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Lechfeld

20.04.2015

Die Luftwaffe holt weitere Spezialisten

In der Ulrichkaserne am Lechfeld unterhält die Bundeswehr bereits eine Fachschule für Informationstechnik.

  Aus Fürstenfeldbruck kommen 100 Experten für Informationstechnik. Eurofighter-Geschwader hofft auf Umzug „im Sommer“. Vieles ist in Fluss

  Die Luftwaffe verlegt ihren Bereich „Informationstechnik“ mit rund einhundert Spezialisten von Fürstenfeldbruck aufs Lechfeld. Ursprünglich war vorgesehen gewesen, die drei deutschen Zentren der IT-Dienstleister“ der Luftwaffe im Zug der Bundeswehrreform bei Wilhelmshaven zu konzentrieren. Nun habe Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen anders entschieden, sagte gestern Bundestagsabgeordneter Hansjörg Durz unserer Zeitung. Ein Zeitplan sei aber noch nicht bekannt.

Durz hat im Zug der Bundeswehrreform viele Fragen an das Verteidigungsministerium in Berlin gestellt. Sein Eindruck. „Vieles ist im Fluss“, was bedeute, dass Entscheidungen durchaus offen seien. Die Hintergründe werden vom Ministerium kryptisch erläutert. So sei der Entscheidung zur Verlegung von IT-Spezialiasten aufs Lechfeld „eine Abwägung aller relevanten Faktoren sowie eine Prüfung auf mögliches funktionales Optimierungspotenzial vorausgegangen“, wie Durz mitgeteilt wurde.

Der heimische Bundestagsabgeordnete aus Stadtbergen übersetzt dies mit einer Vermutung: Es spielte wohl eine Rolle, dass am Lechfeld inzwischen schon viel Kompetenz an Computertechnik, Elektronik und IT-Wissen angesiedelt sei. Ebenso Einrichtungen zur Ausbildung und Unterstützung der Luftwaffenführung. Der „IT-Sektor 1“, der nun von Fürstenfeldbruck ans Lechfeld umziehen soll, ist ebenfalls Teil des sogenannten Führungsunterstützungsbereichs der Luftwaffe.

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Allerdings: Noch keine endgültigen Auskünfte bekam Hansjörg Durz in Berlin auf Fragen, wie die Verlegung von Ausbildungseinrichtungen der Luftwaffe von Kaufbeuren ans Lechfeld vorankomme. Unter anderem war geplant gewesen, im Zug der Bundeswehrreform beispielsweise die Ausbildung von Fluglotsen aufs Lechfeld zu verlegen. Doch auch andere Standorte buhlen um Stärkung durch neue Aufgaben. Hinzu kommt: Der Fliegerhorst am Lechfeld ist seit der Auflösung des Jagdbombergeschwaders 32 nur noch Ausweichflugplatz. Als solcher wird er jedoch vom Eurofighter-Geschwader in Neuburg/Donau ausgiebig genutzt. Seit einem Jahr sind sogar alle fliegenden Jets des Taktischen Luftwaffengeschwaders 74 am Lechfeld stationiert. Inzwischen sollten sie längst wieder von Neuburg aus starten und landen. Doch die Fertigstellung der neuen Start- und Landebahn verzögert sich weiterhin. Zunächst sollte am Jahreswechsel Umzug sein. Dann gab die Führung einem Drängen des Geschwaders nach, eine rutschfestere Asphaltschicht statt eines Betonbelags auf die neue Piste zu bekommen. Später bremsten viele Bomben- und Munitionsfunde die Bauarbeiten auf dem alten Militärgelände.

Aus „Jahresmitte“ wurde Sommer 2015

Und Anfang des Jahres kam ein weiteres Problem hinzu. Eine Firma, die bei den Ausschreibungen der neuen Asphaltschicht nicht zum Zug gekommen war, hatte laut Bundeswehr gegen die Entscheidung Beschwerde eingelegt. Diese soll allerdings ergebnislos geblieben sein. So konnten die letzten Arbeiten erst verspätet vergeben werden.

Inzwischen legt sich die Bundeswehr gegenüber unserer Zeitung auf kein Datum für die Fertigstellung der Neuburger Startbahn fest. Hieß es zuletzt „Jahresmitte“, so ist nun nurmehr von Sommer 2015 die Rede. Einen genauen Monat wollte kein Sprecher nennen. "Kommentar

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