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13.06.2009

Die Schützen haben eine Heimat gefunden

Klosterlechfeld Die Klosterlechfelder Schützen haben ihre Heimat gefunden - endlich. Mehr als 30 Jahre waren sie auf der Suche nach geeigneten Räumen. Nach Räumen, in denen sie ihrem Sport nachgehen können, die sie ganz nach ihren Vorstellungen herrichten können.

Jetzt hat die Schützengesellschaft ihr eigenes Schützenheim: mitten im Ort, in bester Lage neben der Kirche und ganz auf die Bedürfnisse der Sportler abgestimmt. Mit einem großen Fest und einem Jedermannschießen feiert der Verein die Einweihung mit der ganzen Bevölkerung Klosterlechfelds.

Die bisherigen Zustände waren mehr schlecht als recht

Für die Schützengesellschaft geht damit ein langer Weg erfolgreich zu Ende. Ihr Vorsitzender Reinhard Hiller ist glücklich: "Das ist ein Traum", sagt er und blickt durch die neuen Räume. Etwas Eigenes hatten die Schützen bislang nicht. Lange waren sie durch Gasthäuser getingelt, um sich dort zu treffen. Schließlich fanden sie im alten "Schweinestall" neben der Kirche ein provisorisches Vereinsheim. Die Zustände: mehr schlecht als recht. Das Gebäude war marode und schlecht isoliert. "Das war eine Bruchbude", sagt Hiller. Schießstände, Gastraum und Küche - alles in einem Raum. Die Toiletten lagen außerhalb des Gebäudes.

Die Schützen haben eine Heimat gefunden

Doch das ist Vergangenheit: Binnen eines halben Jahres hat der Verein - zum großen Teil in Eigenleistung unter der Regie von Adolf Heckl - aus dem alten "Schweinestall" ein modernes Schützenheim gemacht. "Wir sind stolz auf uns selbst", sagt Hiller. 120 000 Euro hat der Verein investiert. Ob es Zuschüsse gibt, ist noch ungewiss.

Die Gemeinde hatte das rund 390 Quadratmeter große Areal von der Diözese gekauft und per Erbpacht an die Schützen übergeben. Im April vergangenen Jahres haben die Schützen losgelegt. Die Weihnachtsfeier fand bereits im neuen Schützenheim statt.

13 Schießstände, verteilt auf zwei Räume, moderne Umkleiden und Sanitäranlagen, ein großer Aufenthaltsraum - so sieht das Eigenheim der Schützen nun aus. An die Zustände vor dem Umbau mag keiner mehr denken. Jetzt ist der Blick in die Zukunft gerichtet. Und die sieht gar nicht schlecht aus. Das moderne Schützenheim zieht neue Mitglieder an. Die Schieß- und Übungsabende seien sehr gut besucht, berichtet Hiller. Der Verein konnte für die kommende Saison zwei weitere Mannschaften melden. Damit starten acht Teams für die Schützengesellschaft - so viele wie noch nie. Quantität ist aber nur das eine. Der Vorsitzende hofft auf einen Schub in der Nachwuchsarbeit - und auch für das gesellschaftliche Leben in Klosterlechfeld.

Schützen wollen ihren Beitrag zur Dorfgemeinschaft leisten

Denn nach wie vor klagen einige Gruppierungen im Ort, dass ihnen der Platz zum Proben oder für Zusammenkünfte fehle. Zuletzt hatte man gehofft, dass das Bahnhofsgebäude als Vereinsheim genutzt werden könnte - vergeblich (wir berichteten). Die Verpachtung des Areals durch die Gemeinde ist daher für die Schützen mit einer Auflage verbunden: Die örtlichen Vereine dürfen das Schützenheim für gesellige Veranstaltungen nutzen. Der Faschingsverein Lecharia hat sich bereits angemeldet. Die Schützen begrüßen das Miteinander: "Wir werden unseren Beitrag in der Dorfgemeinschaft leisten."

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