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Lagerlechfeld

12.02.2018

Ein Abschied nach 38 Jahren

Die Reigentänze, hier mit Martha Fried, machten den Kindern bei der Spielvereinigung Lagerlechfeld viel Spaß.
Bild: Hieronymus Schneider

Der Kinderfasching der Spielvereinigung Lagerlechfeld fand zum letzten Mal in der alten Turnhalle statt. Nächstes Jahr wird es eine neue Organisatorin geben.

Seitdem es die Turnhalle am Lagerlechfelder Sportgelände gibt, findet dort am Faschingssonntag der Kinderfasching statt, und das ist schon 38 Jahre her. „Den Kinderfasching gibt es aber schon länger“, sagt Elsa Bauer von der Gymnastikabteilung der Spielvereinigung und ergänzt: „Als ich 1978 nach Lagerlechfeld kam, wurde auch schon Kinderfasching gefeiert.“ Sie ist seit 20 Jahren mit einer kurzen Unterbrechung die Organisatorin und Animateurin dieser traditionellen Gaudi für die Jüngsten im Verein. „Hierher kommen eher die kleineren Kinder mit ihren Eltern. Die Größeren gehen lieber in die Disco PM, seit die auch einen Kinderfasching durchführen“, sagt Bauer.

So waren auch überwiegend Kinder bis zu zehn Jahren mit ihren Eltern, alle in bunten Kostümen, vertreten. Einige fuhren mit ihren Bobby-Cars durch die Gänge und über die Tanzfläche, die ganz Kleinen tanzten noch auf dem Arm von Mama oder Papa mit. Bei den vielen Helfern in der Küche, beim Kaffee- und Kuchenverkauf sowie dem Getränkeausschank herrschte ein bisschen Abschiedsstimmung, denn es war der letzte Kinderfaschingsball in der gewohnten Turnhalle, deren Umbau unmittelbar bevorsteht.

Die Zukunft ist noch ungewiss

Wo der nächste Kinderfasching stattfindet, ist noch ungewiss, „aber es wird auch nächstes Jahr wieder einen geben“, ist sich Bauer sicher. Zusammen mit ihrer Nachfolgerin Martha Fried sammelte sie die Kinder um sich, animierte sie zu gemeinsamen Tänzen und lustigen Spielen. Ein neuer Modetanz wurde nicht geboren, es blieb bei den beliebten Klassikern wie der „Polonaise von Blankenese“, „Komm, hol das Lasso raus“, „Biene Maja“ oder dem „Ententanz“. Auch bei den Kostümen war kein eindeutiger Favorit zu erkennen. Cowboys, Piraten, Rennfahrer, Supergirls, Einhörner und Prinzessinnen waren bunt gemischt in etwa gleicher Anzahl vertreten. Die vereinseigene Hip-Hop-Tanzgruppe der sieben- bis zwölfjährigen Mädchen, die sich nach den Anfangsbuchstaben ihrer Leiterinnen MCNH-Projekt nennt, überzeugte unter der Anleitung von Denise Sedlmeir und Sabrina Wagner so sehr, dass Kinder und Eltern lautstark eine Zugabe forderten.

Ein Höhepunkt war der Auftritt der Kindergarde von der Klosterlechfelder Lecharia, die mit dem Kinderprinzenpaar Saphira I. und Rafael IV. den Prinzentanz und den Showtanz nach der „Tetris-Melodie“ zelebrierten. Bei den lustigen Spielen wie „Bonbons aus dem Topf löffeln“ oder der „Reise nach Jerusalem“ mit Stellflächen anstatt Stühlen kamen alle Kinder durch Bonbonbelohnungen auf ihre Kosten. Beim Seilziehen der Mütter mit Kindern gegen die Väter oder beim „Mumienwickeln“ mit Klopapier wurden auch die Erwachsenen im wahrsten Sinne des Wortes mit eingebunden.

In der Küche sorgte der stellvertretende Vorsitzende Charlie Schweier mit seinen Helfern dafür, dass der Nachschub nie ausging. Nach drei Stunden zogen alle Kinder mit dem seit 30 Jahren beliebten Schlusslied von Paulchen Panther „Wer hat an der Uhr gedreht?“ müde, aber glücklich aus der Turnhalle hinaus nach Hause.

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