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Blaulicht

03.01.2019

Die spektakulärsten Polizeieinsätze und Verhandlungen

Für unseren Fotografen haben die beiden Unfallbeteiligten das Geschehen nachgestellt. Dennis Reinhard wurde auf das Heck des Cabrios von Gisela Horsch geschleudert. Er hielt sich fest, bis sie das Auto zum Stehen brachte.
3 Bilder
Für unseren Fotografen haben die beiden Unfallbeteiligten das Geschehen nachgestellt. Dennis Reinhard wurde auf das Heck des Cabrios von Gisela Horsch geschleudert. Er hielt sich fest, bis sie das Auto zum Stehen brachte.
Bild: Marcus Merk (Archiv)

Ein Polizist filmte nackte Frauen in der Umkleidekabine und ein Namensstreit landete vor Gericht. Was 2018 vor Gericht und bei der Polizei für Aufregung sorgte.

Ein spannender Polizist hat 2018 für viel Aufsehen gesorgt: Der 27-jährige Mann hat zwischen 2015 und 2017 mit seinem Handy etwa 130 Frauen im Bobinger Freibad heimlich gefilmt, als sie sich in der Umkleidekabine umzogen. Mit seinem Handy nahmen er und weitere Bekannte die intimen Situationen auf, während sie in der Nebenkabine auf ihr nächstes Opfer warteten. Bis zu elf Aufnahmen pro Tag machte der Polizist. Er flog auf, als eine Frau die winzigen Bohrlöcher in der Umkleidekabine auf Höhe des Brust- und Genitalbereichs entdeckte. Der Mann, der seit dem Vorfall vom Dienst suspendiert ist, wurde zu einer sechsmonatigen Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Außerdem läuft gegen ihn ein Disziplinarverfahren; ihm droht die Entfernung aus dem Beamtenverhältnis.

35-Jähriger aus Königsbrunn tötet einen Rentner

Wegen Mordes ist ein Mann aus Königsbrunn zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der 35-Jährige und sein Bekannter, ebenfalls aus Königsbrunn, verschafften sich 2017 unter einem Vorwand Zutritt zum Haus eines 88-Jährigen, um Wertgegenstände zu stehlen. Die beiden Männer beschuldigten sich vor dem Landgericht Bayreuth gegenseitig, den Retner erschlagen zu haben. Der 35-Jährige hatte in dem Prozess zugegeben, dass er zu dieser Zeit wegen eines schief gelaufenen Kokaingeschäfts Ärger mit Drogenhändlern in Südamerika hatte. Er hatte nach der Tat in Bayreuth 2500 Euro an die Kokain-Händler in Südamerika überwiesen. Er habe wegen des geplatzten Geschäfts große Angst gehabt – vor allem, nachdem sein Kontaktmann in Kolumbien erschossen worden sei.

Wenn Tejay nicht TJ heißen darf

Mit einem kuriosen Namensstreit musste sich das Verwaltungsgericht auseinandersetzen. Eine Mutter wollte für ihren nicht einmal zwei Jahre alten Sohn die Vornamen ändern. Aus „Tejay Romeo Myron Jamal Kaiser“ (Name von der Redaktion geändert) sollte TJ Romeo Kaiser werden. Die Mutter sagte vor Gericht, dass der Vorname Tejay diskriminierend sei, da viele Menschen in Deutschland den Namen nicht richtig aussprechen könnten. Das habe sie in diesem Ausmaß nicht erwartet. Das Gericht lehnte die Änderung in TJ ab, da es keine schwerwiegenden Beeinträchtigungen oder massive seelische Belastungen für das Kind erkennen könne. Das Gericht sei der festen Überzeugung, dass Tejay nicht unter seinem aktuellen Namen leide.

Vergewaltigung bei einem Seminar

Zu einer Gefängnisstrafe von zweieinhalb Jahren wegen Vergewaltigung ist der Leiter einer Seminarveranstaltung in Bobingen verurteilt worden. Nach Ansicht des Schöffengerichts des Augsburger Amtsgerichts hatte der 33-Jährige sich 2017 in einem Tagungshotel an einer Seminarteilnehmerin vergangen, in dem er seine Finger gegen ihren Willen in sie einführte. Zu dem Vorfall war es während des Wochenseminars einer Versicherung gekommen. Der Angeklagte hat Widerspruch eingelegt.

