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Ultratour 2

21.07.2011

Die Räder rollen wieder

Radinspektionen (hier von Christian Rottenegger) sind ständig nötig, da die vielen Kilometer auf schlechten Straßen den schwer beladenen Drahteseln bei der Ultratour 2 stark zusetzen. Photo: Kniffler

Christian Rottenegger und Annette Kniffler kämpfen mit Reifen, Genehmigungen und Magenproblemen

Bobingen/Almaty Intakte Speichen, Felgen ohne Risse, fast einwandfreie Pedale: Seit Christian Rottenegger aus Bobingen und Annette Kniffler auf ihrer Rad-Abenteuertour zum über 8000 Meter hohen Shisha Pangma (Tibet) ein Hinterrad ausgetauscht hatten, kamen sie trotz der miesen Straßen Kasachstans besser voran – von 15 Plattfüßen einmal abgesehen. Radinspektionen sind also weiterhin an der Tagesordnung.

Inzwischen überwanden die beiden Abenteurer, die seit über dreieinhalb Monate unterwegs sind, das Himmelsgebirge nahe Peak Pobeda (7439 Meter). Dort schossen sie viele faszinierende Bilder für die neue Multivisionsshow und ein Filmprojekt. „Unser Zelt stand auf einem Teppich aus Edelweiß, wir blicken auf Eisenhut, Knäuelglockenblumen, blauen und weißen Enzian“, so der begeisterte Christian Rottenegger.

Doch der Höhenflug wird schnell wieder gedämpft. Obwohl alle Genehmigungen vor Reiseantritt besorgt waren, sollen die beiden jetzt den Xinjiang-Tibet-Highway nicht befahren dürfen.

Die Räder rollen wieder

Die Chinesen wollen die höchste und anspruchsvollste Schotterpiste der Erde in eine glatte Asphaltstraße verwandeln: Der Xinjiang-Tibet-Highway ist derzeit über lange Strecken eine Baustelle und nur an drei Tagen pro Monat befahrbar. „Konkrete Informationen bekommen wir nicht“, ärgert sich Rottenegger.

Doch der Blick nach vorne munterte die beiden Abenteurer auf. Bei Shymkent tauchen in der Ferne die ersten hohen, schneebedeckten Gipfel des Himmelsgebirges auf: „Noch radeln wir bei stechender Sonne und bis zu 48 Grad Celsius. Doch Richtung Berge sinken die Temperaturen beständig“, so Kniffler. „Endlich kühlt die Luft in der Nacht wieder so weit ab, dass wir unsere Schlafsäcke auspacken müssen. Ein herrliches Gefühl.“

Aber: Bis zur kirgisischen Grenze und weiter nach Bishkek wurden die beiden nicht nur einmal nass. „Wenn sich dann allerdings abends für nur wenige Minuten die dunklen Wolken um die über 3000 Meter hohen Gipfel lichten und die Sonne auf die weitläufigen Getreide- und Gemüsefelder vor Ihnen scheint, wissen wir einmal mehr, warum wir seit drei Monaten 15 Kilogramm Kameraausrüstung mit uns schleppen“, schreibt Rottenegger.

Freunde stoßen dazu

Nach 7222 Kilometern und dem ersten Pass seit den Karpaten erreichten sie mit massiven Magenproblemen Almaty (Kasachstan), ein wichtiges Etappenziel ihrer „Ultratour II“. Hier werden zwei Freunde auf dem internationalen Flughafen landen, die sich zuletzt um die Organisation und die Visa für die letzten Etappen kümmerten. Ab dann wird zu viert geradelt.

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