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Jubiläum

05.10.2017

Die Schlossbergschützen blicken auf 50 Jahre zurück

Die Fahnenweihe im Jahr 1977 war der erste große Höhepunkt in der noch jungen Vereinsgeschichte der Schlossbergschützen. ,
Bild: Archiv Schlossbergschützen

1967 schlug in Scherstetten ihre Geburtsstunde. Seither ist viel geschehen

Die Schlossbergschützen Scherstetten blicken einem Festwochenende vom 20. bis 22. Oktober entgegen: Sie feiern ihr 50-jähriges Bestehen. Die Geburtsstunde des Jubelvereins schlug am 21. Oktober 1967 im Gasthaus Zum Hirsch. Motor der Vereinsgründung war der damalige Pächter der Dorfwirtschaft, Robert Kormann. Auf seine Initiative hin hoben 36 Gründungsmitglieder den Schützenverein aus der Taufe.

Es muss wohl ein langer Abend gewesen sein, damals im Herbst vor 50 Jahren, bis alle Regularien und Statuten diskutiert waren. Denn wie im Gründungsprotokoll nachzulesen ist, schritt man erst zu vorgerückter Stunde gegen 23 Uhr zur Wahl der ersten Vorstandschaft. Unter der Leitung von Karl Wiedemann (Traunried), dem damaligen Gauschützenmeister des Schützengaues Türkheim, wurde Hans Rogg zum ersten Schützenmeister und Vereinsvorsitzenden gewählt. Karl Schmid wurde sein Stellvertreter und Helmut Deschler der Schriftführer und Kassier. Als Beisitzer wurden Albert Bollmüller, Matthias Martin, Alois Hartmann sen. und Ludwig Kraus jun. in die junge Vereinsführung gewählt.

Bereits im 19. Jahrhundert hatte es in Scherstetten einen Schützenverein gegeben. Die Aufzeichnungen der damaligen Zimmerstutzengesellschaft verlieren sich in der Dorfchronik allerdings im Jahr 1892. Der Name des neu gegründeten Schützenvereins kam auf Vorschlag des heutigen Scherstetter Altbürgermeisters Erich Höß zustande. Die Schlossbergschützen erinnern damit an das ehemalige Schloss und dessen „alte Ritter“ auf der Anhöhe im Osten des Dorfes.

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Im Saal der Gastwirtschaft Kormann wurde mit zwei Luftgewehren der Schießbetrieb aufgenommen. Die vier Schießstände – einer kostete 75 Mark – wurden von Bauunternehmer Josef Schöbel, Schreinermeister Ludwig Thoma, Meinrad Blessing und Hans Haider gespendet. Hans Haider war es auch, der 1977 damit begann, die Chronik der Schlossbergschützen niederzuschreiben.

Bei der ersten Generalversammlung am 7. Januar 1968 zählte der Verein schon 83 Mitglieder. Ende Januar 1968 wurde bereits das erste Königsschießen ausgetragen, aus dem Karl Schmid als Schützenkönig und Josef Kögel als Vereinsmeister hervorgingen. Die Schützenkette hatte Epimach Fenneberg angefertigt.

In den Jahren 1970/71 bauten die Schützen den Keller im Vereinslokal Hirsch zu einer Schießstätte aus und übernahmen dort – nach einem Pächterwechsel im Jahr 1973 – in Eigenregie auch die Bewirtung. Im gleichen Jahr wechselten die Scherstetter Schützen vom Gau Türkheim zum Gau Lech-Wertach. Im Dezember 1975 begann unter der Regie von Hans Rogg – er lenkte die Geschicke des Vereins drei Jahrzehnte lang – das größte Projekt in der nun 50-jährigen Geschichte der Schlossbergschützen: der Bau des eigenen Schützenheimes mit anfangs elf Schießständen in der Schmutterstraße am östlichen Ortsrand. Die Gemeinde hatte dafür das Grundstück zur Verfügung gestellt. Am 15. Oktober 1976 wurde das Haus eröffnet. Mit dem Gauschießen im Oktober 1978 wurde auch der große Veranstaltungssaal im Erdgeschoß eingeweiht. Über 12000 ehrenamtliche Arbeitsstunden hatten die Schützen in ihr schmuckes Domizil investiert, das seither ein Gemeindezentrum im besten Sinne ist und auch von den übrigen Vereinen und der ganzen Dorfgemeinschaft für Feiern und Veranstaltungen genutzt wird. Schon 1986 wurde das Gebäude um einen Anbau erweitert. Heute stehen für große sportliche Wettkämpfe auf zwei Etagen bis zu 39 Stände zur Verfügung.

Ein Höhepunkt war im Juni 1977 die Fahnenweihe. Die Patenschaft übernahm der Schützenverein Traunried. 1985 wurde in der Schmuttertalgemeinde das 60-jährige Bestehen des Schützengaues Lech-Wertach gefeiert – gekoppelt mit der Weihe der Gaustandarte. 1992 war Christine Deibl die erste Schützin auf dem Königsthron. Nach der Turnabteilung schlossen sich 1992 auch die Scherstetter Theaterspieler als Untergruppe den Schlossbergschützen an. Mittlerweile sind diese jedoch ein eigenständiger Verein. Seit dem Jahr 2000 steht die umfangreiche Jugendarbeit auf einem soliden Fundament.

Im 50. Jubiläumsjahr zählen die Schlossbergschützen über 200 Mitglieder. Damit sind sie einer der größten Vereine im Gau Lech-Wertach. Neun Mannschaften beteiligen sich am Rundenwettkampf. Nach dem Gründungsvorsitzenden Hans Rogg (1967 – 1998) ist Karina Wiedemann (seit 1998) erst die zweite Schützenmeisterin auf der Kommandobrücke.

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