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Bobingen

29.05.2015

Ein Fund mit Sprengkraft

Am Zaun einer Kiesgrube entdeckte ein Spaziergänger die alte Granate aus dem Ersten Weltkrieg.
Bild: Anja Fischer

Ein Spaziergänger wundert sich und geht nach zwei Wochen zur Polizei. Nun wundert sich die Polizei, wie eine alte Granate so offen an einem Zaun liegen konnte.

 Beinahe hätte er es vergessen. Doch am  heutigen Freitag erinnerte sich ein Spaziergang an das verroste Metallrohr, welches ihm schon vor zwei Wochen am Zaun der Firma Lauter nahe der Nordostumfahrung bei Bobingen aufgefallen war. Weil es ihm seltsam vorkam, hatte er es fotografiert. Gestern schaute er mit dem Foto bei der Polizeiinspektion Bobingen vorbei. Die Beamten haben den Fund sofort als gefährlich eingestuft. Das Bild wurde gleich an die Einsatzzentrale und ein Sprengkommando geschickt. Laut ersten Einschätzungen handelte es sich bei dem gefährlichen Fundstück um eine 8,8 Kilo-Panzergranate aus dem Ersten Weltkrieg. Der hinzugezogene Sprengmeister stufte die Granate als nicht transportabel ein. Sie müsse vor Ort entschärft oder gesprengt werden.

Wie die Panzergranate an ihren Fundort kam, war gestern noch nicht geklärt. Die Polizei vermutet aber, dass sie woanders gefunden und einfach dort abgelegt wurde. „Wenn das tatsächlich der Fall ist, dann hat der Fahrer außerordentlich großes Glück gehabt“, sagte Polizeihauptkommissar Maximilian Wellner. „Die Granate hätte jederzeit hochgehen können. Der Transport war ein reines Selbstmordkommando.“ Das bestätigen auch ehemalige Angehörige der Bundeswehr.

Um 16 Uhr wurde die Granate gesprengt. Der Verkehr auf der Umgehungsstraße musste dazu nicht gesperrt werden.

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