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Schwabmünchen

21.01.2019

Die wichtigsten Urlaubstipps für den Hund

Entspannung und Stressfreiheit sollte das Ziel der gemeinsamen Urlaubsreise sein.
Bild: Uwe Bolten

Plus Ferien mit dem Vierbeiner können bei mangelnder Vorbereitung zu Stress bei Tier und Mensch führen. Was Reiseexperten raten.

Jetzt schon an den Urlaub denken, bringt lange Vorfreude und kann Geld einsparen. Erst recht sollte frühzeitig planen, wer mit seinem Vierbeiner nicht ans Haus gefesselt bleiben will. Denn Urlaubsreisen mit tierischem Begleiter erfordern viel Vorbereitung. Das gilt vor allem für Tiere, die nicht in einen Behälter von der Größe einer mittelgroßen Sporttasche passen. Was über ein Schoßhündchen hinausgeht und nicht im eigenen Auto mitgenommen werden kann, erlebt nämlich schon bei der Anreise ein großes Abenteuer. Daher die besten Tipps fürs Reisen mit dem Hund.

Vieles hängt vom Wesen des Hundes ab

Fernreise So ein richtiger Tapetenwechsel kann auch mit Hund sehr entspannend sein. Petra Kaddur vom gleichnamigen Schwabmünchner Reisebüro weiß: „Es gibt sogar Kreuzfahrtschiffe nur für Hunde und deren Besitzer.“ Es ist natürlich immer die Frage, ob lange Reisen einem Haustier zumutbar sind. Das hängt auch vom jeweiligen Wesen ab. Vor allem, wenn es im Frachtraum eines Flugzeuges lange von Frauchen oder Herrschen getrennt ist, fremdartige Bewegungen und Druckunterschiede spürt. Doch es gibt andererseits sogar vierbeinige Vielflieger. Teilnehmer internationaler Wettkämpfe zum Beispiele oder Katastrophenschutzhunde müssen schon mal wiederholt weitere Distanzen zurücklegen und vertragen dies gut. Die Airlines machen vieles möglich, sogar den Mitflug in der Kabine – jedoch in spezieller Tasche. Die Fluggesellschaften haben dazu jedoch ganz unterschiedliche Bestimmungen. Schon bei der Buchung sollte man sich nach Details erkundigen und den Aufenthalt in der Transporttasche oder den Frachtbox daheim rechtzeitig einüben. Hilfreiche Orientierungshilfe können auch die Veterinärstationen an großen Flughäfen geben.

Impfungen und Quarantäne bedeuten Stress für den Hund

Silvia Kremmling, Mitglied im Vorstand des Dackelclubs Leuthau, und ihr Ehemann Martin haben mit ihren drei kleinen und vier großen Vierbeinern zahlreiche Erfahrungen bei Reisen gesammelt und kennen solche Tipps. Doch sagt sie auch: „Ich persönlich halte nichts von Hundetransport im Flugzeug, beispielsweise für ein paar Wochen nach Übersee. Zumal die Einfuhr von Hunden in fremden Ländern durch Impfungen und Quarantäne Stress für die Tiere bedeutet.“

Getrennter Urlaub Manche Paare gehen im Urlaub getrennte Wege; das kann auch mit Hund funktionieren. Denn es neigen laut Kremmling manche Hunde zu Stressreaktionen, wenn sie von Haus aus unsicher sind oder es manchmal an der Führung fehlt. Diesen Tieren tue man keinen Gefallen, sie mitzunehmen. Für sie wäre es besser, bei einer bekannten Bezugsperson in ihrem gewohnten Umfeld zu bleiben. Fragt man weitere Hundehalter, verraten diese nur guten Freunden die Adresse einer guten Hundepension. Denn diese gelten als Geheimtipp, wenn der eigene Hund dort nicht einsam ist oder mit Rangkämpfen überfordert wird. Gute Hundepensionen achten auf die richtige Mischung an Größe und Rasse ihrer Schützlinge. Dem sind dann Größe des Auslaufs und die Aufteilung in Gruppen angepasst. Da entstehen Hundefreundschaften.

