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Katholiken II

19.05.2015

Die Familie im Fokus

Im Festgottesdienst in St. Martin mahnte Weihbischof Losinger (Mitte): „Wer glaubt, dass die Medien, insbesondere das Internet, wettmachen können, was in den Familien versäumt wird, der wandert im Tal der Ahnungslosen“. Vorne links Pfarrer Thomas. Demel.

Beim Festgottesdienst streicht Losinger ihre Bedeutung für die religiöse Erziehung heraus

Mit einem zentralen Festgottesdienst in der Lagerlechfelder Kirche St. Martin hatten am Sonntag viele Gläubige Gelegenheit, Weihbischof Anton Losinger im Rahmen seiner Visitation der Pfarreiengemeinschaft Lechfeld als Prediger und im persönlichen Kontakt zu erleben.

Er setzte dabei besondere Zeichen in Richtung der Familien. In seiner Predigt ging Losinger besonders auf das Thema „Schule und Erziehung“ ein. Der Glaube müsse in der Familie weitergegeben werden, betonte er, was an gelebtem Glauben in der Familie fehle, könnten zweimal 45 Minuten Religionsunterricht in der Woche nicht ersetzen. Der sei für viele Kinder die erste und einzige Begegnung mit Gott und dem Glauben. „Wer glaubt, dass die Medien, insbesondere das Internet, wettmachen können, was in den Familien versäumt wird, wandert im Tal der Ahnungslosen“, mahnt der Weihbischof. Dabei seien alle gefordert, jungen Leuten, die auf der Suche nach dem Sinn des Lebens sind, Antworten auf die Fragen in einer sich ständig ändernden Welt zu geben. „Lassen Sie uns an uns selbst arbeiten und so die Liebe Gottes für andere sichtbar machen“, appellierte Losinger.

Im Anschluss an den Gottes-dienst konnten im Pfarrgarten viele Gläubige einige persönliche Worte mit dem Weihbischof wechseln. Zahlreiche Kirchenbesucher nutzen die Gelegenheit und erlebten einen interessierten Kirchenmann, der für jeden ein offenes Ohr hat. Auch der Vorsitzende des Pfarrgemeinderats Lagerlechfeld, Hermann Franze, lobte den Besucher. „Weihbischof Losinger ist ein Mensch, der sehr nahe an der Basis ist und mit konstruktiven Vorschlägen und Ideen positiven Einfluss auf unser Kirchenleben nimmt.“

Beim Weihbischof selbst hat neben den zahlreichen sozialen Gruppierungen, wie dem Helferkreis „Wir daheim in Graben“, dem Asylhelferkreis oder der Lechfelder Tafel, die er bei seiner Visitation kennenlernen durfte, besonders der Besuch beim Internethändler Amazon Eindruck hinterlassen. „Bei aller Diskussion über das Unternehmen, habe ich doch auch gesehen, dass viele Beschäftigte gerade in gering qualifizierten Stellungen sehr froh sind, Amazon als Arbeitgeber zu haben“, beschreibt Losinger seine Eindrücke dort.

Am Sonntagnachmittag durfte er sich an dem Konzert „Jubilate Deo“ erfreuen, das Chöre der Pfarreiengemeinschaft Lechfeld in St. Martin gestalteten. Zum Abschluss der Visitation standen am Montagmorgen noch Gespräche mit Pfarrer Thomas Demel, Pater Thomas und den hauptamtlichen Mitarbeitern der Pfarreiengemeinschaft an.

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