1. Startseite
  2. Lokales (Schwabmünchen)
  3. Diese Kommunen bieten Behördengänge online an

Landkreis Augsburg

16.01.2020

Diese Kommunen bieten Behördengänge online an

In manchen Städten und Gemeinden im südlichen Landkreis können Einwohner Anträge und Formulare bereits über das Internet an die Verwaltung schicken.
Bild: Symbolfoto: stock.adobe.com

Plus Einwohner mancher Städte und Gemeinden können Anträge und Formulare über das Internet an die Verwaltung schicken. Das kann praktisch sein – oder umständlich.

Ein anstehender Behördengang ist bei vielen Bürgern ungefähr so beliebt wie ein Termin beim Zahnarzt. Die Öffnungszeiten der Behörden decken sich in aller Regel mit den eigenen Arbeitszeiten und vor Ort muss man lange warten. Stellt sich dann heraus, dass ein Dokument fehlt, beginnt alles noch einmal von vorne. Diesem Hürdenlauf entgeht, wer in einer der vier Kommunen im südlichen Landkreis Augsburg wohnt, in denen Behördengänge online erledigt werden können.

Eine davon ist Schwabmünchen: Die Einwohner können auf der Homepage der Stadt den „Bürgerservice Online“ für viele übliche Behördengänge nutzen. Zum Beispiel für Anliegen zu Pässen und Ausweisen und für viele Bescheinigungen und Anträge.

Schwabmünchen: Angebot ständig erweitert

Seit Mitte 2018 gibt es das Angebot in Schwabmünchen bereits, erklärt IT-Leiter Stefan Kugelmann. Das Angebot werde ständig erweitert, zum Beispiel seien inzwischen auch Geburtenurkunden und Meldebescheinigungen im Programm. Die Nachfrage nehme stetig zu; dennoch sei die Zahl der Online-Nutzer noch viel geringer als die der Bürger, die ihre Behördengänge analog erledigen.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

„Manche Dinge können aus rechtlichen Gründen noch nicht vollständig online erledigt werden“, sagt Kugelmann. Zwar könnten in solchen Fällen die Daten und Unterlagen per Internet an die Behörde geschickt und eventuelle Gebühren online bezahlt werdenwerden, aber der Antragsteller müsse trotzdem noch vor Ort eine Unterschrift leisten. „Dann ist es manchmal einfacher, gleich alles in der Behörde zu erledigen. Wir haben ja viele Daten schon im System und müssen sie nur übernehmen, nicht neu erfassen“, erklärt der IT-Leiter.

Für den Bürgerservice Online können die Einwohner einen Personalausweis mit Online-Funktion einsetzen, sagt Kugelmann. Auch die Bayern-ID, eine Art Online-Bürgeraccount, könne man nutzen. Beides erspare die Eingabe einiger Daten, sei aber nicht zwingend notwendig.

In Bobingen schon seit 2006

Das „Bobinger Service Portal“ gibt es schon seit 2006. „Es wird hauptsächlich von den berufstätigen Bürgerinnen und Bürgern angenommen“, sagt Bürgermeister Bernd Müller. Deswegen kämen aber nicht wesentlich weniger Bürger in die Behörden. Die Verwaltung werde nicht entlastet: Zwar sei der Schriftverkehr über das Serviceportal vereinfacht, aber das müsse auch gepflegt werden. Dass die Bobinger nicht alle Vorgänge ohne den Weg in die Behörde erledigen können, sieht Müller positiv: „Gerade im Zeitalter des Datenschutzes, der Datensicherheit sowie der ständigen Gefahr von Manipulationen halte ich es für durchaus angebracht, dass gewisse wichtige behördliche Erledigungen nur persönlich und mittels eigenhändiger Unterschrift zu erledigen sind.“

Bürgerservice-Portal in Königsbrunn

In Königsbrunn gibt es ebenfalls ein Online-Angebot, das Bürgerservice-Portal. Die Königsbrunner können es allerdings noch nicht nutzen, sagt Anke Maresch, die für die Öffentlichkeitsarbeit der Stadt zuständig ist. „Wir arbeiten momentan an einem Update unserer Homepage, das noch einige Wochen dauern wird. In unseren Tests läuft das Bürgerservice-Portal aber schon.“ Mit dem Ordnungsamt müsse noch abgestimmt werden, ob Bürger für bestimmte Vorgänge vor Ort eine Unterschrift leisten müssen. Für viele Königsbrunner wird es übrigens keine völlig neue Erfahrung sein, Anträge online auszufüllen: Schon bisher konnten sie einige Behördengänge vollständig online erledigen.

Neben den drei Städten hat im südlichen Landkreis Augsburg nur eine Gemeinde ein solches Online-Serviceportal: Wehringen. Zwar habe man jeden Haushalt mit einem Flyer über das neue Angebot informiert, sagt Angela Seitz, die für die Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde zuständig ist. Aber seit dem Start im November 2018 sei die Nutzung noch überschaubar – mit einer Ausnahme: „Mindestens 30 Prozent der Briefwahlanträge gehen online bei uns ein.“ Dabei ist das Angebot der Gemeinde auf Zeitersparnis für die Einwohner ausgelegt: Laut Seitz können die Wehringer alle Anträge, die bisher über das Online-Angebot möglich sind, ganz ohne persönliche Anwesenheit in der Behörde erledigen.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren