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Landkreis Augsburg

14.10.2020

Diese Weihnachtsmärkte könnten trotz Corona im Kreis Augsburg stattfinden

Der Einzug von Niklaus und Engel gehört jedes Jahr zur Eröffnung des Königsbrunner Niklausmarktes.
Bild: Adrian Bauer (Archivbild)

Plus Die Adventsmärkte in Oberschönenfeld und Graben finden wegen der Corona-Pandemie nicht statt. In Königsbrunn will man den Niklausmarkt noch nicht aufgeben.

Seit 2010 lädt der Bezirk Schwaben zum Weihnachtsmarkt in Oberschönenfeld ein. In diesem Jahr fällt der Markt nun aus. Grund dafür sind die Schutzmaßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. „Nach reiflicher Überlegung steht für mich und unser Team der Veranstaltungsorganisation fest, dass das einzigartige Konzept des Weihnachtsmarktes in historischem Ambiente heuer nicht angemessen umgesetzt werden könnte“, kommentiert Bezirkstagspräsident Martin Sailer.

Corona-Regeln untergraben das Flair des Markts in Oberschönenfeld

Folgende Gründe haben schlussendlich den Ausschlag gegeben: Unter den aktuellen Richtlinien sei es nicht möglich, den Flair und die einzigartige Atmosphäre des Marktes zu erhalten. Es würde Maskenpflicht und Abstandsgebot auf dem gesamten Gelände gelten, ebenso müsste die maximale Besucheranzahl ständig überwacht und notfalls durchgesetzt werden. Stände mit Alkoholausschank müssten von den anderen Ständen getrennt und streng reglementierte Gastronomiebereiche eingerichtet werden.

Es müssten einheitliche Laufwege und Wartebereiche geschaffen werden, welche auch wieder von Sicherheitspersonal kontrolliert werden müssten. Keine der in den Innenräumen stattfindenden Aktionen (gemeinsames Singen im ersten Stock der Schwäbischen Galerie, Kinderprogramm im Naturparkhaus) könnten durchgeführt werden. "Auch könnten wir keine Aussteller in der Schwäbischen Galerie und in der Museumspädagogik platzieren", sagte Sailer weiter.

Auch in Graben fällt der Adventsmarkt wegen Corona aus

Auch in Graben müssen Besucher heuer auf den Adventsmarkt verzichten. Der Gemeinderat stimmte zu, die Veranstaltung ausfallen zu lassen. „Der Markt als Treffpunkt für die Gemeinde zum Anstoßen mit Glühwein und unbeschwertem Ratsch ist nicht möglich“, sagt Bürgermeister Andreas Scharf. Die Absage sei eine Folge der Maßnahme zum Schutz gegen die Corona-Pandemie.

Um dennoch die Vorweihnachtszeit in der Gemeinschaft feiern zu können, denkt die Verwaltung über alternative Veranstaltungen in kleineren Gruppen nach, wie beispielsweise ein Seniorenkaffee oder ein Familiennachmittag im Bürgersaal. Doch der Gemeinderat steht auch diesem Vorschlag teils skeptisch gegenüber. In der kommenden Sitzung soll darüber abgestimmt werden.

An der Königsbrunner Eishalle ließe sich ein Markt realisieren

In Königsbrunn hat die Stadt dagegen ein Konzept ausgearbeitet, wie sich trotz der Regeln der Niklausmarkt an der Eishalle organisieren ließe, sagte Bürgermeister Franz Feigl in der aktuellen Stadtratssitzung. Die örtlichen Gegebenheiten machen es möglich. Der eingezäunte Bereich um das Mercateum ließe sich als Gastrobereich nutzen, in dem die Besucher an Tischen ihren Glühwein genießen können. Im Bereich vor der Eisarena könnten wie üblich die Verkaufsstände aufgebaut werden.

Der Bereich könnte ohne übertrieben großen Aufwand so abgesperrt werden, dass eine Eingangskontrolle möglich wäre, um zu verhindern, dass zu viele Besucher gleichzeitig auf das Gelände kommen. Damit ließen sich Stand jetzt die Corona-Auflagen erfüllen.

Königsbrunn will die Budenbetreiber mitreden lassen

Dieses Konzept will die Stadt Königsbrunn am 21. Oktober den Betreibern der Buden vorlegen. Dabei handelt es sich zu einem großen Anteil um Königsbrunner Vereine. "Klar ist, dass man sehr wahrscheinlich weniger Umsatz machen wird, als in den früheren Jahren", sagte Feigl. Unter diesen Umständen wolle man in jedem Fall die Betreiber befragen, ob sich der Aufwand für sie lohnt und ob sie kommen würden.

Beim abgesagten Königsmarkt habe man ebenfalls überlegt, ob sich eine kleinere Version auf dem Vorplatz der Eishalle organisieren ließe. Doch die Einschränkungen durch die Straßenbahn-Baustelle und die Erfahrungen aus Schwabmünchen, wo manche Standbetreiber mangels Kundschaft vorzeitig vom Michaelimarkt abgereist sind, hätten zur Absage geführt.

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