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Gemeinderat

14.09.2019

Diskussionen über Baugebiet und Supermarkt

Einige Langenneufnacher Bürger meldeten sich zu den aktuellen Projekten zu Wort. Was die Ratsmitglieder entschieden haben

Um Wünsche und Anregungen von interessierten Bürgern für das neue Baugebiet östlich des Kindergartens berücksichtigen zu können, luden die Gemeinderäte zu einem Arbeitskreis ein. Die Ergebnisse aus diesem Workshop stellten Bürgermeister Josef Böck und Marlene Theiner vom Planungsbüro Opla während der jüngsten Gemeinderatssitzung vor.

Interessant ist hierbei, dass die Teilnehmer trotz Mitspracherecht einen zum Ortsbild passenden Baustil mit Vorgabe der Dachformen befürworten. Gefordert wurde zudem, die Straße verkehrsberuhigt zu gestalten sowie vorhandene Bäume zu berücksichtigen. Um eine Mischung verschiedener Altersgruppen zu erreichen, soll sich das Wohnraumangebot mit circa 600 bis 700 Quadratmeter großen Grundstücksflächen nicht nur an junge Familien, sondern auch an Senioren richten.

Für das Baugebiet schlug Theiner eine Ringerschließung sowie eine Anbindung an die Blumenstraße und an das kürzlich erstellte Baugebiet Kirchenbauer vor. Schule, Kindergarten und Friedhof sollen durch Fußwegeverbindungen erreichbar sein.

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Länger diskutierten die Räte schließlich über die Frage, ob die Straßenführung zu den vier möglichen Mehrfamilienhäusern vom Gemeinderat festgelegt oder ob dies einem Investor überlassen werden soll. Der Beschluss fiel mit drei Gegenstimmen für die Planung durch die Gemeinde aus. Einstimmig sprachen sich die Räte dafür aus, von den geplanten 18 Stellplätzen entlang der Straße zwei wegzulassen. Noch nicht festgelegt haben die Räte hingegen, ob der Bereich neben der Turnhalle für eine eventuelle Erweiterung des Gebäudes aus dem Baugebiet herausgenommen werden sollte und ob eine Lärmschutzwand zum Kindergartengrundstück und zur Turnhalle errichtet werden müsse.

Aber auch kritische Punkte zum Baugebiet kamen zur Sprache. Dritter Bürgermeister Franz Wenninger bedauerte, dass durch die Erstellung des Baugebietes das Hanggrundstück Kindern im Winter nicht mehr als Schlittenberg zur Verfügung steht. Seine Anregung, einen Teil des Grundstücks nicht zu bebauen, könne allerdings nicht umgesetzt werden. Die Räte baten schließlich die Planerin mit der Erstellung eines Planes, damit noch heuer das vorgeschriebene Verfahren eingeleitet werden könne.

Ein weiteres Thema der Sitzung war die Änderung des Flächennutzungsplans sowie der Bebauungsplan für den neuen Supermarkt. Konkret ging es hierbei um die von Ämtern und Behörden eingegangenen Stellungnahmen, die keine besonderen Einwände enthielten. Näher ging Theiner auf die Stellungnahme eines Bürgers ein, der monierte, dass der Höhenschnitt des Grundstücks nicht korrekt wäre und verschleiert würde, dass künftig der Supermarktparkplatz auf einem erhöhten Gelände liege.

Die Planerin erklärte, dass alle Angaben richtig seien und sich die Stellplätze auf einem höheren Niveau als die Hauptstraße befinden. Entgegen der Annahme des Bürgers erfolgen allerdings keine Auffüllungen, sondern ein Geländeabtrag am Grundstück. Auch die vom Bürger genannten Bedenken wegen unzureichender Entwässerung des Oberflächenwassers sowie einer fehlenden Miteinbeziehung seines Grundstücks in die geprüften Immissionsorte konnte Theiner widerlegen. Somit seien keine Änderungen des Bebauungsplanentwurfs nötig. Einstimmig segneten daher die Räte den Flächennutzungsplan als auch den Bebauungsplan ab.

Nicht zugestimmt haben die Räte dem Antrag auf Ablösung von Stellplätzen für die Nutzungsänderung eines Wohnraums in eine Praxis für Physiotherapie. Gemäß der gemeindlichen Stellplatzsatzung müsste die Praxis drei Stellplätze zur Verfügung stellen. Allerdings kann von den nachgewiesenen Stellplätzen nur ein Parkplatz für die Praxis herangezogen werden. Die Ablösesumme beträgt für das gesamte Gemeindegebiet 5000 Euro je Stellplatz.

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