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Bobingen

23.11.2018

Ein Ende der Chlorung ist in Sicht

Dem Ende der Trinkwasserchlorung folgt in einer Woche wohl nochmals ein Abkochgebot. 
Bild: picture alliance / Patrick Pleul

Am Dienstag will die Stadt Bobingen Einzelheiten endgültig bekannt geben. Das Abkochgebot kommt wohl wieder.  

In Bobingen verfestigt sich immer weiter die Erwartung, wie das Ende der Sicherheitschlorung ablaufen wird. Demnach bleibt es beim Fahrplan, den Bürgermeister Bernd Müller jüngst bei der Bürgerversammlung skizzierte. Das seit Mitte Juni bestehende Problem könnte demnach bis Mitte Dezember behoben sein. Damals waren offenbar durch eine Verkettung widriger Umstände Keime in den rasch danach stillgelegten Brunnen III im Stadtwald eingedrungen. Wie berichtet, hatte das eine Reihe an Auflagen durch das Gesundheitsamt zur Folge.

Details werden am Dienstag bekannt

Für kommenden Dienstag kündigte die Stadt eine Pressekonferenz an, bei der sie auf Einzelheiten eingehen wird. Voraussichtlich Ende der Woche dürfte es erneut Wurfzettel für alle Haushalte geben. Denn es scheint sicher, dass die Bürger von Bobingen, Siedlung und Straßberg von einem neuerlichen Abkochgebot für Trinkwasser nicht verschont bleiben. Das Staatliche Gesundheitsamt scheint darauf vorsorglich zu beharren.

Auf letzte Labortests wird es ankommen

Auf einer Internetseite der Stadt Bobingen heißt es in einem aktualisierten Beitrag: Die Stadtwerke gehen weiterhin davon aus, dass sie die für die Beendigung der Sicherheitschlorung vom Gesundheitsamt festgelegten Maßnahmen bis zum 27. November abschließen werden, so- dass der zuvor vorgestellte Fahrplan unverändert weiter gilt. Bereits jetzt listet die Stadt im Internet nochmals die allgemeinen Hinweise zum Abkochgebot auf, welches voraussichtlich am 1. Dezember für die Dauer von etwa zwei Wochen in Kraft tritt. Hintergrund ist, dass erst nach dem Ende der Chlorung durch Labortests bestätigt werden kann, dass sich keine Keime mehr im Leitungsnetz befinden. Der zweite Grund ist: Nach dem Ende der Chlorung muss sich die Chemie des Wassers neu einstellen. Durch die Chlorung fehlt nämlich eine im Normalfall vorhanden Schicht an den Leitungswänden. Dadurch könne es kurzfristig zu einer Belastung mit sogenannten koloniebildenden Einheiten kommen. Dies sei in solchen Fällen durchaus üblich, aber nach wenigen Tagen vorbei – so die Erfahrung der Gesundheitsämter.

Anleitung für absolute Sicherheit

Um Gefahren für die Gesundheit auszuschließen, sollen Bürger in Bobingen, in der Siedlung und in Straßberg daher ab dem noch nicht exakt bestätigten Zeitpunkt Wasser wieder abkochen. Das bedeutet, das Wasser einmal sprudelnd aufkochen und langsam – über zehn Minuten – abkühlen zu lassen.

Dies gilt für die Zubereitung von Nahrung, insbesondere für Säuglinge, Kleinkinder, Kranke und ältere Menschen. Ebenso für Wasser zum Trinken und zur Zubereitung von Getränken. Natürlich auch für medizinische Zwecke (Reinigung von Wunden etc.). Auch zum Zähneputzen und zum Spülen von Gefäßen und Geräten, in denen Lebensmittel zubereitet oder aufbewahrt werden, wird das Abkochen angeraten.

Unbedenklich sei hingegen die Verwendung von Leitungswasser in der Geschirrspülmaschine, sofern das Gerät mit Temperaturen von 60 Grad arbeitet. In der Waschmaschine sollte eine Temperatur von mindestens 40 Grad eingehalten werden. Und so geht es dann weiter: Während das Abkochgebot läuft, werden die Reste des gechlorten Wassers aus dem Hochbehälter und dem Leitungsnetz gespült. In dieser Zeit könne es durchaus sein, dass das Wasser aus dem Hahn noch leicht nach Chlor schmeckt, teilte der Bürgermeister mit. Anschließend werden wieder Proben genommen. Sollten an drei aufeinanderfolgenden Tagen an sämtlichen Entnahmestellen für Proben keine Grenzwerte überschritten werden, könne das Abkochgebot aufgehoben. (pit)

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