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Firmenporträt

26.08.2020

Der etwas andere Generationswechsel

Bernhard Brecheisen ist neuer Leiter der Firma Scheule.
Bild: Karin Marz

Scheule aus Langenneufnach hat einen neuen Chef. Bernhard Brecheisen wurde vom Großonkel eingearbeitet

Beständigkeit und Tradition zeichnen viele regionale Handwerksbetriebe aus. Die Firmen sind in der Regel eigentümergeführt, die Mitarbeiter sind oft treu und auch der Kontakt zu Kunden besteht jahre- wenn nicht sogar jahrzehntelang. Einen erfolgreichen Generationenwechsel meisterte vor kurzem die Firma Scheule aus Langenneufnach. Bernhard Brecheisen übernahm im Juni den Betrieb von seinem kinderlosen Großonkel Karl Scheule. Mit den Gegebenheiten der Firma, die im Bereich Heizung, Lüftung, Sanitär und Spenglerei tätig ist, ist Brecheisen vertraut. „Früher habe ich bereits in den Ferien und auch während meines Studiums zum Gebäudetechniker hier gearbeitet. Seit fünf Jahren bin ich nun fest im Betrieb tätig“, berichtet Brecheisen. In dieser Zeit führte ihn sein Großonkel, der nun altersbedingt die Leitung aufgab, in alle Führungsarbeiten ein und involvierte ihn bereits mit in Entscheidungen. Die Übergabe bezeichnet der junge Unternehmer als harmonisch und reibungslos. Als Vorteil sieht Brecheisen, dass ihn die Mitarbeiter bereits kannten und ihn auch vom ersten Tag an akzeptierten. Steuerlich war es hingegen nicht ganz einfach, so Brecheisen, da er kein direkter Nachkomme von Scheule ist. Der bisherige Firmenchef arbeitet nach wie vor mit und kümmert sich hauptsächlich um den Bereich Spenglerei. 45 Jahre leitete er den Betrieb alleine. Während es in der traditionellen Spenglerei kaum Änderungen gibt und nur die Hilfsmittel automatischer werden, gebe es im Bereich Heizung und Sanitär fast jährlich technische Änderungen, erklärte Brecheisen. „Vor allem im Bereich Fördermittel für erneuerbare Energien tut sich sehr viel. Daher sollten Handwerksbetriebe laufend auf Schulungen, was sehr zeitaufwendig ist.“ Bundestagsabgeordneter Hansjörg Durz, der am Firmenbesuch teilnahm, wollte wissen, warum es für Besitzer von alten Häusern oft nicht einfach sei, einen Handwerker zur Sanierung mit Fördermittelabruf zu finden. Brecheisen erklärte: „Ich glaube, dass gerade kleinere Betriebe vor dem Papierkram zurückschrecken, da sie nicht das nötige Personal und die Zeit für Schulungen haben.“ Als Vorteil sieht Brecheisen, dass er in seinem Betrieb mit 20 Mitarbeitern über genügend Kapazitäten verfügt. Denn aufgrund der derzeitigen Fördermittel von bis zu 45 Prozent für den Austausch von alten Ölheizungen durch Biomasse oder Wärmepumpe gebe es derzeit eine große Nachfrage. Zu den Kunden des Betriebes zählen hauptsächlich Privatkunden.

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