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Bobingen

22.02.2021

Die Grünen nominieren Stefan Lindauer als Direktkandidaten für den Bundestag

Stefan Lindauer aus Todtenweis wurde bei der digitalen Nominierungsveranstaltung seiner Partei mit großer Mehrheit zum Bundestagsdirektkandidaten der Grünen gewählt.
Bild: Elmar Knöchel

Stefan Lindauer ist seinem Ziel, ein Bundestagsmandat für die Grünen zu ergattern, ein Stück näher gekommen. Mit großer Mehrheit wurde der 24-Jährige nominiert.

Ein paar Menschen sitzen verstreut an großen Schreibtischen. Um sie herum viele Notebooks und jede Menge Technik. Die Nominierungsversammlung eines Bundestagskandidaten stellt man sich eigentlich anders vor. Doch in diesen Zeiten geht es nicht anders. Die Versammlung der Grünen im Bobinger Büro verläuft komplett digital. Insgesamt verabreden sich mehr als 100 Mitglieder und Gäste, um ihren Kandidaten zu küren.

Mit großer Mehrheit fällt die Entscheidung, den 24-jährigen Stefan Lindauer als Direktkandidaten für die Bundestagswahl im Wahlkreis 253 aufzustellen. Dieser Stimmbezirk umfasst die Landkreise Aichach-Friedberg und Augsburg-Land. Im Anschluss an die Wahl gratulierten Landtagsabgeordnete Christina Haubrich und Grünen-Landkreissprecher Felix Senner dem Kandidaten. Er sei der richtige Mann zur richtigen Zeit, und beide würden sich auf den Wahlkampf mit ihm freuen, erklärten die Grünen-Politiker übereinstimmend. Zuvor sprach Lindauer über seine Ziele und seine Motivation.

Gesundheits- und Klimapolitik liegen Stefan Lindauer am Herzen

"Ich möchte gestalten, und das geht nur, wenn man bereit, ist Verantwortung zu übernehmen", sagt er. Dabei wolle er reelle grüne Politik in den Vordergrund stellen. Allerdings betont er, dass er für grüne Politik und nicht für Schwarz-Grün stehen wolle. Gerade die Bereiche Gesundheits- und Klimapolitik lägen ihm am Herzen, erklärte der junge Politiker. Trotz seiner Jugend sei er politisch nicht unerfahren. Ein bisschen stolz sei er schon, bei der Landratswahl in Aichach 17 Prozent der Stimmen für die Grünen erkämpft zu haben. Außerdem arbeitet er mittlerweile als Leiter im Abgeordnetenbüro von Cemal Bozoglu.

Trotz seines jugendlichen Alters konnte er also schon einige politische Gehversuche unternehmen. Nun sei es Zeit für ihn, Verantwortung zu übernehmen. Er steht den jungen Leuten von "Fridays for Future" positiv gegenüber. "Sie beweisen, dass sie sehr wohl politisch interessiert sind", sagt er. Auch das Augsburger Klimacamp habe er schon besucht und sich mit den Aktivisten dort ausgetauscht. Auf die Frage, was er sich für den Wahlkampf als Ziel gesetzt habe, antwortet er selbstbewusst. "20 bis 25 Prozent sollten es schon sein." Im Wahlkampf müsse er zunächst auf digitale Formate setzen. Ab dem Frühsommer, so hoffe er, würde er dann sehr gerne einen echten, "klassischen Biergartenwahlkampf" machen. Zum Abschluss des Gesprächs kommt auch er nicht an dem momentanen Aufregerthema für die Grünen vorbei.

Will auch er den Bau von Einfamilienhäusern verbieten, lautet die Frage. "Bei der momentan herrschenden Wohnungsnot stellt sich schon die Frage, wie das Bauen der Zukunft aussehen soll", räumt er ein. "Wir müssen mehr Wohnungen schaffen und den Flächenverbrauch reduzieren", erklärt er. Doch deshalb gleich das klassische Eigenheim verbieten zu wollen, das ginge ihm dann doch zu weit.

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