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07.07.2010

Die Glocken läuten zum Jubiläum

Es war ein Gottesdienst für die gesamte Gemeinde. Auch die Kinder trugen ihren Teil dazu bei. Fotos: Siegfried Hasler
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Es war ein Gottesdienst für die gesamte Gemeinde. Auch die Kinder trugen ihren Teil dazu bei. Fotos: Siegfried Hasler

Langerringen Das Jubiläum 175 Jahre evangelische Johanneskirche in Langerringen gestaltete sich am Sonntag zum Fest des Glaubens, des Miteinanders und zum Zeichen der Ökumene. Die vielen Besucher, ob groß oder klein, erlebten Stunden für Geist, Seele und Körper.

Die stellvertretende Vorsitzende des Langerringer Kirchenvorstandes, Margot Schnee-Maier, vertrat den kurz vor dem Jubiläum verunglückten Vorsitzenden Wolfgang Forster, dem sie baldige Genesung wünschte.

Ein beschwerlicher Weg

In ihren Ausführungen zum Jubiläum skizzierte sie den beschwerlichen Weg der Protestanten in Langerringen und erwähnte vor allem den Pioniergeist von Pfarrer Matthias Thenn, der den Kirchenbau vorangetrieben habe und dessen Bemühen schließlich mit der Einweihung am 2. August 1835 gekrönt worden sei.

Die Glocken läuten zum Jubiläum

Die Evangelische Gemeinde Langerringen, die Erste im Landkreis Augsburg, hatte, so Margot Schnee-Maier, einen riesigen Einzugsbereich, der im Süden bis Landsberg, Buchloe und Türkheim reichte, und im Norden bis knapp vor die Tore Augsburgs.

Den Festgottesdienst hielten die Pfarrer Dieter Schinke und Christian Agnetheler ( Schwabmünchen), die auch für die Gemeinde Langgeringen zuständig sind. In der Predigt zog Dekan Volker Haug ( Königsbrunn) Parallelen zum Lukas-Evangelium. Die Langerringer Christen hätten vor 175 Jahren mit dem Kirchbau ein schier nicht zu bewältigendes Unternehmen durch festen Glauben erfolgreich abgeschlossen, sagte Haug.

Musikalisch umrahmt wurde der Abendmahlsgottesdienst, der per Video auch in das benachbarte evangelische Gemeindehaus übertragen wurde, durch Sigrid Pröbstl (Bobingen) an der Orgel, durch Querflötistin Helga Detke (Großaitingen) sowie dem Langerringer Posaunenchor unter der Leitung von Andreas Hotz-Streicher.

Nach einem Empfang auf dem Kirchenvorplatz, an dem auch Altlandrat Dr. Karl Vogele und sein Nachfolger, Landrat Martin Seiler, teilnahmen, wurde im und beim Musikantenstadel ein buntes Fest mit vielen Spielen und einem Sitztanz geboten. Für den guten Ton sorgten der Posaunenchor, die Musik-Vagabunden sowie der Gospelchor der evangelischen Militärseelsorge Lechfeld unter der Leitung von Martina Dittmaier.

Der Mittelpunkt im Ort

In den Grußworten würdigte Landrat Martin Seiler die Bedeutung der Kirche für die Familie. Völlig zurecht seien die Kirchbauten der Mittelpunkt des Ortes. Von der guten Nachbarschaft von evangelischer und katholischer Kirche könne sich schon rein optisch jeder Besucher überzeugen, betonte Bürgermeister Konrad Dobler.

Pfarrer Alois Ruf, der mit vielen katholischen Christen am Geburtstagsfest der Johanneskirche teilnahm, sprach von den einstigen Vorurteilen zwischen den Konfessionen und sah nun die Ökumene auf gemeindlichem Bereich auf bestem Wege.

Für die evangelische Gemeinde Schwabmünchen sprach die zweite Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Ute Heubeck, von einer bewegenden Geschichte der Langerringer Schwester. Beeindruckend sei nicht nur die Leistung der Gründer, sondern auch der einstige riesige Einzugsbereich dieser Pfarrei.

Auf Schautafeln im Musikantenstadel konnten die Besucher anhand von zahlreichen historischen Bildern und Dokumenten die Geschichte der Johannes-Gemeinde nachvollziehen.

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