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Landkreis Augsburg

16.01.2020

Diese Denkmäler brauchen Hilfe

Die Pfarrkirche in Oberottmarshausen musste aufwendig saniert werden, die Kosten für die Arbeiten belaufen sich auf rund 600000 Euro.
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Die Pfarrkirche in Oberottmarshausen musste aufwendig saniert werden, die Kosten für die Arbeiten belaufen sich auf rund 600000 Euro.
Bild: Andreas Lode

Wo und wie der Landkreis Augsburg die Sanierung alter Bausubstanz unterstützt. In Bobingen wird der Zehentstadel untersucht, in Mickhausen war im Dezember symbolischer Spatenstich.

Jedes Jahr unterstützt der Landkreis die Sanierung von denkmalgeschützten Gebäuden im Landkreis mit 150.000 Euro. Für 2020 sind knapp 30 Anträge eingegangen. Mit größeren Summen werden zwei Projekte im südlichen Landkreis gefördert.

Zum einen unterstützt der Landkreis die Gesamtsanierung der Kapelle Unserer Lieben Frau mit 15.000 Euro. Über 500 Jahre steht sie schon am Ulrichsberg und empfängt die Besucher Schwabmünchens, die von Norden in die Innenstadt kommen. Gut 900.000 Euro hat die Sanierung gekostet, bei der vornehmlich das Dach und der einsturzgefährdete Turm in Ordnung gebracht wurden. Dazu wurde noch die veraltete Elektrik erneuert, Wände neu gestrichen, eine neue Orgel eingebaut und die hochwertige und seltene Innenausstattung konserviert.

Noch lange nicht abgeschlossen sind die Arbeiten an der Pfarrkirche St. Michael. Sie werden insgesamt auf rund 2,2 Millionen Euro veranschlagt. Vergangene Woche wurden im Gotteshaus Gerüste aufgestellt, um an die Decke zu gelangen. Holzbalken und Metallteile werden untersucht und wenn nötig ausgetauscht. Außerdem muss der Dachstuhl instandgesetzt und das große Dach neu eingedeckt werden. In der Vergangenheit waren immer wieder kaputte Dachplatten heruntergefallen. Elektrik und Beleuchtung stehen ebenfalls auf der Liste, ebenso wie Malerarbeiten im Inneren und ein neuer Fassadenanstrich. Kostenpunkt insgesamt: etwa 2,2 Millionen Euro. Der Zuschuss des Landkreises beträgt 10.000 Euro.

Diese Denkmäler brauchen Hilfe

Ob eine öffentlich geförderte Sanierungsmaßnahme am Ende auch für jedermann zugänglich ist, spielt dabei keine Rolle. „Es geht allein um die Denkmaleigenschaft“, sagt Kreisheimatpflegerin Claudia Ried.

Eine Sonderrolle in Bezug auf den Umfang der Sanierung und auch auf den Zuschuss nimmt das „Staudenschloss“ in Mickhausen ein. Nach dem symbolischen Spatenstich des Millionenprojekts rechnet Landrat Martin Sailer damit, dass die Arbeiten in Kürze starten können. Durch eine Restebildung im Haushalt und wegen der Bedeutung des Projekts will sich der Landkreis hier mit 100000 Euro beteiligen - ähnlich wie beim Kloster Thierhaupten und der Abtei Oberschönenfeld.

Auch generell soll es ab dem kommenden Jahr mehr Geld für die Denkmalpflege geben, kündigte Kämmerer Gunther Füßle an. Der Gesamtbetrag werde von 150.000 auf 200.000 Euro angehoben, ein einzelnes Projekt könne dann mit einer Höchstfördersumme von 30.000 Euro rechnen.

Das sind die geförderten Projekte, die jüngst im Schul- und Kulturausschuss kurz vorgestellt wurden:

Schwabmünchen: Auch die Evangelische Christuskirche in Schwabmünchen wird saniert. Der Zuschuss beträgt 5000 Euro.

Bobingen: Voruntersuchung zur Sanierung des Zehenstadels für rund 35.000 Euro, Zuschuss: 1000 Euro.

Langenneufnach: Dach- und Außeninstandsetzung der Pfarrkirche St. Martin für rund 790.000 Euro, Zuschuss: 10.000 Euro.

Großaitingen: Innenrestaurierung der Feldkapelle St. Leonhard für rund 103.000 Euro; Zuschuss: 3000 Euro.

Voruntersuchung zum Umbau des ehemaligen Gasthauses in Wohnungen für Betreutes Wohnen in Großaitingen für 34.000 Euro, Zuschuss: 1000 Euro.

Walkertshofen: Innenrenovierung der Pfarrkirche St. Alban für rund 60000 Euro; Zuschuss: 1000 Euro. Die Außenrenovierung von St. Alban für 474.000 Euro wird mit 4500 Euro bezuschusst.

Oberottmarshausen: Statische Instandsetzung der Pfarrkirche St. Vitus für rund 600.000 Euro, Zuschuss: 5000 Euro.

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