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Langenneufnach

22.03.2019

Die Feuerwehr hilft nicht nur wenn es brennt

Große Auszeichnung für Walter Knoll (vorn links) und Alfred Reithmeier (vorn rechts). Gratulanten sind (von links) Josef Böck, Klaus Bronner, Klaus Brecheisen und Günter Litzel.
Bild: Siegfried P. Rupprecht

In Langenneufnach rückten die Retter 2018 häufiger aus. Beim Übungspensum ist der Kommandant streng.

Ein relativ hohes Einsatzaufkommen im Vergleich zu den Vorjahren meldete der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Langenneufnach, Klaus Brecheisen, bei der jüngsten Dienstversammlung im Gasthof Riedler für das Jahr 2018. Konkret sprach er von insgesamt 29 Alarmierungen.

Dabei handelte es sich überwiegend um technische Hilfeleistungen, wie der Rettung von eingeklemmten Personen und der Räumung von umgestürzten Bäumen und der Säuberung von Straßen nach Unwettern. Zudem standen fünf Brände auf dem Einsatzplan sowie zwei sogenannte ABC-Einsätze wegen Gasgeruch und auslaufendem Treibstoff.

Auch sechs Frauen stehen als Retter bereit

Derzeit zählt die Feuerwehr 77 Aktive, davon sind sechs Frauen. Auch zehn Austritte waren zu verzeichnen. Bei den meisten plädierte der Kommandant für die Beendigung des Feuerwehrdienstes, da sie wiederholt nicht zu den angesetzten Übungen und Einsätzen erschienen waren. Er könne dafür keine Toleranz aufbringen und werde auch in Zukunft gegen „resistente Nichterscheiner“ vorgehen, sagte er.

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Auf der anderen Seite vermeldete Klaus Brecheisen acht Neuzugänge: „Zwei Mitarbeiter des Bauhofs, die tagsüber die Ausrückstärke verbessern, sowie sechs Jugendliche.“ Brecheisen freute sich vor allem darüber, dass dadurch eine eigene neue Jugendgruppe gebildet werden konnte.

Weiter machte der Kommandant auf die Inbetriebnahme des neuen Mehrzweckfahrzeugs aufmerksam. „Wir haben darauf sehr lange gewartet“, sagte er. Etwa ein Jahr hatte es nämlich gedauert, bis das neue Fahrzeug geplant, ausgeschrieben und gebaut war. Zugleich sprach er die Änderung beim Probealarm an. „Viele Bürger haben sich davon in der Mittagsruhe gestört gefühlt.“ Nun würden die Sirenen im Landkreis jeweils am ersten Samstag im Monat zwischen 10.15 und 10.45 Uhr getestet. Thema war auch der Fahrzeugfunk. Mit ihm habe es einige Probleme gegeben, diese konnten inzwischen aber behoben werden, so der Kommandant.

Bei der anschließenden Generalversammlung verwies Vereinsvorsitzender Klaus Bronner auf 157 Mitglieder: „Wir hatten im letzten Jahr sechs Neuaufnahmen und zwei Austritte.“ Breiten Raum widmete er den durchgeführten Aktivitäten wie die Maibaum-Aufstellung, den Vereinsausflug nach Oberammergau und die Beteiligung am Landkreislauf. Bei Letzterem sei der Feuerwehrverein das einzige Team aus Langenneufnach.

Um Geld ging es auch. Walter Knoll teilte in seinem Kassenbericht für 2018 ein Minus von rund 2800 Euro mit. Weiter standen Satzungsänderungen auf dem Programm. So wurde das Papier der neuen Datenschutzgrundverordnung angepasst, die Höhe der vom Vorstand zugestimmten Rechtsgeschäfte von 200 auf 1000 Euro erhöht und die bisherigen beiden Kassenprüfer als Beisitzer aufgeführt.

"Mädchen für alles"

Bürgermeister Josef Böck hob das große Engagement der örtlichen Floriansjünger hervor. Diese Freiwilligkeit sei ein nicht selbstverständliches, aber gesellschaftlich sehr wichtiges Gut, meinte er. Kreisbrandinspektor Günter Litzel bezeichnete die Feuerwehr aufgrund ihres breit aufgestellten Einsatzgebiets als „Mädchen für alles“. Um dies zu bewältigen, sei die Wehr vor Ort bestens ausgerüstet.

Bei den Neuwahlen blieb alles beim Alten. Als Vereinsvorsitzender fungiert Klaus Bronner. Sein Stellvertreter ist Harald Bauer, Schriftführer Florian Brecheisen. Beisitzer sind Manuela Miller und Michael Aurnhammer. Lediglich Kassierer Matthias Steber ist neu im Team. Er ist der Nachfolger von Walter Knoll, der sich nach 38-jähriger Tätigkeit nicht mehr zur Wahl gestellt hatte. Weiter gehören der Vorstandschaft Kraft ihres Amtes der Erste und Zweite Kommandant, Klaus Brecheisen und Sylvester Ellenrieder, an.

Der bisherige Kassierer Walter Knoll wurde zum Ehrenmitglied der Freiwilligen Feuerwehr Langenneufnach ernannt. Ehre auch für Alfred Reithmeier: Er wurde für 40 Jahre Dienstzeit von Kreisbrandinspektor Günter Litzel mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen und von Bürgermeister Josef Böck mit der Ehrennadel der Gemeinde in Gold ausgezeichnet.

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