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Lechfeld/Stauden

07.04.2013

Die Tornados sind weg, jetzt donnern Typhoons am Himmel

Die zweistrahligen Eurofighter Typhoon des JG 74 starten von Neuburg aus. Ihre Piloten nutzen nun auch den Luftraum über dem Lechfeld und den Stauden für Übungen. 
Bild: Michael Mäusly

Am Fliegerhorst ist weniger los, aber der Luftraum wird weiterhin genutzt.

Das Lechfeldgeschwader ist aufgelöst, seine Tornados sind weg. Doch ist es nun stiller geworden? Viele sagen Nein. Erstmals seit langer Zeit gibt es am Lechfeld und in den Stauden verstärkt Klagen über Fluglärm. Vor allem überrascht anhaltendes Düsendonnern abends noch nach 20 Uhr. Wie gemeldet beispielsweise am Gründonnerstag und auch in dieser Woche am Donnerstag bis kurz vor 21 Uhr.

Rückblick: Die Flugbewegungen der Tornados des JaboG 32 vom Lechfeld waren vertraut: Starts werktags kurz nach 9 und nach 14 Uhr, etwa zwei Stunden später Landungen. An Wochenenden war ab Freitagmittag Ruhe. Sein Nachtflugkontingent absolvierte das Lechfeldgeschwader im Winter, wenn es in den frühen Abendstunden schon dunkel genug dafür war.

Die Stauden allerdings waren schon früher häufig Opfer von Flug- und Luftkampfübungen. Denn von Westen her reicht bis in sehr große Höhe und bis ans Lechfeld heran ein dafür vorgesehener Übungskorridor. Und gerade der wird nun offenbar weiterhin von der Luftwaffe und von Natopartnern genutzt.

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Genaugenommen sind es sogar zwei wie Kartons übereinander geschichtete Lufträume für Flugübungen. Diese hier „TRA 207“ und „TRA 307“ benannten Zonen bleiben unabhängig von der Auflösung des JaboG 32 bestehen.

Dort beispielsweise hat am Donnerstagabend nach bestätigten Angaben ein Eurofighter – auch Thyphoon genannt – vom Jagdgeschwader 74 aus Neuburg seine Runden gedreht. Nach nicht belegten Informationen soll zudem ein US-Jet zwischen Ulm und dem Lechfeld Übungen absolviert haben. Alles nichts Ungewöhnliches. Unter Umständen sind die Klagen über Fluglärm mehr darauf zurückzuführen, dass vergangene Woche Militärjets verschiedener Nationen auch tagsüber hier geübt haben sollen.

Insgesamt jedoch entkräftigt die Luftwaffe Vermutungen, der Fluglärm im heimischen Raum sei generell stärker geworden. Weder der Kommodore des Jagdgeschwaders 74 in Neuburg, Oberstleutnant Frank Gräfe, noch der Leiter der örtlichen Flugsicherung am Lechfeld, Major Jan Herchenröder, konnten auf Anfrage außergewöhnliche Flugbewegungen oder vermehrtes Flugaufkommen bestätigen.

Allerdings wies Gräfe erneut darauf hin, dass Flüge im heimischen Luftraum auch weiterhin durchgeführt würden. Bis zur Auflösung des Lechfelder Geschwaders hätten sich hier primär Tornados bewegt, jetzt nutzen ihn hauptsächlich die „Eurofighter Typhoon“.

Wie mehrfach berichtet, betreibt die Luftwaffe den Fliegerhorst Lechfeld weiterhin, will ihn laufend als Ausweichplatz nutzen und 2014 für etwa zehn Monate während großer Bauarbeiten in Neuburg die dort stationierten Eurofighter hierher verlegen.

Spätestens seit Bekanntgabe der jüngsten Runde der Bundeswehrreform war die Zahl der Flugstunden des Lechfeldgeschwaders stetig gesunken. Das, so die Luftwaffe gelte insgesamt für den Übungsbetrieb in der Luft. Das jährliche Flugstundenaufkommen der Bundeswehr sei bereits seit Längerem immer weiter reduziert worden, besonders drastisch in den vergangenen zwei, drei Jahren. Die globale Reduzierung der Flugstunden – ob aus reinen Haushaltsgründen, Personalmangel, verstärktem Einsatz der Simulatoren oder aufgrund veränderter Strategien – betreffe alle fliegenden Verbände der Bundeswehr, wenn auch in unterschiedlicher Intensität.

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