat eine alte Max.“ So wurde sein Motorrad irgendwann Teil des Films und sogar das Kennzeichen „SMÜ-D 483“ wurde vom Besitzer übernommen, obwohl es schon seit Jahren nicht mehr gültig war, sich aber immer noch in seinem Besitz befand. Als der Film im Jahr 1985 gedreht wurde, zierte bereits ein „A“ das hintere Schutzblech, der Regisseur bestand aber auf das alte Nummernschild.

Eigentlich hat Anton Henkel, der Bruder des jetzigen Besitzers das Motorrad 1958 in Augsburg gekauft. Benedikt kaufte es ihm ein paar Jahre später ab. Seitdem fährt die 17-PS-starke Max mit Originalteilen.

Der "Xaver" und die alte Max

Von den Dreharbeiten blieb als Erinnerung lediglich eine Delle im Tank. Die war es mit Sicherheit wert: Noch heute bekommt das Ehepaar Henkel von Xaver-Freunden Besuch, die einmal auf dem Originalgefährt sitzen wollen, auf dem der Hauptdarsteller den außerirdischen Loisl begegnete und sogar zu dritt mit Bierfass durch die Landschaft in den Stauden düsten.

Anna und Benedikt Henkel begrüßten Filmliebhaber aus ganz Deutschland und sogar Gäste aus Neuseeland ließen sich mit der NSU ablichten. Auch zu den Xaver-Festen in Oberschönenfeld und in Mittelneufnach stellte Henkel seine Max aus und traf die Schauspieler von damals. Benedikt Henkel möchte sein altes Kennzeichen von damals natürlich unbedingt wiederhaben, sollte das SMÜ-Schild tatsächlich wieder eingeführt werden. Er hat bereits im Landratsamt angerufen, doch seine alte Nummernkombination lässt sich noch nicht reservieren.

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