Newsticker

Rekord bei Corona-Zahlen: 14.714 Neuinfektionen in Deutschland
  1. Startseite
  2. Lokales (Schwabmünchen)
  3. Die SPD braucht keine Frauenquote

Bezirksparteitag

28.04.2015

Die SPD braucht keine Frauenquote

Wollen an einem Strang ziehen: der neu gewählte Bezirksvorstand der SPD. Ihm gehören sieben Männer und zehn Frauen an.
Bild: Ivanka Williams-Fuhr

Dem neuen Bezirksvorstand gehören sieben Männer und zehn Frauen an

92 Delegierte von insgesamt 100 nahmen am Bezirksparteitag der Schwaben-SPD in der Schwabmünchner Stadthalle teil. „Die SPD ist keine Verliererpartei“, stellte Vorsitzender Dr. Linus Förster eingangs fest. „Wir taugen zum Sieger.“ Ob Mindestlohn, Rente mit 63, Betreuungsgeld, Familienpflegezeit, Mietgrenze oder mehr Geld für die Kommunen. „Die SPD hat schon einiges bei der Regierung durchgesetzt“, sagte Förster nicht ohne Stolz.

Bei den Neuwahlen des Bezirksvorstands wurde er mit 85,5 Prozent im Amt bestätigt. Ulrike Bahr, Petra Beer, Dr. Karl-Heinz Brunne und Gabi Fograscher wurden als seine stellvertretenden Vorsitzenden ebenfalls mit großer Mehrheit gewählt. Dem neuen Vorstand gehören sieben Männer und zehn Frauen an. „Die SPD braucht somit keine Frauenquote“, meinte Gerd Olbrich mit einem Schmunzeln.

Förster, der im Juli 2013 als Nachfolger des zurückgetretenen langjährigen Vorsitzenden Harald Güller das Amt übernahm, rief dazu auf, an einem Strang zu ziehen und „als Team“ zusammenzuarbeiten. Das SPD-Konzept „Schwaben 2020“, das Förster kurz vorstellte, beinhaltet Handlungspläne mit unter anderem Themen wie Barrierefreiheit, bezahlbares Wohnen, Energiewende und Energieversorgung sowie gezielte Investitionen.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Im Vorfeld hierzu wurde eine Bestandsaufnahme in allen Unterbezirken erstellt. Eine Arbeitsgruppe soll nun die Ergebnisse erarbeiten. Beim Bezirksparteitag wurden auch mehrere Anträge beschlossen. So lehnen die Sozialdemokraten eine Vorratsdatenspeicherung von Telefon- und Internetverbindungen in jeglicher Form ab. Sie setzen sich zudem für eine Neuausrichtung von Informatiklehrplänen in Schulen, für den Abbau von unsicheren Arbeitsplätzen sowie für mehr Zuschüsse für Frauenhäuser ein.

Gefordert wird daneben ein Soforthilfeprogramm der EU gegen die Flüchtlingskatastrophe. Bei den derzeitigen Verhandlungen zwischen der EU und den USA (TTIP) seien noch verschiedene Punkte, wie bereits in der Aussage des SPD-Parteikonvents ausgeführt, „unabdingbare Voraussetzungen für Freihandelsabkommen“. Landesvorsitzender Florian Pronold erinnerte in seiner Rede an die sozialen Errungenschaften, die die SPD bis jetzt auf den Weg gebracht hatte und betonte: „Wenn die SPD (mit)regiert, ist es besser für die Menschen.“

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren