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Königsbrunn

28.02.2018

Die Königstherme öffnet für einen Flohmarkt

In der Königstherme findet am Samstag ein Flohmarkt statt.
Bild: Adrian Bauer

Fans des ehemaligen Königsbrunner Spaßbades können am kommenden Samstag noch einmal in das Gebäude. Wie es danach weitergeht.

Rund um die Königstherme laufen schon die Vorbereitungen für den Rückbau des Badebereichs. Auch innen gehen die Arbeiten voran. Wer sich noch ein Andenken an das ehemalige Spaßbad und Königsbrunner Wahrzeichen sichern möchte, hat am Samstag, 3. März, die Chance dazu. Die Freizeit- und Sportstätten Königsbrunn GmbH (FSK), der städtische Betrieb, der sich unter anderem um die Abwicklung des Bades kümmert, veranstaltet im Thermengebäude von 10 bis 16 Uhr einen Flohmarkt, bei dem Restbestände aus dem Bad verkauft werden.

Im Angebot beim Flohmarkt sind unter anderem „Liegestühle, Geschirr, Faschingsartikel und einige Statuen aus dem Badebereich und dem Garten“, sagt Rolf-Peter Reinhardt, der kaufmännische Werkleiter der Stadtwerke und FSK-Geschäftsführer. Größere Küchengeräte und ähnliches technisches Gerät wurde in den vergangenen Monaten an spezialisierte Firmen verkauft, einige Liegen gingen an einen Badebetrieb nach Augsburg, sagt Reinhardt weiter: „Vieles mussten wir aber auch entsorgen lassen, weil es mit Schimmel belastet war.“ Beim Flohmarkt kommen Gegenstände in den Verkauf, die in trockenen Bereichen des Bades eingesetzt wurden und bedenkenlos verwendbar sind.

Die Rutschen sind schon komplett weg

Keine Hoffnungen kann Reinhardt allerdings den Rutschenfans machen. Der Turm samt der Röhren war bereits im Sommer 2016 abgebaut worden, die einzelnen Bauteile wurden entsorgt, sagt Reinhardt. Mit der Rutsche als Attraktion für den heimischen Garten wird es also nichts.

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Stattfinden wird der Markt im Bereich der ehemaligen Umkleidekabinen. Die Räume dort sind bereits entkernt und für den Abriss vorbereitet. Weitere Räume folgen in den nächsten Monaten. Momentan werden die abgehängten Decken entfernt und die Leitungen freigelegt: „Wir müssen wissen, wo Leitungen, Strom- und EDV-Kabel genau liegen, damit wir später keine bösen Überraschungen erleben“, sagt Rolf-Peter Reinhardt. Die Ausschreibungen für weitere Arbeiten bei der Entkernung laufen, bis Ende März sollen die Angebote der Firmen vorliegen. Im August soll dann auch die Außenhülle des Bades abgerissen werden. Der Stadtrat hatte im vergangenen Oktober den Abriss beschlossen. Stehen bleiben werden die Eishalle und das Funktionsgebäude.

Für den Abriss wird auch der Erdwall an der Königsallee eingeebnet

Außen sichtbare Arbeiten hat es in den vergangenen Wochen schon gegeben. An der Böschung zur Königsallee und im Gartenbereich der Therme wurden zahlreiche Büsche und Sträucher gefällt. Im Zuge des Rückbaus wird auch die Böschung abgetragen. Aus Gründen des Vogelschutzes mussten die Büsche bereits jetzt weichen – am 10. März müssen solche Arbeiten abgeschlossen sein. „Schützenswerte Bäume wurden stehen gelassen, aber die meisten Pflanzen waren ohnehin Wildwuchs“, sagt Reinhardt.

Für die Liebhaber der alten Therme wird es vermutlich eine der letzten Gelegenheiten sein, noch einmal legal in das Gebäude zu kommen. Illegale Besucher machen den Verantwortlichen allerdings weiterhin Sorgen, sagt Rolf-Peter Reinhardt. Trotz Sicherungsmaßnahmen und Videoüberwachung in Teilen des Bads schleichen sich immer wieder Jugendliche auf das Gelände. „Teilweise kommen Leute sogar bei Dunkelheit ins Gebäude“, sagt Reinhardt. Da es in der Ruine kein Licht mehr gibt, sei das sehr gefährlich: „Gerade im Saunabereich fallen immer wieder große Putzstücke von der Decke.“ Bislang habe man „nur“ Vandalismus zu verzeichnen und glücklicherweise keine Verletzten.

Am Samstag freuen sich die Organisatoren dagegen über viele Besucher. Die Einnahmen aus dem Flohmarkt werden unter anderem dafür verwendet, die Kosten zu decken, die für die Sicherung des Thermengebäudes anfallen – sowohl im baulichen Bereich, wie gegen unerwünschte Eindringlinge.

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