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Landkreis Augsburg

23.11.2020

Diese Aktionen gibt es bis Weihnachten im südlichen Landkreis Augsburg

Versammeln sich ums Hirtenfeuer: die Akteure, die Kirche und Krippenspiel direkt ins Wohnzimmer bringen.
Bild: Anja Fischer

Plus Die Weihnachtsmärkte im südlichen Landkreis Augsburg sind wegen des Coronavirus abgesagt. Was bleibt noch vom Glanz vor dem großen Fest?

Neue und kreative Ideen sind gefragt, um in der Corona-Pandemie die Adventszeit zu feiern. In Schwabmünchen sollen 40 beleuchtete Weihnachtsbäume im Zentrum für Stimmung sorgen. Das ist noch nicht alles.

Nach der Idee der Werbegemeinschaft sollen die Bäume entlang der Fugger- und Luitpoldstraße sowie in der "Neuen Mitte" besonderen Schmuck bekommen: Für ihn sorgen Kindergärten und Schulen. Statt Ständen auf dem Hoigarten und dem alternativ geplanten Weihnachtschlendern gibt es in Schwabmünchen fünf Stationen „Auf dem Weg zur Krippe“: So heißt die Aktion des Pfarrgemeinderats der Pfarrei St. Michael. In Schaufenstern in der Schwabmünchner Innenstadt können Besucher jeweils ein Bild zu einer biblischen Erzählung sowie Impulse entdecken.

Schwabmünchens Zentrum soll trotz Corona weihnachtlich anmuten: Es wird 40 beleuchtete Bäume geben.
Bild: Nadine Kruppe

Advent: Fenster leuchten in Bobingen auf

In Bobingen will die Kolpingsfamilie Lichtblicke im Advent bieten: An jedem Abend wird um 18 Uhr, wie bei einem Adventskalender, ein Fenster in Bobingen mit der entsprechenden Zahl aufleuchten. So gibt es Tag für Tag einen festen Termin, an dem man sich Zeit füreinander nimmt, je nach Entfernung einen kleinen Spaziergang macht und an einer vorweihnachtlich gestalteten halben Stunde teilnimmt. Sollte die Aktion aufgrund der Infektionszahlen abgebrochen oder nicht erlaubt sein, ist trotzdem ein Spaziergang von Fenster zu Fenster möglich.

Pfarrei aus Bobingen mit Krippenspiel auf dem eigenen YouTube-Kanal

Die Pfarrei St. Felizitas in Bobingen hat sich wie in vergangenen Jahren für jeden der vier Adventssonntage ein Krippenspiel ausgedacht. Heuer mit einer wesentlichen Ergänzung: Das Krippenspiel rund um die Hirten am Feuer wird nicht nur in der Kirche, sondern auch als Video auf dem YouTube-Kanal der Pfarrei zu sehen sein. Zum Krippenspiel wird es jeden Sonntag einen geistlichen Impuls, die passende Evangeliumsstelle, Predigttexte, Fürbitten und einen Meditationstext geben. Mit den Texten und dem Video an der Hand haben die Menschen alles Nötige, um einen eigenen kleinen Hausgottesdienst zu feiern. Ob sich nun nur die eigene Familie versammelt oder doch noch eine andere Familie dazukommen darf, bleibt hinter dem Grundgedanken zurück: sich in der Adventszeit auch ohne den Kirchenbesuch auf die frohe Botschaft und das Weihnachtsfest vorzubereiten.

Wie Gemeindereferentin Theresia Zettler erklärt, wuchsen die Pläne und Ideen über mehrere Wochen und jeder konnte sich und seine Möglichkeiten dazu einbringen. Beim Videodreh mit Michael Schindler wurde vor allem darauf geachtet, dass vorwiegend Geschwister die Rollen übernehmen und die Abstände eingehalten wurden. Corona macht eben auch vor den Hirten und Engeln auf dem Feld nicht halt. Trotz aller Schwierigkeiten: die Mitspieler und Mitglieder des Familiengottesdienstteams sehen in dem neuen Ansatz auch eine neue Chance. Eine, die vielleicht gerade in dieser Zeit Menschen anspricht.

Landkreis Augsburg vor Weihnachten: So viel Normalität wie möglich

Wichtig sei es, dass jeder, der diese Zeit mitfeiern wolle, das mit dem neuen Angebot auch tun könne. Pfarrer Thomas Rauch hält es für wichtig, gerade in dieser so schwierigen Corona-Zeit so viel Normalität wie irgend möglich zu vermitteln. Der Advent sei eine wichtige Zeit, gerade wenn so vieles nicht mehr möglich sei, sei es wichtig, wirklich schöne Impulse für alle zu senden.

Die Impulse gibt es auch auf den Straßen: In Bobingen wurde vergangene Woche die Weihnachtsbeleuchtung angebracht. Dazu sollen kleine Christbäume vor Geschäften für weihnachtlichen Glanz sorgen. Der Weihnachtsmarkt findet nicht statt, auch einen Markt in abgespeckter Form wird es nicht geben. Dafür wird wieder ein "Wunschbaum" aufgestellt.

Briefe an das Christkind

Auch in Königsbrunn gibt es neue Ideen: Vor dem Kulturbüro am Marktplatz wird ein weihnachtlich geschmückter Briefkasten aufgestellt. Dort können Kinder ihre Briefe an das Christkind einwerfen. Wer möchte, kann sich unter www.koenigsbrunn.de eine Vorlage ausdrucken und diese bemalen oder beschreiben. Die Briefe und Wunschzettel werden nach 97267 Himmelstadt gesendet und dort im Weihnachtspostamt bearbeitet. Alle Kinder bekommen einen besonderen Brief zurück. Deshalb müssen Vor- und Nachnamen, die Straße, die Postleitzahl und der Ort gut lesbar auf dem Umschlag zu finden sein. Eine Briefmarke ist nicht notwendig, die Stadt Königsbrunn kümmert sich um den Versand. Normalerweise hätten die Kinder ihre Briefe am Stand des Christkindl-Postamts auf dem Niklausmarkt abgeben können. Doch der wurde abgesagt. Um die Königsbrunner Vereine und auch die Gastronomie trotzdem zu unterstützen, bietet die Stadtverwaltung allerdings eine andere Lösung an.

"Insellösung" statt Niklausmarkt?

Der Niklausmarkt findet maximal als "Insellösung" statt. Die städtischen Weihnachtshütten können gemietet und in Eigenregie im Dezember dezentral aufgestellt werden. Voraussetzung für diese "Weihnachtsmarkt-Insellösungen" ist, dass die Stände in Absprache mit der Stadtverwaltung an geeigneten Plätzen aufgestellt werden können. Ob es tatsächlich zur "Insellösung" kommt, wird sich Anfang Dezember entscheiden.

Kinder schmücken die Königsbrunner Bäume

Wegen des abgesagten Niklausmarktes gibt es noch eine weitere Veränderung: Normalerweise säumen von Kindern dekorierte Weihnachtsbäume Anfang Dezember vor dem Infopavillon 955 den Weg zum Markt. Jetzt haben die Mitarbeiter des Ordnungsamtes einen anderen Ort ausgesucht: In der ersten Dezemberhälfte werden die geschmückten Bäume vor dem Rathaus zu bewundern sein. Danach wandern sie in die jeweiligen Einrichtungen und sorgen dort für weihnachtliche Stimmung.

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