Newsticker

Personenschützer mit Corona infiziert: Heiko Maas in Quarantäne
  1. Startseite
  2. Lokales (Schwabmünchen)
  3. Die Liebe zur Musik war immer da

02.06.2009

Die Liebe zur Musik war immer da

Klosterlechfeld (eor) - Klosterlechfelds Ehrenbürger Adolf Horner hat seinen 85. Geburtstag gefeiert. Er hatte einst die "Lagerschule Klosterlechfeld" aufgebaut, war lange Schulamtsdirektor und hat sich in Kirche, Vereinen und Politik in Klosterlechfeld engagiert.

Horner kam in Gossengrün im Egerland zur Welt. Schon bald kristallisierte sich die Liebe zur Musik heraus, als Fünfjähriger spielte er bereits Tenorhorn und war kurz darauf aktives Mitglied im Kinderblasorchester. Den letzten Schliff in seiner musischen Ausbildung erhielt er im Lehrerseminar in Eger.

Der Zweite Weltkrieg unterbrach den beruflichen Werdegang. Seinen Dienst als Jagdflieger musste er aufgeben, weil er bei einem Unfall schwere Verbrennungen erlitt. Nach der Gefangenschaft traf er in Senden im Allgäu seine Familie wieder. Am 9. Januar 1949 kam Adolf Horner aufs Lechfeld und baute die "Lagerschule Klosterlechfeld" im Südlager auf. Horner erinnert sich noch gut an diese schweren Zeiten. Er unterrichtete 83 Kinder, vormittags Klassen eins bis drei, nachmittags die Klassen vier bis acht.

Die Mittel waren bescheiden, das Miteinander umso größer

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

"Es gab weder ein kindgerechtes Schulgestühl, noch Hefte und Bücher. Als Schultafel diente eine ehemalige Bekanntmachungstafel", so Horner im Rückblick. Das Miteinander aber stimmte. "Ich als junger Lehrer war sehr beeindruckt, dass zwischen Eltern, Schülern und Lehrern ein großes Vertrauensverhältnis herrschte."

1957 wurde Adolf Horner Schulleiter in Lagerlechfeld. Es folgt 1970 seine Berufung an das Staatliche Schulamt Augsburg, wo er bis zu seiner Pensionierung Schulamtsdirektor war. 1950 heiratete Adolf Horner seine Frau Emilie. Mit der Geburt von Tochter Brigitte und Sohn Gerhard war die Familie perfekt.

Der Musik blieb Adolf Horner treu: Er leitete fünf Jahrzehnte den Klosterlechfelder Kirchenchor und formte ihn zu einem harmonischen Klangkörper, der weit über das Lechfeld hinaus bekannt wurde. Der Männergesangverein "Liederkranz" Klosterlechfeld ernannte ihn zum Ehrendirigenten. Viele Jahre war Horner als Pfarrgemeinderat und als Lektor in der Pfarrei tätig.

Zwölf Jahre - von 1978 bis 1990 - wirkte er für die CSU im Gemeinderat und war dort durch sein ausgleichendes Wesen, umfangreiches Wissen, seine Bescheidenheit und Zuverlässigkeit allseits geschätzt. Am 1. Mai 2004 wurde Adolf Horner zum Ehrenbürger von Klosterlechfeld ernannt.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren