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Bobingen

08.04.2019

Die Wasserwacht hilft im Schwimmbad und an Land

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Die Wasserwacht von Bobingen verfügt über dieses moderne Rettungsgerät, um schnell zu Schwimmern zu gelangen und diese aufzunehmen. Foto: M. Gschwilm

Helfer aus Bobingen haben 2018 beim Wachdienst 236 Menschen versorgt. Sechs Mal musste der Notarzt hinzukommen. Der Umbau des Aquamarin beschäftigt die Ortsgruppe schon jetzt.

Paul Steidle, Kreisverbandsvorsitzender vom Roten Kreuz Augsburg, sprach von wieder einmal beeindruckenden Zahlen, die die Wasserwacht in Bobingen vorzuweisen habe. „Bobingen ist überhaupt sehr stark in der Rot-Kreuz-Arbeit“, lobte Steidle. Für ihn sei es besonders schön zu sehen, dass es immer kameradschaftlich zugehe und eine hervorragende Jugendarbeit geleistet werde.

Tatsächlich konnte der Vorsitzende des Bobinger Wasserwachtortsverbandes, Martin Gschwilm, in diesem Bereich von über 3 000 Stunden berichten, die hier im vergangenen Jahr geleistet wurden.

Aufnahmestopp beim Schwimmtraining

Jugendleiter Thomas Rottmair sprach von einer großen Nachfrage bei der Mitgliedschaft für Kinder und von einem Aufnahmestopp, der mangels Trainingszeiten für Kinder unter zwölf Jahren aufrechterhalten werden muss. Zusätzlich zum Schwimmtraining sind wöchentliche Übungsstunden angesetzt, in denen es um Rot-Kreuz-Arbeit, Spaß und gemeinsames Spiel geht. Dazu lockt die Wasserwacht mit vielen verschiedenen Aktionen und Veranstaltung im Jahreskalender.

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Nicht nur in der Jugendarbeit gehe die Wasserwacht Bobingen d zukunftsweisend voran. So wurden in einer Schulsportschwimmwoche des Landkreises Augsburg im vergangenen Jahr 140 Schüler im Schwimmen geschult und 179 Schwimmabzeichen vergeben. Daneben führt die Wasserwacht regelmäßig eigene Schwimmkurse durch, die immer ausgebucht sind.

Wie der technische Leiter Michael Schnock erklärte, forderte das anhaltend schöne Sommerwetter im vergangenen Jahr die Mitglieder der Ortsgruppe. Bei den Wachdiensten im Hallen- und Freibad Aquamarin in Bobingen und in Stegen am Ammersee wurden 3 155 Stunden verbracht. Im Bobinger Freibad übernahm die Wasserwacht den Wachdienst an Wochenenden und Feiertagen und besetzte die Sanitätsstation im Bad. 236 Patienten wurden versorgt. Sechs Mal musste der Notarzt hinzugerufen werden.

Bobinger sind auch auswärts gefragte Helfer

Zu diesen Arbeiten kommt der Dienst in der Einsatzgruppe, die neun Mal zu Übungen und Einsätzen alarmiert wurde. Mit dieser Einsatzgruppe habe sich die Wasserwacht durch Trainings und Qualifizierungen sowie spezieller Ausrüstung zu einem bayernweiten Spezialisten entwickelt. Deshalb geht die Wacht künftig bei großen Hochwasserlagen mit einem deutschlandweiten Wasserwachtteam in den Einsatz. Um für die Ernstfälle immer fit und vorbereitet zu sein, ist die Aus- und Weiterbildung wichtig. Allein die über 16 Jahre alten Mitglieder erbrachten hier 2 500 Stunden an Fortbildungen und Trainingseinheiten.

Engagiert sind die Mitglieder zudem im Bereich des Rettungsdienstes des BRK. Hier wurden ehrenamtlich über 3 000 Stunden eingesetzt. Weitere Sanitätsdienste schlugen mit rund 100 Stunden, Wartung, Materialpflege und Büroarbeiten mit 500 Stunden zu Buche. So kamen 5655 Stunden zusammen. Zahlen, die unglaublich klingen, von der Ortsgruppe aber seit Jahren mit kleinen Abweichungen immer wieder erbracht werden.

Waltraud Wellenhofer dankte den Ehrenamtlichen im Namen der Stadt für ihren Einsatz. „Es ist phänomenal, welchen Aufschwung die Ortsgruppe der Wasserwacht in den letzten Jahrzehnten genommen hat“, meinte sie. Wellenhofer lobte gerade die Jugend für ihren Mut im Wasser und zeigte sich stolz auf das Engagement der Wasserwacht. „Seit dem Bau unseres Schwimmbades ist dessen Geschichte eng mit der Wasserwacht Bobingen verbunden“, erinnerte sich die Stadträtin. Deshalb wolle man sich im Stadtrat dafür einsetzen, dass die Wasserwacht auch während des geplanten Badumbaus nicht auf dem Trockenen sitzt.

Darüber freute sich Ortsvorsitzender Martin Gschwilm. Er warf in seinem Bericht verschiedene Möglichkeiten auf, wie man sich während der Umbauphase behelfen wolle. So sei eine Wachstation am Wertachstrand eine Idee. Ferner suche man nach Schwimmbad- und Turnhallenzeiten außerhalb Bobingens. Das gestalte sich allerdings als schwierig. Mit der Stadtverwaltung Bobingen stehe man hier in einem engen Dialog, erklärte Gschwilm, der die Zukunft auch positiv sah: So steht 2020 das Jubiläum 60 Jahre Wasserwacht Bobingen an. Und da wird erst einmal gefeiert.

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