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Ultratour 2

23.08.2011

Die Einsamkeit hat ein Ende

Rottenegger und sein Team sind nach der Durchquerung der kasachischen Steppe am Ziel. Weiter geht es zu Fuß und mit Yaks

Tibet Die gute Nachricht vorweg: Der Bobinger Christian Rottenegger, Annette Kniffler und Michael Grünebach haben das vorgesehene Ende ihrer Fahrradtour auf der Ultratour 2, das sogenannte Fahrerlager am Shisha Pangma, erreicht. Die schlechte hinterher: Die Visa der Abenteurer sind abgelaufen und sie müssen jetzt nach Kathmandu, der Hauptstadt von Nepal, radeln.

„Wir sind verwirrt, wütend und total enttäuscht“, schreibt Annette Kniffler auf der Homepage der Ultratour 2. „Was wir in den vergangenen 22 Tagen in China erlebt haben, macht Angst...“ So viel Angst, dass die drei über die Ereignisse vor ihrer Rückkehr nicht berichten wollen. Nur so viel: „Die hiesige Polizei hat uns jede Möglichkeit genommen, die gesamte Strecke zwischen Tian-Shan und dem Kunlun-Gebirge mit den Rädern zu befahren.“

Trotzdem: Rottenegger, Kniffler und Grünebach geben nicht auf. In den vergangenen Tagen radelten sie bei schlechtem Wetter, Wolken und Regen über mehrere 5000 Meter hohe Pässe, einige der höchsten befahrbaren Pässe der Welt, und kamen gut voran. Ein besonderes Highlight auf der Tour war die 53 Kilometer lange Umrundung des heiligen Bergs Kailash (6714 Meter), der für die vier tibetischen Religionen Buddhismus, Hinduismus, Jainismus und Bön größte Bedeutung hat. Am Kailash entspringen auch große Flüsse wie zum Beispiel Indus oder Brahmaputra. Der Berggipfel darf aus religiösen Gründen weder bestiegen noch überflogen werden. Die ständige Höhenluft von über 4000 Meter zehrt an Gesundheit und Kondition der Radler. Jeder hatte Erkältungserscheinungen. Inzwischen geht es aber allen wieder gut.

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Am 18. August kamen die drei Radler im Fahrerlager des Shisha Pangma an, des 8000ers, der anschließend mit Freunden bestiegen werden soll. Fahrerlager heißt der Platz am Fuße des Berges deswegen, weil hier der Endpunkt des Materialtransports per Lkw ist. Ab hier geht es ins eigentliche Basislager nur noch mit Yaks und zu Fuß weiter.

Ab 27. September soll das Bergabenteuer beginnen. Einige Tage davor werden dann Helmut Hackl, Andreas Seiler, Viktor Reger, Dirk Blume und Günter Liebl mit dem Berg-Equipment in Kathmandu eintreffen.

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