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Schwabmünchen

08.12.2019

Die Sanierung der Leuthaustraße wird ein Kompromiss

Die Verschmälerung der Leuthaustraße und die Einrichtung von Ausweichstellen wurde mit den Schulbusunternehmen besprochen. Die Betonplatten der Leuthaustraße sollen entfernt werden. Die Straßenschäden, insbesondere in Schwabegg, sind beträchtlich.
Bild: Uwe Bolten

Drei Varianten stehen für die Sanierung der Straße von Schwabegg bis zur A16 zur Auswahl. Warum beim Kindergarten Don Bosco die Holzbauweise favorisiert wird.

Für die Sanierung der Leuthaustraße, vom Ortsende Schwabegg bis zur Einmündung in die Kreisstraße A16 im Bereich Leuthau, legte das Ingenieurbüro Scholz aus Diedorf dem Bauausschuss Mitte Juli 2018 eine Entwurfsplanung für drei Varianten vor, die nach erforderlichen Abstimmungen mit Landratsamt, dem AVV und dem Schulbusbetreiber dem Stadtrat zur Beschlussfassung vorlag.

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Variante 1 Ausbaubreite 3,50 Meter mit jeweils 0,5 Meter breiten Banketten und acht Ausweichbuchten (alle 250 Meter). Nachteil: Gegenverkehr muss in den Ausweichbuchten abgewartet werden. Kosten: circa 360000 Euro.

Variante 2 Ausbaubreite 4,50 Meter (entspricht Ist-Zustand). Nachteil: ungünstige Straßenbreite, hohe Beanspruchung der nicht vorhandenen Bankette. Kosten: circa 450000 Euro.

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Variante 3 Ausbaubreite 6 Meter, ohne Bankette. Nachteile: zusätzlicher Grunderwerb notwendig, höhere Fahrgeschwindigkeiten. Kosten: circa 600000 Euro.

Auch wenn sich der Rat einstimmig für Variante 1 aussprach, blieben Fragen offen. „Wie sieht es mit dem Winterdienst aus?“, fragte Andreas Rest (CSU). „Tragen die Schwabegger Bauern diese Lösung mit?“, wollte Johannes Pfänder (Grüne) wissen. Trotz der allgemeinen Stimmung, wonach die Variante keine Ideallösung darstellt, wurde vom Rat die Bitte um Prüfung auf Förderungsmaßnahmen gestellt.

Das ist der Stand zum Kindergarten Don Bosco in Schwabegg

Nach den Beratungen Ende September zur Erweiterung des 1996 erbauten Kindergartens Don Bosco in Schwabegg erläuterte das beauftragte Architekturbüro im Gremium die gewünschten Ergänzungen zum Vorentwurf. Architektin Birgit hatte im Vorfeld insbesondere mit der Kindergartenleitung und Fachplanern für Haustechnik und Statik die Pläne für den Aus Haus geplanten Anbau überarbeitet.

Auf Rückfrage von Stephan Dölle (CSU) begründete Dreier die Holzbauweise mit der kurzen Bauzeit, der guten Akustik sowie der positiven Ökobilanz. Die Baukosten veranschlagte die Architektin mit rund 2,1 Millionen Euro, wobei darin schon eine Kostensteigerung von fünf Prozent kalkulatorisch erfasst sei. „In der Kostenschätzung nicht enthalten ist die Verlegung des Fußwegs, die Schaffung von Stellplätzen sowie die Instandhaltungskosten und die energetische Sanierung des Bestandsgebäudes“, rechnete sie vor. Der Rat votierte einstimmig für den Vorschlag und vergab den Auftrag zur Abgabeplanung für Fördergelder.

Seit 20 Jahren gibt es in Klimmach keine neuen Wohnbauflächen

„Schön, dass die Stadt Schwabmünchen nach langer Abstinenz etwas tut“, kommentierte Stadtrat Gebhard Bierling den einstimmigen Beschluss zur Aufstellung eines qualifizierten Bebauungsplans Klimmach 2 für das neue „Wohnbaugebiet Mitte/östlich des Spielplatzes“. Nach Aussage des Bürgermeisters seien in Klimmach seit 20 Jahren keine neuen Wohnbauflächen geschaffen worden und der Bedarf sei definitiv vorhanden.

Die Anträge der Fraktion „Bündnis 90/Grüne“, im Neubaugebiet Südwest III bei sämtlichen Planungsschritten ein Mehrgenerationenhaus sowie eine soziale Mitte zu berücksichtigen kommentierte Bürgermeister Lorenz Müller: „Der Bebauungsplan braucht dafür nicht geändert werden, es gibt noch genügend Freiflächen. Die Frage stellt sich nur, wer solche Einrichtungen bauen und betreiben möchte“, sagte er. Weiterhin betonte er, dass dieses Gebiet in sich nicht abgeschlossen, sondern offen sei. „Der örtliche Bedarf muss gedeckt werden. Das Neubaugebiet soll Leben entstehen lassen und nicht als reine Schlafsiedlung dienen“, forderte Bernd Zeitler (SPD). Auf Antrag der SPD-Fraktion wird ein Experte eingeladen, der die Stadträte zur Errichtung, Betrieb und Kostensituation von öffentlichen Elektroladesäulen beraten soll.

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