Pauschalreise Der Familienurlaub mit Kindern, komplett als Paket aus dem Katalog gebucht, ist vielen Menschen eine komfortable Sache und entsprechend ein Erfolgsmodell der Reisebranche. Der Urlaub mit Hunden ist dabei zwar bei einigen Veranstaltern ebenso ein Thema, jedoch immer noch ein Nischenprodukt, sagt Petra Kaddur.

Autoreise Die Reisefachfrau versteht daher Hundehalter, die mit dem eigenen Auto wegfahren und dazu zum Beispiel eine passende Ferienwohnung suchen. Hier sei der Bedarf schon größer, ebenso das Angebot. „Wichtig ist in den Katalogen die Kennzeichnung der Unterkünfte oder Hotels für ihre Hundefreundlichkeit“, sagt sie. Ebenso seien im Internet Anbieter zu finden, die sie in ihrem Unternehmen jedoch nicht führt.

Reise mit dem Auto ist die passende Urlaubsform

Die Reise mit dem Auto ist auch Silvia laut Kremmling die passende Urlaubsform. „Eine dem Hund angepasste und stabile Hundebox, die dem Tier Bewegungsfreiraum lässt, gut belüftet ist und vor dem anderen Gepäck schützt, ist zwingend notwendig“, zählt sie auf. Dazu sei es erforderlich, dass das Tier gerne mit dem Auto fahre: „Die kann man jedoch schon in der Welpenzeit trainieren. Die Tiere sehen dann das Auto wie eine mobile Hundehütte.“

Stammadressen Vertrauen und persönliche Erfahrungen zählen bei solchen Empfehlungen viel. Darum sind Hundehalter oft Stammgäste in bestimmten Urlaubszielen und deshalb auch entsprechend geschätzt. Silvia Kremmling beispielsweise erzählt: „Wir fahren mehrfach im Jahr nach Ungarn und übernachten in einem hundefreundlichen Ferienhaus.“ Bei entsprechender Vorbereitung und Training mit den Hunden gäbe es keine Probleme.

Zielwahl Auch den Tieren tut ein vertrautes Urlaubsziel gut: „Die größte Herausforderung besteht darin, die richtige Balance ohne Stress für einen selbst und den Hund zu finden,“ sagt Kremmling. Dabei spiele die Art des Urlaubs eine entscheidende Rolle. „Bei einem Wanderurlaub sind die Tiere nicht alleine, bei einem Strandurlaub wäre der Hund fehl am Platz, zumal an vielen Stränden ein Hundeverbot herrscht“, sagt die erfahrene Hundehalterin.

Regeln Zum Urlaub gehört eine gute Vorbereitung, sagt Silvia Kremmling: „Eine gründliche Information über Einreisebedingungen und Toleranz in der Unterkunft wie auch der Urlaubsregion gegenüber Hunden ist genauso wichtig wie die Kenntnis über den nächsten Tierarzt am Urlaubsort sowie eine Hundehaftpflichtversicherung.“ Zu bedenken sei auf jeden Fall, dass der Hund in der Regel nicht mit in Restaurants dürfe. Selbstverständlich gehöre das Mitführen und Nutzen von Hundekotbeuteln auch im Ausland dazu, ergänzt sie.

Gute Nachricht: Die Urlaubsreise mit Hund gewinne immer mehr an Bedeutung. Es gebe eine steigendes Angebot an hundefreundlichen Ferienanlagen, Hotels und Campingplätzen, sagt Silvia Kremmling. „Eine intensive Vorbereitung, die Recherche im Internet oder ein Erfahrungsaustausch in einem Verein kann den Reisewilligen schon viel weiter helfen und vor unliebsamen Überraschungen oder einen gestressten Urlaub schützen.

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