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03.07.2010

Die Deutsche Bahn behält den Bahnhof Kaufering

Die Deutsche Bahn will das Kauferinger Bahnhofsgebäude nun doch nicht an die Marktgemeinde verkaufen. Foto: Thorsten Jordan Skizze: Bauamt Kaufering
Bild: Thorsten Jordan Skizze: Bauamt Kaufering

Kaufering Einer der wichtigsten Pendlerbahnhöfe im Landkreis bleibt im Besitz der Deutschen Bahn. Wie Kauferings Bürgermeister Dr. Klaus Bühler dem Gemeinderat eröffnete, habe das Unternehmen einen Rückzieher beim geplanten Verkauf gemacht. Damit haben sich die Pläne der Marktgemeinde erledigt, das Bahnhofsgebäude zu kaufen.

Eigentlich wollte die Gemeinde hier eine Toilettenanlage bauen. Alles war bereits in die Wege geleitet. Dann zog die Bahn ihr Verkaufsangebot zurück.

Seit 2008 ist das stille Örtchen an der Bahnstation, an der tagtäglich Tausende Pendler vor allem Züge in Richtung München besteigen, geschlossen. Der Marktgemeinderat hatte rund 75 000 Euro in den Haushalt 2010 eingestellt, um am Bahnhof ein Toilettenhäuschen zu errichten. Mit der Entscheidung der Bahn, das Gebäude nicht zu verkaufen, steht die Marktgemeinde nun vor einer neuen Situation. "Solange keine Planung steht, wie es am Bahnhof weitergeht, sollten wir nicht vorpreschen", meinte der Bürgermeister.

Toilettenhäuschen wird nun am Sportzentrum gebaut

Die Deutsche Bahn behält den Bahnhof Kaufering

Stattdessen könne man die eingestellten Mittel für eine WC-Anlage am Sportzentrum verwenden. "Das war eigentlich für 2011 angesetzt. Jetzt können wir das vorziehen." Dass der Kauf des Bahnhofsgebäudes nicht zustande kommt, "bedauert" Bürgermeister Dr. Klaus Bühler. "Ich kenne bislang keine Gründe, warum die Bahn jetzt doch nicht verkaufen will. Wir haben eine Begründung erbeten", erläuterte er auf Nachfrage unserer Zeitung.

Geplant war ein Umbau und eine Anpassung der Funktionen. Seit Oktober 2008 gibt es am Bahnhof keinen Kiosk mehr - seit damals übrigens auch keine Toiletten.

Dass das Geld, das eigentlich für den Bahnhof vorgesehen war, nun für eine Toilette am Sportzentrum verwendet wird, war im Marktgemeinderat nicht unumstritten. Kritik kam aus Reihen der SPD. Thomas Salzberger meinte: "Wir haben keine 50 Meter weiter die Lechauhalle und da gibt es Toiletten." Vor allem der zusätzliche Unterhalt war ihm ein Dorn im Auge.

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