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Königsbrunn

25.05.2019

Ehrungen, Abschiede und eine Verjüngung

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Zahlreiche langjährige Awo-Mitglieder wurden geehrt, Manfred Buhl (Dritter von rechts) sogar für 50 Jahre Treue.
Bild: Andrea Collisi

Die Arbeiterwohlfahrt Königsbrunn besetzt ihren Vorstand neu. Warum der Vorsitzende Otto Müller eindringlich für die europäische Idee wirbt.

Voll besetzt war die Freizeit-und Begegnungsstätte der Arbeiterwohlfahrt bei der Mitgliederversammlung mit Neuwahlen. Vorsitzender Otto Müller erklärte in seinem Bericht, dass die stärkeren Ausgaben durch die neue Gartengestaltung, den Bau einer neuen Hütte und die notwendigen neuen Terrassenmöbel nebst Sonnenschutz zu erklären seien, dass aber auch sehr viel durch Eigenengagement der Mitglieder vollzogen worden sei.

Des Weiteren erinnerte er, neben einem lebendigen Bericht über besondere Aktivitäten des vergangenen Arbeitsjahres wie das Awo-Familienfest, den Ausflug nach Nördlingen und den Sommer-Märchenabend, an die Grundwerte der Arbeiterwohlfahrt: Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit und Toleranz. Müller unterstrich angesichts der bevorstehenden Europawahl, wie dankbar man sein müsste für über 70 Jahre Frieden in den Kernländern Europas, und dass alle sich der Verantwortung für die nachkommenden Generationen klar sein sollten.

Persönliche Erlebnisse bewegen den Königsbrunner Ortsvorsitzende

Er berichtete von zwei persönlichen Erlebnissen, die ihm die Gewichtigkeit und das Geschenk in einer Demokratie zu leben einmal mehr ins Bewusstsein gebracht hätten. Einmal bei der Begegnung und im Gespräch mit dem Bundespräsidenten anlässlich der Einladung zu dessen Sommerfest und vor allem bei der Reise zum ehemaligen KZ Bergen-Belsen, bei welchem man auch Clemens Högg, dem bayerischen SPD-Landtagsabgeordneten und Mitbegründer der Awo Neu-Ulm gedachte, der dort kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges umgebracht wurde.

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Die stellvertretende Vorsitzende Petra Fischer hatte die Aufgabe, einige Jubilare zu ehren (siehe Personalien). Dabei wurde Manfred Buhl für 50 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet. Der FDP-Politiker war über Jahrzehnte in Stadtrat, Kreisrat und Bezirkstag tätig und Geschäftsführer des Augsburger Zeughauses. Zudem war er Mitinitiator der Bildungsstätte der Arbeiterwohlfahrt, deren Leiter er damals ebenfalls war. Den Blumenstrauß überreichte er seiner Ehefrau, denn diese habe über Jahrzehnte zu Hause allein gesessen und immer auf ihn gewartet, wenn er bei seinen vielen Aktivitäten unterwegs gewesen sei.

Viele Jahrzehnte im Dienst für den Königsbrunner Ortsverband

Bei den Neuwahlen wurden der engere Vorstand und alle Beisitzer einstimmig gewählt und der Vorstand verjüngt. Zuvor wurden zwei langjährige engagierte Vorstandsmitglieder verabschiedet: Irmgard Kretschmer, die 16 Jahre als Vorsitzende und danach noch acht Jahre als Beisitzerin Verantwortung getragen hatte, sowie Walter Rampp, der nach langjährigem Engagement mit 88 Jahren ausschied.

Heinz Münzenrieder, der Vorsitzende des Präsidiums- und Verwaltungsrates der Awo im Bezirk Schwaben, sowie Alois Strohmayr, Vorsitzender des Awo-Kreisverbandes Augsburg-Land betonten in ihren Grußworten ihre Freude über die lebendige Aktivität des Ortsverbandes Königsbrunn. Münzenrieder unterstrich die gewichtige Bedeutung des sozialen Friedens und Gerechtigkeit für unsere Gesellschaft. Er sei stolz darauf, dass die Arbeiterwohlfahrt als Spitzenverband der Wohlfahrtsverbände – allein 3000 Mitarbeiter in Schwaben und dem stünden 3000 Ehrenamtliche gegenüber – sich seit 100 Jahren engagiert.

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