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Schwabmünchen

24.09.2016

Die Mindelheimer Straße wird ein neues Gesicht bekommen

Anstelle der bisherigen Gebäude der Firmen Weis und Merk sowie der ehemaligen Metzgerei Seemiller (von rechts) sollen hier zwei dreigeschossige Wohn- und Geschäftshäuser entstehen, die der Mindelheimer Straße in diesem Bereich ein anderes Bild geben werden.
Bild: Günter Köhler

Das Bauvorhaben wird laut Bürgermeister künftig Schwabmünchen prägen

Die Mindelheimer Straße soll in ihrem östlichen Bereich unterhalb des Öscheyberges auf der Südseite ein anderes bauliches Gesicht bekommen. Jetzt gab der Bauausschuss sein „Ja“ zu den baurechtlichen Fragen einer vorliegenden Bauvoranfrage. Es geht dabei um die Errichtung von Wohn- und Geschäftshäusern mit Tiefgarage auf den Grundstücken der ehemaligen Metzgerei Seemiller sowie der Firmen Merk und Weis (Mindelheimer Straße 1, 3, 3a, 5 und 7).

Planunterlagen sehen nur die Ausschussmitglieder

Bürgermeister Lorenz Müller und Stadtbaumeister Stefan Michelfeit erläuterten die Bauvoranfrage der Excellentia GmbH aus Mittelneufnach für die geplante Anlage, die „die Stadt künftig prägen wird“, so Müller. Bei der Erörterung im Sitzungssaal des Rathauses wurden allerdings keine Planentwürfe oder -zeichnungen gezeigt. Dies hatten vielleicht einige Zuhörer erwartet. Doch die Planunterlagen, wie auch die von weiteren zu behandelnden Bauprojekten lagen vor Sitzungsbeginn lediglich den Ausschussmitgliedern zur Einsichtnahme vor.

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Laut Müller und Michelfeit handelt es sich bei dem vorgesehenen Projekt um zwei Baukörper mit je drei Vollgeschossen, die in diesem Bereich „durchaus als angemessen anzusehen und planungsrechtlich zulässig“ seien.

Die Geschossflächenzahl (GFZ), also das Verhältnis der gesamten Geschossflächen aller Vollgeschosse zur Fläche des Baugrundstücks liegt bei 0,836. Die Grundflächenzahl (GRZ), der Flächenanteil des Grundstücks, der überbaut werden soll, liegt bei 0,66. Bürgermeister und Stadtbaumeister bemerkten hierzu, dass diese Zahlen „noch deutlich unter denen einiger neuer Projekte in der Fuggerstraße“ liegen.

Noch keine Aussage über Nutzung

Weiter war zu hören, dass die Erschließung des vorgesehenen Projekts gesichert und die Abstandsflächen „kein Problem“ seien. Die geplante Zufahrt für die beiden Baukörper unterhalb der bestehenden Ampelanlage wäre „durchaus machbar.“ Müller stellte grundsätzlich fest, „dass das Ganze letztlich nicht endgültig so und in dieser Form kommen muss“. Und auch: Über die künftige Form der Nutzung als Wohn- und Geschäftshäuser könne aus den derzeitigen Unterlagen noch nichts Genaues gesagt werden.

Mit den Worten „Meiner Meinung nach ist das Maß der hier vorgesehenen baulichen Nutzung mit ,Ja’ zu entscheiden“, fasste Müller seine Ausführungen zusammen. Dem folgten die Ausschussmitglieder.

Die weiteren Themen: 

l Auch im dritten Anlauf gab es noch kein Einvernehmen zum geplanten Neubau einer landwirtschaftlichen Maschinenhalle und Fertigungshalle für eine Schlosserei in der Herbststraße, die planungsrechtlich als Mischgebiet festgelegt ist. Drei Nachbarn hatten hier störende Einflüsse durch entstehende Emissionen befürchtet. Die Stadt hatte daraufhin beim Landratsamt die Erstellung eines Emissionsgutachtens für die geplante Betriebserweiterung beantragt.

Diese liege aber laut Bürger-meister trotz Fristablauf immer noch nicht vor. Um das Ganze jedoch zum Abschluss bringen zu können, schlug Müller die Einberufung eines „Runden Tisch“ mit dem Betriebsführer, betroffenen Nachbarn und Vertretern der Stadt vor, um hier eine für alle Seiten gerechte und befriedigende Lösung zu finden.

l Nachdem der Antrag auf Neubau eines Doppel- und Mehrfamilienhauses mit Garagen in der Anna-Seghers-Straße 4, 6 und 8 auch auf Wunsch der Bauherren erneut zurückgestellt wurde, lagen noch weitere 13 Bauanträge zur Genehmigung an. Die meisten davon konnten im sogenannten Freistellungs- oder Kenntnisnahmeverfahren abgehandelt werden.

Hierbei findet im Gegensatz zum sonst erforderlichen Baugenehmigungsverfahren keine Prüfung und Überwachung der Vorhaben durch die Bauaufsichtsbehörde statt. Bauherr und Architekt sind dann eigenverantwortlich für die Einhaltung der baurechtlichen Vorschriften tätig.

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