Mutter versorgt Sohn mit Drogen

Wegen falscher Mutterliebe ist eine 47-jährige Frau zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Sie hat ihrem 15-Jahre alten Sohn insgesamt 228 Mal Marihuana gegeben. Ihre Begründung: Sie hatte Angst, ihren Sohn an Alkohol zu verlieren, nachdem er immer öfter trank.

Unfall: Motorradfahrer landet in Cabrio

Ein spektakulärer Unfall ereignete sich im Juni dieses Jahres auf der B17. Gisela Horsch war auf dem Weg nach Hause auf Höhe Königsbrunn, zwischen den beiden Anschlussstellen Süd und Nord. Sie fuhr auf der linken Spur und verringerte an der Baustelle dort ihre Geschwindigkeit, sie bremste das Auto ab auf 80 Stundenkilometer, wie vorgeschrieben. Dann hörte sie einen Knall. Ein Motorradfahrer war hinter dem Auto gefahren und hatte zu spät bemerkt, dass Horsch bremste. Er prallte gegen das Cabrio, wurde durch den Zusammenstoß in die Luft katapultiert und schleuderte kopfüber auf die Verdeckablage. Der 27-Jährige blieb bei dem Unfall unverletzt, ebenso die 71-jährige Autofahrerin.

Ein 19-jähriger Autofahrer bremste im Februar von der Leuthau in Richtung Schwabmünchen ab und schleuderte in die Scharlach. Der Mann konnte sich selbst aus dem Wagen und dem eiskalten Wasser befreien.
Bild: Reinhold Radloff (Archiv)

Navi lotst Lastzug in eine Sackgasse

Zur Verzweiflung getrieben wurde der Fahrer eines 40-Tonners zu Beginn des Jahres: Der 53-jährige Mann aus Norddeutschland hatte die Waldstraße in Bobingen als Ziel eingegeben. Das Navi lotste den Lastzug den Straßberger Berg hinauf Richtung Burgwalden. Auch dieser Streckenabschnitt nennt sich Waldstraße. Der Mann fuhr in den Friedhofweg, wollte dort wenden und fuhr in eine Wiese. Der Lastzug sackte in den Wiesenboden und grub sich bis an die Achse ein. Am Ende half nur noch die Polizei.

Granate auf Bobinger Polizeiinspektion

Einen großen Schrecken hat ein Bauarbeiter den Polizisten auf der Bobinger Inspektion im Februar eingejagt. Der Mann kam auf die Wache, um eine spezielle Fundsache abzugeben: eine Weltkriegsgranate. Der Mann hatte das Munitionsstück bei Arbeiten an einer Baustelle auf dem Lechfeld gefunden. Statt die Behörden zu informieren, packte der Mann die Granate in seinen Transporter und fuhr sie 15 Kilometer bis Bobingen. Wie sich später herausstellte, war es eine Übungsgeschoss aus dem Ersten Weltkrieg und enthielt keinen Sprengstoff.

Rund 20 Meter weit wurde eine 35-jährige Frau mit ihrem Auto in ein Maisfeld zwischen Oberottmarshausen und Wehringen geschleudert, nachdem ein Traktor samt Anhänger in die Straße fahren wollte und das Auto übersah. Die Frau wurde schwer, der Traktorfahrer leicht verletzt.
Bild: Michael Lindner (Archiv)

Toter Mann in Pension gefunden

Ein 46-jähriger Este ist im Sommer auf dem Flur einer Pension in Schwabmünchen tot aufgefunden worden. Zwei Arbeitskollegen, die unter deutlichem Alkoholeinfluss standen, wurden verhaftet und stehen unter dem Verdacht, den Mann erschlagen zu haben.

Tödlicher Unfall

Tragisch endete ein Autounfall im Februar: Ein 24 Jahre alter Autofahrer und seine 20-jährige Begleiterin kamen zwischen Straßberg und Reinhartshausen ums Leben, als der Wagen des Paares in einer Kurve in einem Waldstück von der Straße abkam, sich mehrfach überschlug und gegen Bäume knallte.

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