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Lesung

02.04.2014

Die Autorin machte sich verdächtig

Romy Riedlinger-König (links) ließ sich ein Buch von Katrin Jacob signieren.
Bild: Petra Manz

Ulrichsbuchhandlung lädt Autorin Katrin Jacob ein, um ihren neuesten Charlotte-Schwab-Krimi vorzustellen

Einen Krimi mit sehr viel Lokalkolorit stellte kürzlich die Ulrichsbuchhandlung vor. Autorin Katrin Jacob präsentiert dort ihr aktuelles Buch “Ringlein, Ringlein“, ihren zweiten Augsburger Lokalkrimi. „Du musst wandern“ ergänzt der Leser, der das Kinderspiel mit dem wandernden Ring kennt.

Im Mittelpunkt stehen die Augsburger Lokaljournalistin Charlotte Schwab und ihre fünfzehnjährige Tochter Tara sowie eine Serie mysteriöser Überfälle auf Augsburger Juweliere und eine internationale Diebesbande. „Der heimliche Star der Geschichte aber ist der millionenschwere Krupp-Diamant, der zuletzt Elizabeth Taylor gehörte und für den nicht nur Frauen töten würden“, verriet Katrin Jacob den Zuhörern.

Die Chefin der Ulrichsbuchhandlung, Ingrid Ranke, hatte sie zur ersten Autorenlesung in den neuen Räumen gegenüber der Johanneskirche eingeladen und ermöglichte so den Krimifans einen Einblick in die spannende Geschichte – und in ihre Entstehung. Der Spaß, den ihr das Schreiben bereitet, spiegelte sich in den lebendigen Mutter-Tochter-Dialogen, deren Konfliktpotenzial auch Raum für Humor ließ.

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Das geistige Auge der gespannten Zuhörer folgte dann dem Juwelendieb auf seiner nächtlichen Flucht durch die Augsburger City: „… am eingebauten Standdenkmal von Hans Jakob Fugger vorbei, ließ er Karstadt links liegen und verschwand einige Meter weiter in dem kleinen Durchgang, der zum Annahof führte.“

Wirklichkeitsgetreu beschreiben und Lust auf Augsburg machen

Fuggerstraße, Parkhaus, Stadtmarkt, ehemaliges Anna-Gymnasiums, Kennedy-Platz: Katrin Jacob war bei der Recherche alle Wege der Protagonisten selbst abgelaufen oder abgefahren und hatte mit Buch und Stift vor den Juweliergeschäften Notizen gemacht – was ihr misstrauische Blicke des Aufsichtspersonals einbrachte.

Wirklichkeitsgetreu zu beschreiben und mit dem Text auch Lust auf eine Erkundung der Augsburger Innenstadt zu machen, das sei ihr Anspruch, verriet sie.

Ihre Geschichten sind bewusst „sehr unblutig“. Vielmehr sei sie „ein Riesenfan von Verschwörungstheorien“ und dem Spiel mit wirklichkeitsnahen Hypothesen. Sie verwies dabei auf ihren ersten Augsburg-Krimi „Versteckt und zugenäht“, der in der Modebranche spielt. Das Ausmaß elektronischer Überwachung, die sie dort beschreibt, sollten sich Monate später durch Edward Snowdens Enthüllungen bestätigen.

Nach der Lesung stellte sich die Autorin den Fragen der Zuhörer zu Recherche, Ideenfindungs- und Schreibprozess. Viele nutzten die Chance, eben gekaufte oder mitgebrachte Exemplare von der Autorin signieren zu lassen. Fans können sich auf weitere Augsburg-Krimis mit der journalistischen Spürnase Charlotte Schwab freuen. „Ich habe Ideen für insgesamt vier Geschichten“, verriet Katrin Jacob noch zum Abschied.

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